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Sakslane 21.08.2010 12:10

Ah, sorry, das war ein Missverständnis meinerseits. Ich hatte mich dabei auf einen hellen Astronauten bezogen - der wird abgestoßen und fällt nach oben.

Wenn alles dunkel ist (und zwar "vom gleichen dunklen Typ" - denn es gibt ja N - 1 verschiedene Sorten von dunkler Masse), dann ist die Situation genau die gleiche wie in dem Fall, dass alles hell ist, also ganz genau so, wie wir es gewohnt sind. Der Astronaut und die Rakete werden angezogen.

MJ01 21.08.2010 14:28

@Sakslane

Also ich muss mich wirklich entschuldigen, dass ich Dir laufend Deine kostbare Zeit stehle, und Beruf geht schließlich bevor!
Und ich erwarte hier und jetzt auch nicht so schnell eine Antwort.

Somit alles klar.
Aber wir hätten dann wieder das Problem:
Zitat:

Ich sehe die Massen von unserer Seite aus (heller Beobachter blickt auf "dunkle Kopie" -wenn er es also theoretisch könnte und einen "Antiphotonenrezeptor" hätte).
Auf den dunklen Astronauten lastet die negative Schwerkraft. Also -m_a=-m_p. Dann startet die Rakete, die Trägheit presst den Astronauten in den Sitz, also -m_a=-m_i
Kurze Frage dazu und vielleicht ist diese Frage Basis zur Lösung des Problems:
Beim Start der Rakete auf unsere Materie (normaler Planet, Raumschiff, Astronaut, Beobachter) ist m_a=m_p=m_i positiv.
Wie siehst Du m_i wenn die Rakete mit nach vorne gerichteten Düsen abgebremst wird, auch positiv?
Umkehrschluss:
Zitat:

Würde man sowohl die schwere als auch die träge Masse umkehren, würde folgendes passieren: Eine negative Masse wird von einer positiven abgestoßen. Weil aber auch ihre träge Masse negativ ist, reagiert sie auf diese abstoßende Kraft genau entgegengesetzt, bewegt sich also auf die positive zu.
MfG

MJ

Sakslane 21.08.2010 15:41

Mir ist nicht ganz klar, wie du auf die Gleichung -m_a = -m_i kommst, im Zusammenhang mit der startenden Rakete. Damit hat die aktive Gravitationsmasse m_a, die ein Gravitationsfeld erzeugt, eigentlich nichts zu tun. Also, gehen wir die Sache einmal im Detail durch.

Ich bezeichne mal mit M die Masse des Planeten, mit m die des Astronauten (bzw. des Astronauten und der Rakete). Für einen dunklen Planeten ist M_a negativ, ebenso ist für einen dunklen Astronauten m_p negativ. Das bedeutet, der Planet erzeugt ein "umgekehrtes" Gravitationsfeld, das helle Materie abstößt, aber weil der Astronaut "dunkel" ist, wirkt auf ihn eine anziehende Kraft. Halten wir also fest: Die beiden Vorzeichen von M_a und m_p sind beide negativ, deshalb kürzen sie sich raus und die Kraft wirkt nach unten.

Wenn nun die träge Masse m_i des Astronauten auch negativ wäre, würde er auf die nach unten gerichtete Kraft mit einer Beschleunigung nach oben reagieren! Die Kraft wirkt nach unten, aber für die Beschleunigung gilt m_i a = F, also beschleunigt ein Astronaut mit negativer träger Masse m_i entgegen der Kraft, die auf ihn wirkt. Genau das soll aber nicht passieren.

Das gleiche gilt für das System aus Rakete und Astronaut: Wenn ihre träge Masse m_i negativ ist, fallen beide nach oben, obwohl die Kraft nach unten zeigt. Die Rakete fliegt immer genau der Richtung der Kraft entgegen, die auf sie wirkt.

Vielleicht habe ich die Rolle von m_i nicht genau genug erklärt. m_i ist nicht von der Kraft abhängig, die auf ein Objekt wirkt, auch nicht von der Beschleunigung. m_i ist eine Eigenschaft des Objekts selbst. Diese Eigenschaft sagt aus, wie ein Objekt auf die Wirkung einer Kraft reagiert.

