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Desert Rose 21.05.2004 18:19

Tiere (für den Menschen) im Krieg
 
Zitat:

21. Mai 2004

KALTER KRIEG AUF BRITISCH


Kamikaze-Tauben sollten Russland angreifen

Der britische Sinn fürs Skurrile griff im Kalten Krieg auch unter Militärs vehement um sich. Wie aus jetzt veröffentlichten Geheimdienst-Dokumenten hervorgeht, wollten die Briten dressierte Kamikaze-Tauben als fliegende Biowaffen gegen Russland in Stellung bringen.

Als die Sowjets 1946 alles daran setzten, eigene Atomwaffen zu entwickeln, dachten sich die Briten eine neue, schreckliche Waffe aus, gegen die es keinen Schutz geben sollte: Brieftauben, umfunktioniert zu gefiederten Bomben, die ihre tödliche Fracht - in diesem Fall Sprengladungen oder Biowaffen - tief ins Reich des Gegners tragen sollten.

Geheimdienst-Dokumente, die jetzt von den britischen National Archives in Kew veröffentlicht wurden, brachten den skurrilen Plan ans Tageslicht. Wie die Zeitung "The Independent" berichtet, fußte der Plan des Luftwaffenoffiziers William Rayner auf der Studie eines Amerikaners. Der hatte behauptet, Tauben könnten zuverlässig auch Ziele finden, die sie nie zuvor gesehen hatten - mit Hilfe ihres Orientierungssinns, der sich nach dem Erdmagnetfeld richtet.

Die vom Radar nicht zu ortenden gefiederten "Bomber" sollten auf diese Weise kleine Ladungen von Explosiv- oder Biokampfstoffen in ihre Zielgebiete tragen. "Tausend Tauben jeweils mit einer 60 Gramm schweren Explosiv-Kapsel, die in Intervallen in einem spezifischen Ziel landen, können für eine ernste und unschöne Überraschung sorgen", zitierte der "Independent" aus den direkt nach Ende des Zweiten Weltkriegs erarbeiteten Dokumenten.

Eine eigens für die Zukunft der britischen Militär-Tauben eingesetzte Kommission schlug noch andere Tricks vor. So sollten die Kampfvögel mit neuartigen Ballons tief in feindliches Gebiet geschmuggelt, von Raketen abgeworfen werden oder sich mit Sprengladungen in gegnerische Suchscheinwerfer stürzen. Der Vorschläge wurde jedoch - kaum verwunderlich - als unrealistisch verworfen.

Hintergrund der Pläne war die Existenz zahlreicher Brieftauben in Diensten des Militärs während des Krieges. Die Vögel hatten Botschaften zwischen London und Geheimagenten im Ausland hin- und hertransportiert. Nach dem Krieg suchte man nach anderweitigen Möglichkeiten für deren Einsatz. "Es ist klar, dass es in der Taubenforschung keinen Stillstand geben wird; wenn wir nicht damit experimentieren, werden es andere Mächte tun", heißt es in den Papieren. Der Ausschuss zum militärischen Einsatz von Tauben wurde letztlich im Jahr 1950 aufgelöst.
Quelle


Das erinnert mich daran wie im Zweiten Weltkrieg Hunde, mit Sprengsätze beladen, unter Panzer geschickt wurden, um den Gegner auszuschalten.


Hier ein auszug aus einem Bericht:
Zitat:

http://www.wuff-online.com/pics/arti...9/26ehre01.jpg

Die „tauglichen“ Hunde wurden in „Kriegshundekursen“ für ihren Einsatz an der Front ausgebildet. Wichtige Einsatzbereiche im Kriegsdienst waren Schutz- und Wachdienst, Suche und Gefangennahme von versteckten gegnerischen Soldaten und Minensuche. Die Armee der Sowjetunion bildete Hunde zur Sprengung deutscher Panzer aus. Dazu wurden die Hunde während der Ausbildung unter Panzern gefüttert. Vor ihrem Einsatz ließ man sie einige Tage hungern und schickte sie dann mit einem Sprengsatz auf dem Rücken, der durch einen dünnen Metallstab gezündet wurde, zu den feindlichen Panzern, um diese zu sprengen.
Weiter hier über Hunde im Kriegsdienste

Scott82 22.05.2004 12:01

Weniger überraschend. Delphine wollte man schon als lebende Torpedos einsetzen.

Schäferhunde waren schon im 1. Weltkrieg als "Postbote" im Einsatz.

wicky10 17.11.2014 08:52

Das erinnert mich daran wie im Zweiten Weltkrieg Hunde, mit Sprengsätze beladen, unter Panzer geschickt wurden, um den Gegner auszuschalten.


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