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-   -   Hochgeschwindigkeitsmeteorite (http://forum.grenzwissen.de/showthread.php?t=19621)

HaraldL 03.01.2014 01:59

Hochgeschwindigkeitsmeteorite
 
Meteorite, die wesentlich schneller als "normale" Meteorite in die Erdatmosphäre eindringen, wären nach http://what-if.xkcd.com/20/ wesentlich gefährlicher als herkömmliche Meteorite gleicher Größe. Gibt es Anzeichen dafür, daß Körper unseres Sonnensystems schon von derartigen Objekten getroffen wurden?
Eine natürliche Quelle für derartige Objekte können enge Doppelsterne aus Neutronensternen oder Schwarzen Löchern sein. Wenn sich diesen ein Asteroid nähert, kann er beim Vorbeiflug durch ein Swing-By Manöver enorm beschleunigt werden, wobei er bei nahen Vorbeiflügen auch durch Gezeitenkräfte zerrissen werden kann. Könnte nicht ein enges Paar von Schwarzen Löchern einen Asteroiden fast auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen?
Selbstverständlich könnten Hochgeschwindigkeitsmeteorite auch das Ergebnis misslungener interstellarer Raumfahrtmissionen außerirdischer Zivilisationen sein.

Könnten wir überhaupt Asteroiden, welche mit mehreren tausend Kilometern pro Sekunde ( oder gar noch schneller) durch das All fliegen, detektieren?

Llewellian 03.01.2014 13:54

Solange ein Objekt nicht mit Lichtgeschwindigkeit fliegt, kann man es sehen.

Bei Asteroiden ist es halt wie üblich die Albedo, die bestimmt ob man es sehen kann oder nicht.

Hochgeschwindigkeitsasteroiden - warum nicht. Könnten ja mitbeschleunigt worden sein als Teil des Planetensystems von HVS z.b dem da: RX_J0822-4300

wie http://en.wikipedia.org/wiki/RX_J0822-4300

Aber ob man solche Einschläge von etwas anderem auseinanderhalten kann? Ich glaube nicht.

Wie schon auf der XKCD Seite dargelegt, ab einer bestimmten Energiemenge ist es Planetenzerstörend. Und wenn man es nicht direkt beobachtet hat vor dem Einschlag, kann man es hinterher auch nicht mehr sagen - denn es könnte ja auch einfach nur ein grösseres, langsameres Objekt gewesen sein. Kratermässig gibts da keinen Unterschied mehr - denn ein Krater wird nicht von der Objektgrösse, sondern der am Ort freigesetzten Energie bestimmt.


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