MajorTom 21.08.2010 16:46

@MJ01 & Sakslane

Man kann ja schon ein paar mal um die Ecke denken um z.B. nicht nicht Nichtiges nicht zu nichtigen oder auch nicht - so kommt mir das ein bißchen vor - die einfachste Modellvorstellung scheint es gerade nicht zu sein mit euren hellen & dunklen Typen - Antigravitative oder abstoßende Wirkungen könnte bei entsprechenden "Verdrillungen(*)" jede Materie - Antimaterie haben, recht in sich geschlossen & widerspruchsfrei:confused:, also:

Abstoßend oder Anziehend: Materie - Materie, AntiM. - AntiM., Materie - AntiM. vergleichbar vielleicht mit der Eigenschaft entgegengesetzter Ladungen ? Na & ;)?

(*) ... höherdimensionale:et2: --> Freiheitsgrade:D

-MfG- MT

MJ01 22.08.2010 10:45

@Sakslane
Ich denke jetzt hat es bei mir klick gemacht. Der entscheidene Satz ist:
Zitat:

m_i ist nicht von der Kraft abhängig, die auf ein Objekt wirkt, auch nicht von der Beschleunigung. m_i ist eine Eigenschaft des Objekts selbst
Ich bin von einer "potentiellen Trägheitsmasse" ausgegangen, die sich aus einerseits der Erdbeschleunigung und andererseits aus der Beschleunigung der Rakete ergibt. Diese "potentiellen Trägheitsmasse" m_pt wäre dann m_E + m_B.
In Ruhe wäre m_E = M_a und m_B = 0. Bei der Beschleunigung würde m_E entsprechend der Entfernung vom Planeten sinken und m_B entsprechend der Energie, die die Raketentriebwerke in die Rakete/Astromaut stecken größer. Zum Schluss (nach Bremsschluss) wäre m_E vernachlässigbar, und m_pt würde sich primär aus der Geschwindigkeit der Rakete definieren.
m_pt wäre somit für einen "hellen" Beobachter bei "heller" Materie positiv und bei "negativer Materie" negativ. Weil sonst ein "dunkler" Beobachter diese Masse m_pt negativ sehen würde, und das darf er auf keinen Fall, er muss "seine dunkle" Masse natürlich positiv sehen. :eek: Hallo @MajorTom!! Also irgendwie kommt mir das wie Ildefonso vor.:et2:
m_pt ist aber dadurch auf keinen Fall gleich m_i.
Verzeihung, wenn ich hier vielleicht eine Falsche Notation verwendet habe und somit etwas zur allgemeinen Verwirrung beigetragen haben sollte, aber ich sagte bereits, Formeln sind nicht so mein Ding ist.

MfG

MJ

PS:
Bin in diesem Zusammenhang in der Wiki auf folgende Theorie gestoßen (persönlich sehe ich sie neutral, bis etwas abstrus), aber was hälst Du/Ihr davon:
http://www.graviflight.de/Theorie/body_theorie.html

MJ01 22.08.2010 12:56

@basti_79
Komme leider erst jetzt dazu, zu antworte, finde dass jeder ein Recht auf eine Antwort hat.
Zitat:

Also ich habe vor, noch bis ins hohe Alter immer wieder dazuzulernen.
Ist ein löbliches, "hehres" Ziel, wie alt bist Du, ich gehe einmal von 31 Jahren aus. Gut diskutieren wir in 20 bis 30 Jahren darüber weiter.
Andererseits, wenn ich nichts mehr lernen wollte, würde ich nicht in diesem Forum posten. Ich will mein Wissen erweitern, obwohl das hier für mich lediglich ein Hobby ist und NICHTS mit meinem Beruf oder meiner Ausbildung zu tun hat. Und weshalb postest DU hier?

