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aule 29.03.2013 18:03

Zukunft der Menschheit
 
Hallo Ihr Leute.
Heute will ich mal ein neues Thema anschneiden.
Wie stellt Ihr euch die Zukunft der Menschheit vor? Wohin soll die Reise gehen? Welche Gesellschaftsform ist die, die es in der Zukunft geben soll?
Diese Themen sollen Eure Fantasien anregen und durch unsere Vorstellung beeinflussen wir ja auch die Zukunft. Wir haben dass Glück in Relativ kurzer Zeit schon viel Erfahrung gesammelt zu haben. Ich kam auf die Idee, als ich alte Zeitschriften der 60iger las und die Vorstellung über unsere Zukunft war dort schon recht konkret.:]

Der Phoenizier 29.07.2013 18:04

Vielleicht ist folgender Link ganz hilfreich:
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-913612.html

Wenn es nicht gelingt, die beschriebene Krise zu überwinden, dann sehe ich schwarz für die Zukunft. Das größte Problem besteht darin, dass sich Politiker in solchen Fragen nie einig werden.

Skarabäus 30.07.2013 11:58

Zitat:

Zitat von aule (Beitrag 172185)
Wie stellt Ihr euch die Zukunft der Menschheit vor?

Der letzte Mensch würde bestimmt Krause heißen, denn wie heißt es so schön, Gott sah mit Krausen in die Tiefe.

Die Zukunft der Menschheit wird einmal bestimmt werden von seiner Bevölkerungsanzahl und diese am Leben zu halten. Diese Problematik dürfte in den nächsten hundert Jahren zum Weltthema Nummer Eins werden.

Wenn es eng auf der Welt im Bezug auf die dazu benötigten Ressourcen wird, dann werden auch politische Entscheidungen dem automatisch angepasst werden müssen. Wie diese aussehen bzw. ausgesehen haben sollten ja hinlänglich bekannt sein.

Hier ist nicht mehr die Frage von Bedeutung welche politische Ausrichtung das System hat, sondern einzig und allein, die Vernunft zählt.

Bisher gab es kein System in der Menschheitsgeschichte welches geeignet gewesen wäre dieses Dogma zu erfüllen. Es war auch nicht notwendig, da alles im überschaubarem Rahmen lag.

Der Begriff "Vernunft" umschließt ein weites Feld und trägt nicht nur Positives in sich. Die Weltbevölkerung wird in Zukunft explosionsartig zunehmen und dann wird der Begriff Vernunft eine ganz andere Bedeutung bekommen.

Ethische und moralische Ansichten und Werte müssen neu überdacht und den unausweichlich kommenden Gegebenheiten angepasst werden. Die Frage ist nur, wer ist dazu bereit, nämlich freiwillig keiner.

Momentan ist man ja noch einigermaßen in der Lage die Sache im Griff zu haben. Es gibt zwar keine Kriege mehr in dem Sinne wie man sie kannte aber die Unruheherde bleiben und haben nur ihren Charakter geändert.

Es wird auch in Zukunft kein System geben welches allen gerecht wird, denn das ist und bleibt eine Utopie.

Man wird weiterhin so recht und schlecht dahin wurschteln und bedacht darauf sein, dass man seinem Nachbarn nicht allzu sehr auf die Füße tritt und das bis zum bitteren Ende.

aule 30.07.2013 12:42

Dieser meinung kann man sich nur anschließen. In rußland zum beispiel, demonstrieren viele gegen puttin, dieser macht aber fast alles richtig, um so ein riesen land zusammen zu halten. Dies kann man nicht mit anderen ländern vergleichen. So zieht es sich um die ganze welt, immer den gegebenheiten anpassend. Der kampf um die letzten resourcen hat aber schon längst begonnen.

Der Phoenizier 30.07.2013 15:45

Zitat:

Zitat von Skarabäus (Beitrag 176997)
Die Zukunft der Menschheit wird einmal bestimmt werden von seiner Bevölkerungsanzahl und diese am Leben zu halten. Diese Problematik dürfte in den nächsten hundert Jahren zum Weltthema Nummer Eins werden.

Wenn es eng auf der Welt im Bezug auf die dazu benötigten Ressourcen wird, dann werden auch politische Entscheidungen dem automatisch angepasst werden müssen. Wie diese aussehen bzw. ausgesehen haben sollten ja hinlänglich bekannt sein.

