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-   -   Fossilienbildung / Möglichkeit außerirdischer Artefakte (http://forum.grenzwissen.de/showthread.php?t=24467)

HaraldL 12.09.2017 20:00

Fossilienbildung / Möglichkeit außerirdischer Artefakte
 
Wie wahrscheinlich ist es eigentlich, daß ein lebender Organismus als Fossil endet, das Jahrmillionen überstehen kann?
Diese Frage ist auch in Hinblick auf Präastronautik interessant, denn es stellt sich die Frage, wie lange würde ein Landegerät, ähnlich unseren Marssonden, auf der Erde erhalten bleiben. Ich denke, spätestens eine Eiszeit würde es im betroffenen Gebiet vollständig platt machen, so daß es praktisch unmöglich wäre, herauszufinden, daß da ein Landegerät war. Aber vermutlich würde die Erosion schon vorher das Gerät zerstören.

Meiner Meinung nach wäre es daher NICHT möglich aus dem Fehlen einschlägiger Artefakte zu sagen, daß in den 4,5 Milliarden Jahren, seit denen die Erde existiert, nie ein Objekt einer extraterrestrischen Intelligenz gelandet ist. Oder?

basti_79 12.09.2017 21:00

Zitat:

Zitat von HaraldL (Beitrag 221248)
Wie wahrscheinlich ist es eigentlich, daß ein lebender Organismus als Fossil endet, das Jahrmillionen überstehen kann?

Nicht sehr (Ausnahmen wie Kreide nicht mitgezählt). Und dann muss das Fossil auch noch jemand finden. Von Archäopteryx ("dem Urvogel") sind z.B. 12 Funde bekannt.

Zitat:

Meiner Meinung nach wäre es daher NICHT möglich aus dem Fehlen einschlägiger Artefakte zu sagen, daß in den 4,5 Milliarden Jahren, seit denen die Erde existiert, nie ein Objekt einer extraterrestrischen Intelligenz gelandet ist. Oder?
"Absence of evidence is not evidence of absence" - etwa: "Mangel an Beweisen ist nicht Beweis eines Mangels". Dazu kommt noch der kritische Rationalismus.

Die ungewöhnliche Behauptung ist, dass es solche Artefakte gäbe. Diese müsste durch entsprechende Präsentation unterstützt werden.

http://www.wikiwand.com/de/Russells_Teekanne

HaraldL 13.09.2017 17:16

Wie lange dürfte eigentlich ein Landegerät ähnlich den Viking-Marslandern auf der Erde
a) funktionstüchtig
b) funktionsuntüchtig aber im wesentlichen ganz
c) die letzten Spuren davon
erhalten bleiben? Wäre nach 1 Million Jahre noch etwas übrig?

Llewellian 16.09.2017 09:05

Also die bisher ältesten Metallfunde sind ein Kupferbeil in Niedersachsen (4000 v. Chr) und Kupferschmuck in Jordanien (5100 v. Chr).

Und beide nur gefunden, weil sie jeweils in aussergewöhnlichen Umständen so begraben wurden, das fast kein Sauerstoff rankam und keine Feuchtigkeit.

Es kommt praktisch darauf an, aus was die Sonde ist und wo sie niedergeht.

Eisen hält keine paar hundert Jahre in einer Sauerstoffatmosphäre. Kupfer, Titan, Alu, Gold oder Blei hingegen....

...andererseits: Bei einem Materialmix aus versch. Metallen kommt es in einer feuchten Umgebung immer zum sogenannten "Batterieeffekt" und das edlere Metall wird das unedlere Metall in seiner Umgebung bei Kontakt durch die stärkere Elektronegativität oxidieren. Deswegen haben z.b Schiffe eine sogenannte "Opferanode" aus Zink unten am Rumpf. Auch Gasleitungen in der Erde haben an einer zentralen Stelle eine Opferanode, damit die entstehenden Kriechströme sich dort austoben...

Sagen wirs mal so... wenn das Ding nicht in der Atacama runterkam und von Sand verdeckt wurde, findet man sehr wahrscheinlich nach 10.000 Jahren nix mehr.

perfidulo 16.09.2017 10:17

Zitat:

Zitat von Llewellian (Beitrag 221282)
Eisen hält keine paar hundert Jahre in einer Sauerstoffatmosphäre. .

Es oxidiert, aber es ist nicht weg!
Man kann die Struktur der Eisenverbindungen immer noch am Ort finden.
Die Bergung und Konservierung ist nicht einfach. Noch schwieriger ist, diese Oxidstrukturen überhaupt als technisches Artefakt zu erkennen.
Keramik dürfte etwas halbarer sein. Was ist damit?

Llewellian 18.09.2017 16:16

Keramik ist spröder. In der Wüste würde es zerschliffen werden vom Wind/Sand, bei bewegtem Wasser zu runden Kieseln zerschlagen werden. Frost/Hitze würden es auch zerbröseln lassen.

Dafür müsste das schon im Schlamm vergraben sein. Und wenn das versteinert, ist es schwierig, es in einem Konglomeratsgestein zu erkennen.

perfidulo 18.09.2017 18:17

Zitat:

Zitat von Llewellian (Beitrag 221310)
Keramik ist spröder. In der Wüste würde es zerschliffen werden vom Wind/Sand, bei bewegtem Wasser zu runden Kieseln zerschlagen werden.

Das wäre bei Metall auch so. Aber Keramik korrodiert nicht. Und Fossilien haben den Charme vergraben zu sein, wie der Name andeutet.

HaraldL 19.09.2017 02:05

Wie lange wäre eigentlich ein in einem Kunststoffgehäuse vergossenes Halbleiterbauelement als solches erkennbar? Wie lange wären Objekte aus Metallen mit hoher Passivierungsneigung wie Aluminium, Titan, Tantal oder Wolfram als solche erkennbar und wie lange Objekte aus Edelmetall?

Spiritus Sancti 30.09.2017 16:00

Warum sollten Außerirdische höher entwickelt sein als Menschen? Schließlich entstammen die Marsmännchen aus der selben Zeitlinie wie wir.

querdenkerSZ 01.10.2017 11:14

[quote][/QWarum sollten Außerirdische höher entwickelt sein als Menschen? Schließlich entstammen die Marsmännchen aus der selben Zeitlinie wie wir. UOTE]
hmja und waren wir schon mit Astronauten auf dem Mars...........waren wir schonmalausserhalb unseres Sonnensystems ......wenn Aliens auf der Erde sind oder waren müssen sie zwangsweise höher entwickelt sein sonst könnten sie nicht hier sein oder?


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