Zitat:

(ob Sakslane Recht hat)
Zitat:
Was ich aber gern wissen möchte ist weshalb.
Naja, zuerstmal müsste man erfahren, ob er Recht hat - das ist nicht ganz so einfach. Und die Frage nach dem "Warum?" ist meiner Erfahrung nach an dieser Stelle meist ein bisschen dämlich. Warum ist Licht das, was es ist? Weil es nicht anders ist? Weil es keine bessere Idee hatte? Keine Ahnung?
Ob jemand recht hat oder nicht, ist im Grunde eine philosophische Frage und kommt auf den eigenen Standpunkt an und kann nur durch "Objektivierungen" (also wie Du richtig sagst, mit Versuchen) bewiesen werden. Wohingegen die Frage nach dem "Warum" sehr wohl zum eigenen Verständnis beitragen kann ("man hat nie ausgelernt").
Dieshier passt auch gut dazu:
Zitat:

Richtig, bekennende Mathematiker und Physiker können durch die Betrachtung beispielsweise der Stringtheorie etwas lernen - über die Stringtheorie.
Nein, durch die Frage nach dem "Warum" und der Diskussion darüber, lernt man nicht nur über das spezielle Thema etwas, sondern auch über die Methodik und die Denkweise des Anderen und kann natürlich Teile davon in die eigene Denkweise übernehmen, was schlussendlich zu neuen Erkenntnissen führen kann!

Zitat:

Ich bin mir sicher darüber im klaren, dass derartige "Provokation" auch ihr gutes hat.
Meinst Du dies nun echt, oder meintest Du dies sarkastisch?

Zitat:

Was ich bezweifele ist, dass wir etwas über die Realität lernen, indem wir eine mathematische Theorie betrachten, oder mehrere davon einander angleichen (ich Spiele auf deine "Rechnungen" mit der negativen Masse an). Wir lernen höchstens etwas über die diskutierte Theorie. Und das ist eitel, solange diese keine Beobachtung beschreibt, die nicht anders zu beschreiben ist.
Diese und ähnliche Postings zu "Realität".
Was verstehst Du unter "Realität". Deine, meine, die Richtige oder die Falsche?
Wenn Du Realität nur als alles das definierst, was Du mit Deinen Sinnen erfassen kannst (nur das was ich sehe ist real) wirst Du Radioaktivität erst dann erfahren, wenn Du tod bist (und nicht einmal dann). OK, wir haben natürlich Hilfsmittel und die gelten somit auch als Realitätsmesser. Gut dann miss einmal den genauen Aufenthaltsort eines Elektrons im Atom. Wieso geht nicht? Ach so, kann man gar nicht messen, es gibt hier nur Wahrscheinlichkeiten. Und wer sagt Dir dies? Andere Leute? Nur weil mehr als 50% der Menschheit (also die absolute Mehrheit) sagt, dies ist so, glaubst Du es? Du hast keine Ahnung für wieviel "Blödsinn" man eine "Absolute Mehrheit" bekommt.
Also Realität ist m.A. sicher nichts Absolutes und ist daher äußerst kritisch zu hinterfragen!

Zitat:

Der Glaube, die Erde sei eine Scheibe, war ein Dogma einer recht unbedeutenden Sekte. Seit der Antike war die Form der Erde und sogar ihr ungefährer Durchmesser bekannt.
Intressante Feststellung, und ich muss Dir zugute halten, dass Du nur auf meinen Einwurf reagiert hast.
Aber nach neuester Forschung hat diese recht unbedeutenden "jiddische" Sekte gar nicht zum "Scheibenmodell" beigetragen. Auch der damit in Zusammenhang gebrachte "Claudius Ptolemaeus" (100 -175 n.Chr), der aber alles anderes war als ein Gründungsmitglied dieser Sekte und eigentlich auch noch der "Antike" zuzurechnen ist, hat die Erde als Kugel gesehen. Genauso, wie Du richtig sagst, alle anderen antiken Wissenschaftlern.
Das "Scheibenmodell" ist ein Modell, das man aus dem AT ableiten kann, und sich die Vorläuferorganisation dieser Sekte aus Aufzeichnungen der ägyptischen und babylonischen Kultur unter den Nagel gerissen hat.
Auch "Cristóbal Colón", der nach neuesten Forschungen kein Genueser war, sondern ursprünglich wahrscheinlich ein portugisischer Pirat, den es an Spaniens Küsten angespühlt hatte, ging von einem "falschen" Umfang der Erde aus. Die damaligen Wissenschaftler, die damals natürlich alle Mitglieder dieser Sekte waren, gingen von moderneren, richtigeren Umfang der Erde aus. Und wenn nicht Amerika zwischen Europa und Asien gewesen wäre, hätte Kolumbus ein Problem gehabt.
Gut gehört nicht unbedingt hierher, sollte nur dokumentieren, dass es nirgendwo klare Richtlinien und Realitäten gibt, die immer zum "richtigen" Ziel führen.