Hier gebe ich dir leider in negativem Sinne recht. Der Kampf um Ressourcen wird heute schon unter dem Deckmantel von Ideologien geführt. Übrigens gibt es ein historisches Beispiel, das zeigt, wie es nicht funktioniert. Ich meine den dreißigjährigen Krieg in Deutschland. Zuerst gab es die kleine Eiszeit, dann Missernten und die Lebensmittel wurden knapp. Unter dem Vorwand "katholisch" oder "protestantisch" zeigten die Landknechte, was sie unter "Anpassung" verstanden. Wenn man selbst keine Ressourcen mehr hat, dann raubt man den Nachbarn aus. Weil es heute noch widersprüchliche Ideologien gibt, befürchte ich das Schlimmste. Eine sinnvolle Verteilung setzt voraus, dass sich Staaten und Regierungen über Parteigrenzen hinweg einig werden. :eek:

Skarabäus 30.07.2013 17:50

Zitat:

Zitat von Der Phoenizier (Beitrag 177020)
Übrigens gibt es ein historisches Beispiel, das zeigt, wie es nicht funktioniert.

Man muss nicht tiefgründig in die Geschichte eintauchen um sich die Entwicklung der Menschheit vor Augen zu führen.

Der Mensch unterscheidet sich vom Tier, indem er neben vielen anderen Eigenschaften in der Lage ist, zu denken und damit humanverträglich mit seinesgleichen umzugehen.

Das erste Gesetzbuch wenn man es so nennen will, sind die 10 Gebote, welche man in der Bibel nachlesen kann.

Das sogenannte "Verhalten" in der Gemeinschaft, wurde einfach ausgedrückt, zur Religion erklärt und jedem auferlegt welcher sich dieser anschloss.

Damit war gewährleistet das gegenseitige Achtung und damit ein friedliches Nebeneinander möglich wurden, sieht man mal von irgendwelchen Eroberungsquerelen ab.

Dieses Prinzip ist zwar sehr angenehm für das Individuum Mensch aber im weiteren Sinne auch gegen die Natur des Lebens überhaupt.

Der Mensch ist durch sein Bewusstsein in der Lage, sich gegen alle möglichen Gefahren des biologischen Miteinander zu wehren und zu schützen.

Das Ergebnis ist, er kann sich ungehindert vermehren ohne das seine Population ernsthaft in Gefahr gerät. Die stetigen Errungenschaften in der modernen Medizin beschleunigen sogar noch diesen Prozess.

Das ist schön für ihn, doch sein Lebensraum wächst nicht mit. Das Gleichgewicht zwischen Futter und Futterverwerter wird immer anfälliger und wird letztendlich unwiederbringlich zerstört.

Unter Futter muss man natürlich auch alles andere verstehen wie Lebensraum, Energieverbrauch, Umwelt und vieles mehr.

Die Folge ist, wenn nicht gravierende Maßnahmen weltweit eingeleitet werden, dass die Menschheit zwangsläufig ihrem Untergang entgegen segelt.

Dieses Szenarium mag aus heutiger Sicht vielleicht etwas übertrieben erscheinen aber in hundert Jahren garantiert nicht mehr.

Nun steht die Menschheit vor der wirklich wichtigen " Weltformel " wie soll diese entwickelt und zum positiven für unsere Zivilisation gelöst werden. Ist diese denn überhaupt lösbar?

Eure Meinungen sind gefragt.

Skarabäus 05.08.2013 11:16

Eine ausbleibende Beteiligung war zu erwarten, denn dieses Thema ist sehr heikel und sicher nicht einfach zu diskutieren.

Nennen wir es doch mal beim Namen, bagatellisieren es nicht und reden wir nicht drum herum.

Keine Tierpopulation hätte Jahrmillionen überlebt, wenn diese nur ein Quäntchen Geist gehabt hätte. Der Verstand des Menschen, ist im übertragenen Sinne, sein eigener Sensenmann.

Wir wollen natürlich nicht leben wie ein Tier, aber wir müssen unsere moralischen und ethischen Ansichten neu überdenken. Humanität wie wir sie heute leben trägt nicht zur Gesunderhaltung und dem Fortbestand der Menschheit bei.

Im Gegenteil, das Problem wird dadurch noch verschärft, dessen sollte man sich bewusst sein.

Nun, eine Welt ohne medizinische Versorgung ist genauso undenkbar wie die Versorgung mit Lebensmitteln, Kleidung und Energie.

Wie kann man diesem Widerspruch aus dem Weg gehen, könnte es eine humane Lösung geben?

