:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: (http://forum.grenzwissen.de/index.php)
-   Außergewöhnliche Funde (http://forum.grenzwissen.de/forumdisplay.php?f=26)
-   -   Ein Mysterium zu finden ist nicht das Problem - aber jemanden finden, der es dir glaubt! (http://forum.grenzwissen.de/showthread.php?t=7445)

goetterhand 21.05.2007 01:59

Ein Mysterium zu finden ist nicht das Problem - aber jemanden finden, der es dir glaubt!
 
Ein freundliches „Guten Tag!“ an Alle.

Ich bin neu hier und das sind meine erstem Zeilen in diesem Forum.

„Ein dicker Mann ist für mich ein Scheidungsgrund!“ sagte meine Frau. Um das Schlimmste zu verhindern borgte ich mir, in einem günstigen Moment, die Digitalkamera meiner Tochter und marschierte in die heimatlichen Berge.

Inzwischen habe ich nicht nur ein paar Kilo abgenommen, sondern auch ein riesiges Archiv digitalisierter Sehenswürdigkeiten samt allem erdenklichen Hintergrundwissen in meinen Computer gestopft.
Bei der Auswertung der Bilder stieß ich eines Tages zusammen mit einem Freund auf ein „Mysterium“, wir nennen es „Götterhand“.

Nach unserer Ansicht handelt es sich um vorzeitliche Kalenderanlagen.

Als wir die „Zuständige Stelle“ von unserer Vermutung in Kenntnis setzten sagte man uns nur lapidar: „Das Amt für Archäologie gibt grundsätzlich nichts auf Spekulationen, die archäologische Funde in einen Zusammenhang mit Himmelsbeobachtungen stellen.“
Weil wir uns mit dieser Auskunft nicht zufrieden gaben, haben wir verschiedene Wissenschaftler antelefoniert und um ihre Meinung zu dem „Mysterium“ gebeten.
Der Erste, ein Dr. der Geologie, hat kürzlich einige der Objekte besichtigt und ein Gutachten erstellt.
Für nächste Woche hat sich ein „aufgeschlossener“ Dr. der Archäologie angekündigt. Der Anfang wäre also getan, aber das Ergebnis bleibt ungewiß.

Wir stecken in einer Zwickmühle, denn einerseits sind wir überzeugt eine wichtige Entdeckung gemacht zu haben, andererseits bleibt der endgültige Beweis schwierig - ein echtes „Mysterium“ eben.
Aus diesem Grund haben wir begonnen einige Bilder des „Götterhand-Mysteriums“ ins Netz zu stellen, in der Hoffnung, dass wir auf diesem Weg vielleicht zu einem befriedigenderen Ergebnis kommen.

Es würde mich freuen in diesem Forum ein offenes Ohr zu finden
Götterhand

www.goetterhand.de

da kami 21.05.2007 02:28

RE: Ein Mysterium zu finden ist nicht das Problem - aber jemanden finden, der es dir glaubt!
 
Deine Frau hat zwar irgendwie nicht verstanden worum es bei einer Ehe geht, aber es ist schön, dass sie dich dazu gebracht hat etwas aussergewöhnliches zu tun.

Ich wünsche euch viel Erfolg, aber selbst wenn euch der nicht beschieden ist, es gibt schlimmeres als die negative Feststellung eines Kulturdenkmals.
Denn dann könnt ihr dort selbst rumschaufeln wenn euch danach ist, ohne dass irgendwelcher Ärger durch die Denkmalschutzbehörde droht. Der Mensch ist da, um Löcher zu schaufeln. ;)
http://www.tesoro.com/
Und dann sind die Denkmalschutzbehörden erfahrungsgemäß auch viel schneller der Meinung, man müsse da doch mal selbst nachsehen.

goetterhand 21.05.2007 07:07

RE: Ein Mysterium zu finden ist nicht das Problem - aber jemanden finden, der es dir glaubt!
 
Hallo de kami,

danke für die schnelle Reaktion. Wir wissen zwar noch nicht welcher Zeit der Fund genau zuzuordnen ist, meinen aber, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Zeit handelt in der Metall noch keine Rolle gespielt hat. Eine Investition in Detektoren der Firma Tesoro Electronics scheint mir daher in dieser Angelegenheit wenig hilfreich. Zudem fehlt uns für archäologische Grabungen die Fachkenntnis und Erfahrungen. Wir würden mit Sicherheit nur Schaden anrichten.

Trotzdem danke für den Tip. Im Hinblick auf andere „Mysterien“, denen wir auf der Spur sind, könnte solch ein Gerät tatsächlich hilfreich sein. Unsere Forschungen ergaben zum Beispiel auch, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist in unserer Heimat auf einen vergrabenen Schatz zu stoßen als im Lotto zu gewinnen.