Aber, nichts für Ungut, Deine Postings sind für mich trotzdem äußerst positiv, denn auch aus diesen kann man neues lernen. Und es gibt nichts Positiveres, als ein gutgemeintes "Feedback"!

MfG

MJ

basti_79 22.08.2010 13:47

Zitat:

Zitat von MJ01 (Beitrag 128107)
Komme leider erst jetzt dazu, zu antworte, finde dass jeder ein Recht auf eine Antwort hat.

Keine Eile. Ich antworte auch nur, wenn ich die Zeit dafür finde.

Zitat:

Gut diskutieren wir in 20 bis 30 Jahren darüber weiter.
Gern :)

Zitat:

Ob jemand recht hat oder nicht, ist im Grunde eine philosophische Frage
Ich habe den Eindruck, es käme auf die Disziplin an: ob ein Physiker recht hat, kann man an einem Experiment oder einer Beobachtung erkennen. Bei Juristen wird der Begriff "Recht haben" zum Beispiel anders verstanden.

Zitat:

und kommt auf den eigenen Standpunkt an
Idealerweise nicht. Das wäre "sich im Recht fühlen".

Zitat:

Wohingegen die Frage nach dem "Warum" sehr wohl zum eigenen Verständnis beitragen kann ("man hat nie ausgelernt").
Nein, ich denke, an einer gewissen Stelle ist die Frage nach dem "Warum" tatsächlich sinnlos, bzw. nur im umgangssprachlichen Sinne beantwortbar. Warum "stimmt" denn nun die Physik in einer gewissen Hinsicht? Warum beschreiben die Maxwellschen Gleichungen elektromagnetische Phänomene wie das Licht?

Weil Maxwell sie sich ausgedacht hat? Weil sie vorher schon da waren? Weil die Natur so ist wie sie ist? In Wirklichkeit stimmen sie eben nicht? Alles das sind nur Scheinantworten auf die Frage.

Zitat:

Nein, durch die Frage nach dem Warum und der Diskussion darüber lernt man nicht nur über das spezielle Thema etwas, sondern auch über die Methodik und die Denkweise des anderen und kann natürlich Teile davon in die eigene Denkweise übernehmen, was schlussendlich zu neuen Erkenntnissen führen kann!
Dann meinst du aber nicht "Warum ist es so?" sondern "Erklär mir bitte, wie du zu deinem Ergebnis kommst" - da ist keine Kausalität zwischen Natur und Theorie, ausser dadurch, dass der Physiker irgendwie aufgrund der Beobachtung der Natur zu seiner Theorie gekommen ist.

(nerven kann helfen)
Zitat:

Meinst Du dies nun echt, oder meintest Du dies sarkastisch?
Ich meinte das ernst.

Zitat:

Was verstehst Du unter "Realität". Deine, meine, die Richtige oder die Falsche?
Dieses Thema haben wir in diesem Forum etwa 70.000 mal diskutiert. Um es kurz zu sagen: die eine, die Intersubjektive - im Gegensatz zu meinen und deinen Erfahrungen damit.

Zitat:

Wenn Du Realität nur als alles das definierst, was Du mit Deinen Sinnen erfassen kannst
Nein.

Zitat:

OK, wir haben natürlich Hilfsmittel und die gelten somit auch als Realitätsmesser.
Nicht alle Hilfsmittel gelten als Realitätsmesser. Wünschelruten zB sind das genaue Gegenteil.

Zitat:

Gut dann miss einmal den genauen Aufenthaltsort eines Elektrons im Atom.
Gibt es den?

