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Acolina 28.02.2014 18:56

Problemfall Religion
 

Problemfall Religion: Ein Kompendium der Religions- und Kirchenkritik
Zitat:

Wenn Religion zum Problem wird: Skandale um maßlose Verschwendung oder sexuellen Missbrauch, unzeitgemäße Einstellungen zur Rolle der Frau, Verhütung oder Homosexualität, beschämende Positionierung im Nationalsozialismus und anderen faschistoiden Diktaturen die Kirchen stecken tief in der Krise. Die ununterbrochene Kette gravierender Desaster macht es unmöglich, das angebliche überstrahlende Gute zu sehen. Gerhard Czermak geht mit dem Problemfall Religion hart ins Gericht: Seine Anklage gegen insbesondere die christlichen Kirchen ist so breit aufgestellt wie bestürzend konkret untermauert. Dabei wirbelt er nicht bloß Staub aus längst vergangenen Zeiten auf, sondern bringt auch aktuelle Fakten ans Licht, die selbst Gläubigen noch gänzlich unbekannt sein dürften. Aber wen wundert das schon die Kirchen leben eben von der Unkenntnis ihrer Anhänger.
Bei “Nics Bloghaus” findet sich eine ausführliche Rezension.

Mehr zum Autor, Dr. Gerhard Czermak, bei der Giordano-Bruno-Stiftung
.

Mein erster Eindruck vom Buch, nachdem ich ca. ein Drittel gelesen habe: Sehr informativ, übersichtlich strukturiert und gut zu lesen! Kaufempfehlung! :)

Altfrid II. 01.03.2014 00:28

Zitat:

Zitat von Acolina (Beitrag 187664)

Nun, dass von einem Mitglied des Beirates der "Giordano-Bruno-Stiftung" keine objektive Darstellung oder gar Analyse erwartet werden darf, wird niemanden überraschen.

Formulierungen wie:

Zitat:

Vorzugsweise christliche Theologen geben sie dann als Wissenschaft aus und sind beleidigt, wenn man der Theologie den Wissenschaftscharakter abspricht.”
oder

Zitat:

Der wissenschaftlich-vernünftige Denkende,
der (so darf man wohl ergänzen) natürlich Atheist ist

oder

Zitat:

u denken sollte dabei geben, wie sehr die Religionen den ideologischen Zugriff auf die Menschen von klein auf betreiben [als wenn Atheisten vom Schlage eines Michale Schmidt Salomon das nicht auch täten], wobei ihre Führungspersonen fast ausschließlich eigene Interessen verfolgen und das selbständige Denken behindern.
der gefette Teil ist nun wirklich Unsinn (und bestenfalls ein unqualifiziertes Klischee, aber ein gern genommenes Scheinargument von Atheisten im Stile eines MSS, den ernst zu nehmen mir nun wirklich schwer fällt)

belegen dies anschaulich.

Gute Nacht.

Acolina 01.03.2014 00:57

Nimms mir nicht übel, Altfrid, aber dass es bei Kirchenfreunden (oder wie man ihr Nahestehende auch nennen möchte) keine Begeisterung auslöst, ist mir klar ;) Ich machte mir auch Sorgen, wenn dem nicht so wäre ;)

Muss ja auch keiner lesen. Aber drüber urteilen, bevor man es gelesen hat... Nunja ;)

Was ich bisher las, finde ich sehr zutreffend, natürlich sehe ich das aus einer anderen Perspektive als du. Sind mir da auch wohl andere Dinge wichtig als dir. Deshalb sehe ich da oben wohl auch keinen Beleg, wo du einen siehst ;)

Was ernst nehmen angeht, was meinst du, wie schwer es mir fällt, so manchen Religiösen, insbesondere aus der Führungsetage, ernst zu nehmen. Insbesondere, wenn sie ganzjährig wie zur Fastnacht rumlaufen ;) Alte Männer mit komischen Hüten und so ;) Und wenn sie anfangen zu reden, fällt es mir noch schwerer... Wenn es danach geht...