In diesem Sinne wünsche ich alles gute für dich und hoffe, dass sich deine Lebensaufgabe auf den Suizid anderer beschränkt.

Alpstein 21.05.2007 08:55

Auf eigene Faust graben solltet ihr schonmal garnicht... ;) Die Archäologie verliert jedes Jahr schon viel zu viel Informationen aus der Vergangenheit durch Hobbywühler... Jeder noch so kleine Fund der von seinem Fundort entfernt wird, erschwert die Beurteilung des Gesamtbildes ein Stück mehr... :)

Zuständig müßte eigentlich das Landesdenkmalamt sein. Diese Behörden sind allerdings hoffnungslos überlastet und können nur einen Bruchteil der lohnenswerten Fundorte überhaupt auswerten...

Für mich sehen die Bilder auf der Website übrigens ganz "normal" aus... Solche Felsformationen gibt es hier im Schwarzwald zuhauf... Würde mich wundern, wenn da tatsächlich irgendwas gefunden würde... :)

Sakslane 21.05.2007 10:13

Ich würde das ganze auch für ein paar ganz normale und natürliche Steinformationen halten, jedenfalls lassen die Form und Anordnung der Steine nicht auf einen künstlichen oder gar übernatürlichen Ursprung schließen. Sowas gibt es zuhauf, da kann es schon mal vorkommen, dass etwas aussieht wie eine Hand. Das heißt aber nicht, dass jemand absichtlich die Form einer Hand nachgebildet hat. Schäfchenwolken sind ja auch keine Bilder von Schafen oder fliegende Dönerwerbung...

da kami 21.05.2007 16:05

Soll auch keine Werbung für Tesoro darstellen, der Link ist nur zur Veranschaulichung.
Vom Graben an Orten die ihr für archäologisch bedeutend haltet rate ich auch dringend ab, nicht nur aus rechtlichen Gründen. Allerdings werden Kreisdenkmalpfleger ganz fuchsig wenn sie das Wort Metalldetektor nur hören und entwickeln eine ganz andere Initiative... Ist die Holzhammermethode wenn alles andere versagt. Wenn man schriftlich hat, dass da nichts ist, dann darf man ja. ;)

Kultplätze werden im Übrigen grundsätzlich meist zig Generationen lang genutzt, viele heutige Kirchen und besonders Kapellen stehen an der Stelle steinzeitlicher heiliger Orte. D.h. es ist nicht unwahrscheinlich an steinzeitlichen Orten bronzezeitliche Hinterlassenschaften zu finden, der Übergang war eh sehr lange fließend.

Zuständig ist grundsätzlich erstmal die untere Denkmalschutzbehörde, Rückfrage an der nächsten Uni oder bei ehrenamtlichen Heimatpflegern lohnt auch oft.
Aber das hast du ja schon gemacht, also viel Erfolg.

basti_79 21.05.2007 18:00

Naja, was heißt glauben...

Ist halt so dass die Beweislage eher dezent aussieht... Wenn da jetzt Bearbeitungsspuren zu sehen wären... oder überhaupt Hinweise auf menschliche Aktivität in Bezug auf die Steine...

An den Formen und der Gruppierung find ich jetzt nichts ungewöhnlich. Um zu beurteilen, ob ihr da nicht vielleicht einer selektiven Wahrnehmung erlegen seid, müßte man eine entsprechende Datensammlung auch für die anderen Steine in der Gegend haben... die werdet ihr aber kaum anlegen, denke ich.

Was ich mich auch frage ist, wie man an solchen Steinformationen aufs Grad genau Winkel messen will...

Und inwiefern diese "Instrumente" überhaupt ablesbar sind... Ich mein, soll man zB den Kopf in die Mulde legen, und von da aus ein Loch in einem Haufen Steine anpeilen, und sich dann vorstellen, wie der Mond dahinter aufgeht? Erklär das doch mal bitte...

goetterhand 22.05.2007 07:06

RE: Ein Mysterium zu finden ist nicht das Problem - aber jemanden finden, der es dir glaubt!
 
Ein freundliches Hallo an Alle, die auf meine Zeilen geantwortet haben.

Zu deinen Anmerkungen Alpstein:
Würden die Steine nicht so harmlos und natürlich aussehen hätte das „Mysterium“ wohl nicht so lange auf seine Entdeckung warten müssen. Offensichtlich wurden die Steine und Felsen nur gerade soweit manipuliert, dass sie ihren Zweck erfüllten.
Es ist nicht auszuschließen, dass es auch an Felsen im Schwarzwald Merkmale gibt, die auf Himmelsbeobachtungen hindeuten. Unsere Forschungen beschränkten sich bisher auf ein klar definierte Region, Keiner von uns weiß was es hinter diesem Horizont noch alles zu entdecken gibt. Manchmal genügt ein Kompass und ein Stellwinkel um plötzlich zu erkennen, dass alle Sichtlöcher, die sich in den Felsen einer ganzen Region befinden auf ein und den selben Himmelspunkt gerichtet sind.