Zitat:

Ach so, kann man gar nicht messen, es gibt hier nur Wahrscheinlichkeiten. Und wer sagt Dir dies? Andere Leute? Nur weil mehr als 50% der Menschheit (also die absolute Mehrheit) sagt, dies ist so, glaubst Du es?
Das ist eine drastische und imo unangemessene Verkürzung der Erkenntnisse, auf die du anspielst.

Zitat:

Du hast keine Ahnung für wieviel "Blödsinn" man eine "Absolute Mehrheit" bekommt.
Ich wohne in Deutschland. Ich weiß sehr wohl, wie man trotz Mehrheitsentscheiden (die im übrigen überhaupt niemand für die Wissenschaft fordert) zu totalem Blödsinn kommt.

Du baust eine Karikatur von Wissenschaft auf und argumentierst gegen diese. Das macht es dir einfach, trifft aber nicht die Wissenschaft.

Zitat:

Also Realität ist m.A. sicher nichts Absolutes und ist daher äußerst kritisch zu hinterfragen!
Da hindert dich niemand. Bloss tust du das nicht, nicht zumindest, dass ich es mitbekommen hätte.

(Erde ist eine Scheibe)
Zitat:

Intressante Feststellung, und ich muss Dir zu gute halten, dass Du nur auf meinen Einwurf reagiert hast.
Worauf sollte ich sonst reagieren?

Zitat:

"Cristóbal Colón", (...) ging von einem "falschen" Umfang der Erde aus.
Richtig, die Messung war nicht sehr genau bzw. ist in Vergessenheit geraten, so dass "Kolumbus" in der Mitte des Atlantiks damit rechnete, bald die Küste Indiens zu finden und wohl bis zu seinem Tod davon überzeugt war, sie schließlich gefunden zu haben. Dass er sich da ein bisschen verschätzt hat, wissen wir heute - da wir über die wirkliche (reale) Gestalt der Erde Bescheid wissen, die trotz aller deiner Unkenrufe besteht. Auch berufst du dich mit deinen Ausführungen auf die Realität, trotzdem du vorher noch angekündigt hast, diese - an sich - "hinterfragen" zu wollen. Das mutet merkwürdig an.

Zitat:

Gut gehört nicht unbedingt hierher, sollte nur dokumentieren, dass es nirgendwo klare Richtlinien und Realitäten gibt, die immer zum "richtigen" Ziel führen.
Irgendwas bringst du hier durcheinander: "Kolumbus'" Ansicht über die Gestalt der Erde war nicht die Realität, und auch meine oder deine ist nicht die Realität. Aber unser beide Vorstellungen von der Gestalt der Erde sind deutlich näher an der Realität orientiert als Kolumbus'.

Zitat:

Deine Postings sind für mich trotzdem äußerst positiv, denn auch aus diesen kann man neues lernen. Und es gibt nichts Positiveres, als ein gutgemeintes "Feedback"!
Danke sehr, und ich würde hoffen, eben jenes damit zu erreichen.

MJ01 22.08.2010 19:13

@basti_79
Zitat:

Du baust eine Karikatur von Wissenschaft auf und argumentierst gegen diese. Das macht es dir einfach, trifft aber nicht die Wissenschaft.
Also dem muss ich schon widersprechen.

Gegen die Wissenschaft, habe ich hier nicht argumentiert, sondern lediglich drei Sachen klären wollen:
  1. Ich wollte festhalten, dass Realität, die im vorigen Posting von Dir oft zitiert wurde, für mich nichts Absolutes ist und hinterfragt gehört.
  2. Was Du unter dieser Realität verstehst.
  3. Ob Du Dich leicht provozieren lässt.