Lawrence P. W. 01.03.2014 01:39

Danke Altfried, du beschreibst das schon treffend - und ich dachte immer ich sei hier der verblendete Fanatiker.
Aber die lesbaren Seiten ersten 18 des Buches... unterste Schublade und klischeebedienendes Stammtischniveau.

Aco, Aco ich wünschte deine Scheuklappen würden sich endlich mal wegfalten...

Acolina 01.03.2014 01:43

Zitat:

Zitat von Lawrence P. W. (Beitrag 187670)
Aco, Aco ich wünschte deine Scheuklappen würden sich endlich mal wegfalten...

Was meinst du, was ich das umgekehrt bei dir wünsche! ;) Würde ich beten, käme ich zu nix anderem mehr diesbezüglich :p

Altfrid II. 01.03.2014 10:52

Liebe Acolina, übel nehme ich Dir das nicht. Und Du hast recht, wenn Du davon ausgehst, dass ich das Buch nicht gelesen habe. Mein Urteil basiert auf den Zitaten in der von Dir verlinkten Rezension, die man in dieser Form und Inhalt auch anderswo lesen kann.

Und da frage ich mich dann immer, ob die Schreiber das wirklich so meinen und woher diese ihr Wissen beziehen. Etwa beim Urteil über die Wissenschaftlichkeit von Theologie. Und Aussagen wie "die Kirche" strebe nach Macht und deren Erhalt, sie indoktriliere die Gläubigen und hindere diese am freien Denken.

Das verkennt die Realität in großen Teilen, denn weder Machterhalt noch böswilliges "Vordenken" sind Ziele der RKK oder der EKD.

Ich zum Beispiel fühle mich weder indoktriniert, noch werde ich am Denken gehindert. Erst recht nich am kritischen.=) Und auch die Arbeit zahlloser Seelsorger und Seelsorgerinnen zielt nicht auf Machterhalt oder Machterwerb, sondern auf hulfe beim Leben und Sterben, wenn es sein muss. Vor diesen Menschen habe ich großen Respekt, da ich ihre Arbeit nicht machen möchte. Wäre mir zu schwer. Und diesen Respekt vermisse ich dann in Aussagen, wie den oben genannten.

perfidulo 01.03.2014 11:40

Zitat:

Zitat von Lawrence P. W. (Beitrag 187670)
Aber die lesbaren Seiten ersten 18 des Buches... unterste Schublade und klischeebedienendes Stammtischniveau..

Ich kann praktisch das ganze Buch sehen (vielleicht der Atheisten-Bonus) und finde es durchaus lehrreich.
Aber Du kannst ja mal Deine Schüler entscheiden lassen.

Lawrence P. W. 01.03.2014 17:42

Gute Idee...

Nik 05.03.2014 12:37

Zitat:

Zitat von Acolina (Beitrag 187671)
Was meinst du, was ich das umgekehrt bei dir wünsche! ;) Würde ich beten, käme ich zu nix anderem mehr diesbezüglich :p

Wurde dir früher mal Religion aufgezwungen, du wetterst ziemlich gegen sie? Die ist allerdings nicht das Basis-Problem, sondern die Menschen, welche anderen ihre Erwartungen aufzwingen wollen.

Groschenjunge 05.03.2014 14:17

Hi,

Zitat:

Zitat von Nik (Beitrag 187789)
Die ist allerdings nicht das Basis-Problem, sondern die Menschen, welche anderen ihre Erwartungen aufzwingen wollen.

Mal ungeachtet dessen, das Aco primär nur gleiche Behandlung fordert, verstehe ich deinen obigen Einwand nicht. Wie kannst du die Religion vom Menschen lösen? Es sind aus meiner Sicht immer die Menschen, die handeln. Sie schieben lediglich die Verantwortung ihrer Taten von sich weg, in dem sie behaupten, Gott (oder Odin :D ) habe sie erwählt/gezwungen ..., das zu tun.

-gj


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