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basti_79 19.08.2017 17:16

Die Turboslawen
 
In Polen breitet sich gerade eine ziemlich krude VT aus. Daran kann man gut erkennen, wie mit Geschichtsschreibung politische Ideologien begründet werden, und wie wirksam solche Mythen sein können.

Inhaltlich besagt die VT, dass schon um 70.000 vuZ in einem Reich namens Gobi Indo-Arier regiert hätten. Irgendwann wurden daraus dann Slawen, die Lechland (Proto-Polen) regiert hätten und dem römischen Reich ernsthafte Konkurrenz gemacht hätten. Bis Mieszko I. dann um 960 Lechien durch Konversion zum Christentum an das HRR (also die Deutschen) verraten hätte.

Mateusz Fafinski kommt zu dem Schluss, dass Historiker solche Mythenbildungen bekämpfen müssten, scheint aber keine Werkzeuge zu kennen, das zu tun. Das verwundert. Immerhin teilen Historiker immer wieder mit, dass Verschwörungstheorien nichts neues seien. Warum hat man in den letzten 70 Jahren keine Gegenmittel gefunden?

https://mfafinski.github.io/Turboslavs/

derwestermann 08.12.2017 18:09

Wie die Israelis, die kopieren auch einige Methoden der Nazis um die Palästinenser zu unterdrücken.
Wieso, so was heute immer noch funktioniert, wird mir immer ein Rätsel bleiben.

basti_79 08.12.2017 20:40

Zitat:

Zitat von derwestermann (Beitrag 222743)
Wie die Israelis, die kopieren auch einige Methoden der Nazis um die Palästinenser zu unterdrücken.

Hä? Was ist denn da der Zusammenhang?

Zitat:

Wieso, so was heute immer noch funktioniert, wird mir immer ein Rätsel bleiben.
Eigentümlich. Das ist doch offensichtlich.
  • Zaun drum und Saft abdrehen funktioniert immer
  • Todesdrohung funktioniert immer
  • Opferrolle funktioniert immer
  • Ignoranz funktioniert immer
  • Autorität funktioniert immer

Die interessante Frage ist, wie so oft, warum dieser seit mehr als 70 Jahren schwelende Konflikt nicht gelöst werden konnte.

derwestermann 09.12.2017 14:43

[quote=basti_79;222748]Hä? Was ist denn da der Zusammenhang?

Einen mystischen Kult um die Arier aufzubauen, das haben die Nazis ja versucht. Und dann haben sie sich einfacher Unterdrückungsmethoden bedient, gedeckt von denen, die den Kult aufgenommen haben.
Bei den Juden ist der Holocaust keine mystische Geschichte, sondern bittere Geschichtswahrheit, aber auf dem Boden des Holocaust bedienen sie sich ähnlicher Methoden wie die Nazis, gedeckt von denen, die glauben, dass man sowas machen kann, wenn man einen neuerlichen Holocaust damit vermeintlich verhindern kann.

basti_79 09.12.2017 15:17

Den Zusammenhang zu den vorgeschlagenen Themen meinte ich.

derwestermann 10.12.2017 19:17

Naja, entweder man beruft sich auf vermeintliche Größe, die man mal hatte und wiedergewinnen sollte, oder eine Opferrolle, die man nicht wieder einnehmen will. In beiden Fällen werden irgendwelche Historien verwendet um die eigene Vormachtstellung zu begründen.
Beispiel: Ich sitze in Alabama in einer Bar und werde von einem Kroaten vollgetextet, der mir erzählt, dass sie von den Habsburgern sechshundert Jahre unterdrückt wurden, aber nun ist Schluss damit und Kroatien kann wieder zu alter Größe zurückfinden. Warum?
Und mir missfällt immer, dass diejenigen, die da von Jahrhunderte langer Unterdrückung faseln, selbst nie dabei waren, also selbst gar nicht unterdrückt wurden. Ebenso wenig wie die, die von der anderen Seite argumentieren, im Sinne von ja damals...etc.


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