Alles dies wurde meiner Meinung, zum Teil durch Deine Stellungnahme, optimal geklärt:
zu 1. ich bin nun mal ein Zweifler und hoffe durch Hinterfragen von Sachverhalten neue Sichtweisen zu finden, sowohl für mich, als auch für meinen Diskussionspartner
zu 2. OK also Realität im Sinne der Intersubjektivität. Finde ich sehr gut, obwohl auch diese Theorie nicht ganz eindeutige Aussagen macht; die Fakten sollen zugänglich und empirisch verifizierbar sein. Im letzten Bereich krankt es aber meistens.
zu 3. eigentlich nicht, obwohl:
zu der Behauptung, dass für vieles "Dumme" eine Mehrheit gefunden werden kann:
Zitat:

Ich wohne in Deutschland. Ich weiß sehr wohl, wie man trotz Mehrheitsentscheiden (die im übrigen überhaupt niemand für die Wissenschaft fordert) zu totalem Blödsinn kommt.
Du baust eine Karikatur von Wissenschaft auf und argumentierst gegen diese. Das macht es dir einfach, trifft aber nicht die Wissenschaft.
und zu der Behauptung, dass man einer Mehrheit in der Wissenschaft auch glauben muss
Zitat:

Das ist eine drastische und imo unangemessene Verkürzung der Erkenntnisse, auf die du anspielst.
Du hier doch einige Emotionen durchblitzen lässt.

Tja, und in allen anderen Punkten, bin ich grundsätzlich ohnedies Deiner Ansicht. Auch zur Definition der Realität, denn gewisse Faktoren sind nun mal unwiderlegbar und eindeutig.

MfG

MJ

MajorTom 23.08.2010 09:12

Hell - Dunkel & Co.
 
@MJ01

Zitat:

Zitat von MJ01 (Beitrag 128099)
m_pt wäre somit für einen "hellen" Beobachter bei "heller" Materie positiv und bei "negativer Materie" negativ. Weil sonst ein "dunkler" Beobachter diese Masse m_pt negativ sehen würde, und das darf er auf keinen Fall, er muss "seine dunkle" Masse natürlich positiv sehen. :eek: Hallo @MajorTom!! Also irgendwie kommt mir das wie Ildefonso vor.:et2:
m_pt ist aber dadurch auf keinen Fall gleich m_i.
Verzeihung, wenn ich hier vielleicht eine Falsche Notation verwendet habe und somit etwas zur allgemeinen Verwirrung beigetragen haben sollte, aber ich sagte bereits, Formeln sind nicht so mein Ding ist.

PS:
Bin in diesem Zusammenhang in der Wiki auf folgende Theorie gestoßen (persönlich sehe ich sie neutral, bis etwas abstrus), aber was hälst Du/Ihr davon:
http://www.graviflight.de/Theorie/body_theorie.html


So, Diese hell / dunkel - positiv / negativ Modell erscheint mir einfach etwas unanschaulich - kann aber gut an mir liegen - vielleicht muß ich mich aber bloß daran gewöhnen.;)

Für das heikle Kapitel der Gravitation / Antigravitation von Massen sehe ich das ganze eben lieber etwas übersichtlicher, mal ausgegangen von einem ElemtarBaustein, dem Neutron (AntiNeutron) - da ist vielleicht auf unten beschriebene Weise die elektromagnetische Komponente indifferent (siehe unten) - besser, immer nur einem veränderlich Gesichtspunkt auf der Spur zu sein:

Es gibt (kann geben) in meiner Sichtweise z.B. ein Neutron & sein Gegenstück, das Antineutron, die beide auf sich selbst und aber auch gegeneinander gravitativ positiv wirken, daß bedeutet für mich anziehend.
Den gleichen Set gibt es dann nochmal gravitativ negativ, daß heißt, sie stoßen sich ab.:cool:

Interessant würde es erst dann, wenn Nukleonen vom einen Set in die Nähe von Nukleonen aus dem anderen Set kommen - & dann ? - Anziehung oder Abstoßung ? Vielleicht Indifferenz, also gar nichts, wäre doch auch scharf (?!). Na, weitergrübeln :D:et2:!

-MfG- MT

MJ01 23.08.2010 10:31

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@MajorTom

Zitat:

So, Diese hell / dunkel - positiv / negativ Modell erscheint mir einfach etwas unanschaulich - kann aber gut an mir liegen - vielleicht muß ich mich aber bloß daran gewöhnen.
Hallo, also ich persönlich sehe mich hier nicht als Experten, da müsstest Du Sakslane fragen, aber ich kann Dir die Situation aus meiner Sicht aufzeigen.