Kaum, sind wir doch mal ehrlich, wer lässt schon vorzeitig aus dem Leben nehmen um seine Art zu erhalten? Das funktioniert nicht, es sei denn dieser Mensch hat andere Gründe.

Der andere Weg wäre eine Geburtenregelung. Auch das ist schwer zu bewegstelligen. Dies dürfte in der dritten Welt nicht zu kontrollieren sein.

Die Erde zu verlassen dürfte ebenfalls unmöglich sein, da nützt die ganze Planetensucherei nichts.

Fazit, die Weltbevölkerung steigt, wenn vielleicht auch langsamer, aber stetig weiter an. In zwei bis maximal dreihundert Jahren, vielleicht auch schon viel eher wird die Menschheit an ihre Existenzgrenze gekommen sein wo nichts mehr geht.

Werden in Zukunft wieder Kriege entscheiden müssen, das Überleben der Menschheit zu sichern, oder geht die Menschheit wirklich ihrem Untergang entgegen?

Es ist wirklich schwer vorstellbar wie das Problem sozialverträglich gelöst werden soll. Noch merkt es die westliche Welt nicht allzu sehr, aber die Völkerwanderungen aus der dritten Welt dürften nicht zu übersehen sein.

perfidulo 05.08.2013 12:09

Zitat:

Zitat von Skarabäus (Beitrag 177035)
Das ist schön für ihn, doch sein Lebensraum wächst nicht mit. Das Gleichgewicht zwischen Futter und Futterverwerter wird immer anfälliger und wird letztendlich unwiederbringlich zerstört.

Zum einen ist die Effizienz der Landwirtschaft (Hektarerträge) enorm gewachsen und kann durch Mehrfrucht-Anbau weiter gesteigert werden. Von Algen nicht zu reden.

Ungefähr die Hälfte der Biomasse global wird als Tierfutter eingesetzt. Direkt als Lebensmittel weniger als ein Viertel. Durch Reduzierung von Fleisch ist ein enormer Schub zu erreichen.

Die 10 Gebote waren durchaus nicht das erste Gesetz.

Acolina 05.08.2013 12:49

Zitat:

Zitat von perfidulo (Beitrag 177626)
Ungefähr die Hälfte der Biomasse global wird als Tierfutter eingesetzt. Direkt als Lebensmittel weniger als ein Viertel. Durch Reduzierung von Fleisch ist ein enormer Schub zu erreichen.

Tiere, vor allem auch Wiederkäuer, nutzen wir zur Veredlung für uns unnutzbarer Nahrung. Zu gut deutsch: Sie fressen ganz überwiegend Dinge, die wir nicht verdauen können, Abfälle unserer anderen Nahrungsmittelproduktion usw. und veredeln diese zu einem leckeren Steak ;)

Dass, wenn wir alle vegan lebten, niemand mehr hungern müsste, ist wohl eher eine Milchmädchenrechnung.

Was sicher gegen Hunger helfen würde, ist, Nahrungs- und Futterpflanzen nicht zu Biosprit etc. zu verarbeiten, denn der nutzt weder Mensch noch Tier als Nahrung. Aber auch, Spekulation auf Nahrungsmittel verhindern, Märkte vor Ort nicht kaputt machen, regionaler wirtschaften und weniger weg schmeißen, stabile, demokratische Verhältnisse statt Vetternwirtschaft und Korruption und, und, und...

Siehe auch: Den Braten gerochen

perfidulo 05.08.2013 15:34

Zitat:

Zitat von Acolina (Beitrag 177629)
Tiere, vor allem auch Wiederkäuer, nutzen wir zur Veredlung für uns unnutzbarer Nahrung.

Was sicher gegen Hunger helfen würde, ist, Nahrungs- und Futterpflanzen nicht zu Biosprit etc. zu verarbeiten,

Das ist leider die übliche Konfusion. Weidetiere brauchen eigentlich kein Futter vom Acker. Sie bekommen es dennoch.

In den Statistiken ist der Biospritanteil schon herausgerechnet. Die EU importiert im Größenordnungen mehr Soja für Hühner, Schweine und Rinder als für Biodiesel.

Ähnlich bei Palmöl für Waschpulver, Seife und Margarine. Nur das Palmöl als Treibstoff wird argwöhnisch beäugt. Dabei ist hier zumindest das Prinzip einer Kontrolle installiert. Bei allen anderen Verwendungszwecken gibt es keine Kontrolle ob Regenwald abgeholzt wird.

Es war ein wichtiger Schritt, daß so langsam anerkannt wird, daß jede Verwendungsform den gleichen Restriktionen zu unterliegen hat.


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