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-   -   Insektensterben (http://forum.grenzwissen.de/showthread.php?t=24761)

HaraldL 22.12.2017 18:15

Insektensterben
 
Es heißt immer wieder, die Zahl der Insekten in Mitteleuropa ( nur dort?) würde abnehmen? Welche Arten sind konkret betroffen? Sind wirklich Spritzmittel die Ursache? Wenn ja, dann müßten unsere heutigen Pestizide wirkungsvoller sein als die persistenten Spritzmittel der 1950er Jahre, was ich kaum glaube, weil viele Insektenarten erstaunlich schnell resistent werden, gegen neue Spritzmittel.

Nobby Nobbs 28.12.2017 20:45

Soweit ich das nachvollziehen kann, sind die Ursachen noch nicht genau bekannt. Pestizide und vegetationsverändernde Stickstoffvebindungen werden hauptsächlich verantwortlich gemacht. Ich vermute auch noch Zerstörung des Lebensraums und allgemeine Umweltverschmutzung bis hin zu Licht- und Lärmverschmutzung. Süddeutsche
Allerdings gibt es unterschiedliche Ansichten zum Umfang des Rückganges.
Kritik

basti_79 28.12.2017 20:55

Das ist stark untertrieben. Strittig ist mitunter, ob es überhaupt ein entsprechendes Phänomen gibt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Insektensterben

Ich kann dazu einen Datenpunkt anbieten: Auf dem "Hirsefeldsteg" hier in Marburg (eine Fußgängerbrücke) leben scharenweise Spinnen (fast nur Kreuzspinnen). Die fangen die Insekten, die über der Lahn fliegen. Und die sind in den letzten Jahren weder weniger geworden, noch sieht es aus, als ob sie Hunger leiden würden...

Lupo 28.12.2017 22:20

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 223234)
Ich kann dazu einen Datenpunkt anbieten: Auf dem "Hirsefeldsteg" hier in Marburg (eine Fußgängerbrücke) leben scharenweise Spinnen (fast nur Kreuzspinnen). Die fangen die Insekten, die über der Lahn fliegen. Und die sind in den letzten Jahren weder weniger geworden, noch sieht es aus, als ob sie Hunger leiden würden...


Gefühlte "Wissenschaft"... :D

josian 29.12.2017 11:59

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 223234)
Das ist stark untertrieben. Strittig ist mitunter, ob es überhaupt ein entsprechendes Phänomen gibt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Insektensterben

Ich kann dazu einen Datenpunkt anbieten: Auf dem "Hirsefeldsteg" hier in Marburg (eine Fußgängerbrücke) leben scharenweise Spinnen (fast nur Kreuzspinnen). Die fangen die Insekten, die über der Lahn fliegen. Und die sind in den letzten Jahren weder weniger geworden, noch sieht es aus, als ob sie Hunger leiden würden...

Nun ja, das Vorkommen von Spinnen auf dem "Hirsefeldsteg" ist als Maßstab für das Insekten sterben weniger brauchbar, hierbei dürfte es sich um Rückzugsgebiete von bedrohten Arten handeln. Vielfahrer unter den Automobilisten dürfte allerdings aufgefallen sein , dass die Todesrate von Fluginsekten auf der Frontscheibe der KFZ immer geringer wird!
Sogar die treuesten CSU Anhänger , BMW&Porsche& Mercedesfahrer , erkennen dies.
Die Freude ist riesig , hier in Niederbayern😁

Leon300 05.01.2018 11:07

Man kann doch eigentlich sehen (fernab von der politischen Richtung), dass man es in Deutschland offenbar z. B. öfters mit dem Wiese mähen übertreibt. Das sind doch dann wie Wüsten für die Insekten, oder?

Oder wenn das Laub im Herbst runterfällt und man alle Blätter gnadenlos entfernt (Perfektion), dann soll das auch nicht so gut sein, schließlich versuchen dadurch Insekten auch zu überwintern.

Ich will damit aber nicht sagen, dass das die einzigen ultimativen Ursachen wären.

sunray 05.01.2018 22:46

Zitat:

Zitat von HaraldL (Beitrag 223064)
Es heißt immer wieder, die Zahl der Insekten in Mitteleuropa ( nur dort?) würde abnehmen? Welche Arten sind konkret betroffen? Sind wirklich Spritzmittel die Ursache? Wenn ja, dann müßten unsere heutigen Pestizide wirkungsvoller sein als die persistenten Spritzmittel der 1950er Jahre, was ich kaum glaube, weil viele Insektenarten erstaunlich schnell resistent werden, gegen neue Spritzmittel.

Hallo Harald
Ich kann dir dies liefern....
http://www.ufz.de/index.php?de=35329

Und kann dir aus jahrelangem Beobachten der Gewässer in der Umgebung auch sagen, dass die Stein, Köcher und Eintagesfliegen und Konsorten in der Tat immens zurück gegangen sind. Die Studie belegt tasächlich, dass die Pestizide dafür verantwortlich sind.

Tragisch, dass die betroffenen Insektenarten die Hauptnahrung vieler Fische und Vögel sind.

LG

HaraldL 06.01.2018 00:59

Aber die nervigen Stechinsekten entwickeln Resistenzen. Oder?

Acolina 11.01.2018 14:33

Na ja, es gibt, imho zu Recht, auch jede Menge Kritik an den Krefelder Daten:
Zitat:

Die gesammelten Daten sind so heterogen, dass sich daraus keine Verallgemeinerungen ableiten lassen: unterschiedliche Orte, unterschiedliche Zahl der Proben je Ort und/oder Jahr. In drei Jahren wurden gar keine Proben genommen. Die Lücken im Datenpool werden durch Schätzungen ersetzt. Nur beruhen diese Schätzungen auf bestimmten Grundannahmen, die ihrerseits erst einmal wieder begründet werden müssen. Das passiert in Hallmann et al. aber nicht. Es gäbe da einen Grundsatz, erklärt Prof. Krämer auf Nachfrage: “Garbage in – garbage out” – Wenn ich Unsinn reinstecke, bekomme ich auch Unsinn heraus.
Siehe dazu auch:
https://schillipaeppa.net/2017/11/17/insekten-zahlen/
https://schillipaeppa.net/2017/11/15/grossarths-furor/


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