Also, so weit ich es sehe, muss man von der eigenen (hellen) Seite ausgehen, wobei hier alle Massen positiv sind. Genauso würde es auch ein "dunkler" Beobachter auf der "dunklen" Seite sehen. Auch seine Massen müssten aus seiner Sichtweise positiv sein. Somit wären diese Massen aus unserer Sichtweise negativ. (Ausnahme die Masse m_i, da blicke ich aber selbst nicht ganz durch, widerspricht meinem Kausalitätsdenken, lässt sich wahrscheinlich aber mathematisch begründen)
Zitat:

m_i ist eine Eigenschaft des Objekts selbst. Diese Eigenschaft sagt aus, wie ein Objekt auf die Wirkung einer Kraft reagiert
Zitat:

Für das heikle Kapitel der Gravitation / Antigravitation von Massen sehe ich das ganze eben lieber etwas übersichtlicher, mal ausgegangen von einem ElemtarBaustein, dem Neutron (AntiNeutron) - da ist vielleicht auf unten beschriebene Weise die elektromagnetische Komponente indifferent (siehe unten) - besser, immer nur einem veränderlich Gesichtspunkt auf der Spur zu sein:
Es gibt (kann geben) in meiner Sichtweise z.B. ein Neutron & sein Gegenstück, das Antineutron, die beide auf sich selbst und aber auch gegeneinander gravitativ positiv wirken, daß bedeutet für mich anziehend.
Also so weit ich es sehe, ziehen sich "helle" Neutronen einander an (Gravitation), und auch "gleichartige dunkle" Neutronen ziehen einander an (dunkle Gravitation). "Helle" Neutronen und "gleichartige dunkle" Neutronen stoßen sich aber ab (Antigravitation).
Auch mit dem Begriff "Anti" sollte man vorsichtig sein, da dieser Begriff "Antimaterie" bereits mit einer anderen Art von Materie verbunden ist. Nämlich mit Teilchen, die eine der "normalen" Ladung entgegengesetze "LADUNG" besitzen. Im Sinne dieser "Antimaterie" gibt es jedoch keine "AntiNeutronen", da diese Teilchen eben keine Ladung besitzen weder eine positive noch eine negative! (STOP! allerdings schlechtes Beispiel, es gibt natürlich in diesem Spezialfall Antineutronen, weil sie aus einem Antiproton und einem Positron bestehen und die haben eben eine umgekehrte Ladung; es sollte nur das Prinzip erklärt werden)
Ich will damit sagen, die klassische "Antimaterie" darf man nicht mit der "dunklen Kopie", oder auch "dunklen Seite" verwechseln, das sind 2 verschiedene Dinge. Um es noch komplexer zu machen, wird von Sakslane nicht EINE "dunkle Kopie" postuliert sondern MEHRERE Typen (N-fach). Meine Vorstellung dazu, wenn man von einer gleichmäßigen Massenverteilung ausgeht 14 verschiedene.

Zitat:

Den gleichen Set gibt es dann nochmal gravitativ negativ, daß heißt, sie stoßen sich ab.
Interessant würde es erst dann, wenn Nukleonen vom einen Set in die Nähe von Nukleonen aus dem anderen Set kommen - & dann ? - Anziehung oder Abstoßung ? Vielleicht Indifferenz, also gar nichts, wäre doch auch scharf (?!). Na, weitergrübeln !
Aus meinen vorherigen Absatz geht hervor, dass es keine "SETS" gibt.
Somit stimmt m.A. auch diese Vorstellung nicht:
Zitat:

...ein Neutron & sein Gegenstück, das Antineutron, die ... gegeneinander gravitativ positiv wirken, daß bedeutet für mich anziehend
Grob gesagt: "Hell" zieht sich an, "gleichartig Dunkel" zieht sich ebenso an, "gleichartig Dunkel" und "Hell" stoßen einander ab!
Somit können "Hell" und "gleichartig Dunkel" nie miteinander interagieren (Ausnahme gravitiv), da sie sich eben abstoßen!

MfG

MJ


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