Zu deinen Anmerkungen Sakslane:
Das Argument mit den Schäfchenwolken finde ich durchaus einleuchtend. Ich bin aber Überzeugt, wenn der Mensch Hände hätte, die bis zum Himmel reichen, gäbe es außer Schäfchenwolken auch Dinosaurierwolken und
auf dem Morgenrot stünde Coca-Cola. Was ich damit sagen will ist, dass es mir relativ unwahrscheinlich erscheint, dass der Mensch im Verlauf seiner langen Entwicklungsgeschichte ausgerechnet so markanten Objekten wie Felsen (die er bequem mit seinen Händen erreichen kann) unbeachtet gelassen haben soll. Mindestens ebenso unwahrscheinlich erscheint mir, dass jemand dessen Abendbeschäftigung sich in der Hauptsache darauf beschränkte zu schlafen, das Feuer zu bewachen und in die Sterne zu schauen nicht bemerkt haben soll, dass sich hinter den Felsen die Gestirne am Himmel bewegten. Und einige Gestirne zu ganz bestimmten Zeiten im Jahr immer wieder hinter der gleichen Felskuppe erschienen. Fand er diese Beobachtungsmöglichkeit an einem anderen Siedlungsplatz nicht vor, bildete er sie einfach nach.

Zu deinen Anmerkungen de kami:
Der zuständige Denkmalpfleger hat sich per Mail bereits gemeldet, ihm geht es aber vordergründig um das, wie er es bezeichnet: „Artefakt“. Dabei handelt es sich um den Feuersteinsplitter, den wir im Sturmbruch eines Waldes in der nähe der „Götterhand“ fanden.

Zu deinen Anmerkungen basti 79
Bei unseren Instrumenten zur Feststellung des Phänomens handelt es sich um einen Kompaß, eine Maurerschnur und einen Stellwinkel mit Stativ. Den Schöpfern der Anlage dürfte allerdings ein schattenwerfender Stock, als Instrument gereicht haben.
In zwei Wochen wird unsere Seite erweitert und mit neuen Objekten und neuen Informationen ergänzt Wir überlegen sogar eine Übersichtskarte mit den touristisch erschlossenen und daher in der Region bekannten Objekten ins Netz zu stellen um einen Überblick über die Verbreitung des Phänomens zu vermitteln.

Danke für eure Interesse
Götterhand

Sakslane 22.05.2007 09:38

RE: Ein Mysterium zu finden ist nicht das Problem - aber jemanden finden, der es dir glaubt!
 
Zitat:

Original von goetterhand
Mindestens ebenso unwahrscheinlich erscheint mir, dass jemand dessen Abendbeschäftigung sich in der Hauptsache darauf beschränkte zu schlafen, das Feuer zu bewachen und in die Sterne zu schauen nicht bemerkt haben soll, dass sich hinter den Felsen die Gestirne am Himmel bewegten. Und einige Gestirne zu ganz bestimmten Zeiten im Jahr immer wieder hinter der gleichen Felskuppe erschienen. Fand er diese Beobachtungsmöglichkeit an einem anderen Siedlungsplatz nicht vor, bildete er sie einfach nach.
Das stimmt natürlich, man hat schließlich einige dieser Anlagen gefunden, z.B. die Kreisgrabenanlage von Goseck. Ob in in welcher Weise die Steine an deiner Fundstelle bewegt und neu angeordnet wurden, müsste man natürlich klären.

basti_79 22.05.2007 16:07

Zitat:

Original von goetterhand
Bei unseren Instrumenten zur Feststellung des Phänomens handelt es sich um einen Kompaß, eine Maurerschnur und einen Stellwinkel mit Stativ. Den Schöpfern der Anlage dürfte allerdings ein schattenwerfender Stock, als Instrument gereicht haben.
Die Frage ging viel weiter: Wie kann man bei einer Vertiefung und einem Loch von Schätzungsweise 30cm Größe, die ein paar Meter voneinander entfernt sind, eine Gradgenaue Angabe einer Verbindungslinie messen? Die Abweichung, die sich ergibt, wenn man andere Stellen innerhalb der beiden Stellen auswählt, um eine Linie zu ziehen, dürfte ein Grad übersteigen...

Kannst du mal erklären, wie man bei diesem Aufbau:

http://www.gartenherold.de/G%F6tterhand%207%20mini.jpg

den Mondaufgang anpeilen soll? Wo stell ich mich hin, wo guck ich lang? Kannst du bei Gelegenheit mal ein Foto machen, das den Mond in der entsprechenden Position zeigt, oder mal die Objekte auf einer geeigneten Karte wiedergeben?

edit: bild ging nicht


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 20:55 Uhr.

Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2017 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.