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Zeitungsjunge 08.05.2018 13:24

Fledermäuse werten verschiedene Hörereignisse gleichzeitig aus
 
Fledermäuse können nicht nur die Information der Echos ihrer Ultraschalllaute zur Beutesuche nutzen, sondern gleichzeitig auch akustische Signale, die von der Beute selbst ausgehen. Fledermäuse der Art "Große Hufeisennase" nutzen solche kombinierten Hörereignisse, um die begrenzte Reichweite der Echoortungslaute deutlich zu vergrößern.

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basti_79 08.05.2018 14:21

Manchmal staune ich, was Leute sich so alles ausdenken.

Übersetzt auf alltägliche Sprache ist das Ergebnis der Studie ungefähr folgendes:

Zitat:

Fledermäuse können hören, und sie können ein bisschen nachdenken. Deswegen richten sie ihr "Echolot" dort hin, wo sie leckere Insekten vermuten.
Ehrlichgesagt hätte mich das Gegenteil krass überrascht. Nicht schlecht, dass man trotzdem mal nachgewiesen hat, was die Viecher so machen (der "gesunde Menschenverstand" ist oft ein schlechter Ratgeber), aber ein bisschen weltfremd erscheint mir das schon.

Zitat:

"Wir vermuten, dass das passive Hören von Beute die Evolution des spezialisierten Echoortungssystems unterstützt hat, und auch noch immer dessen Einschränkungen kompensieren kann"
Übersetzt:

Zitat:

"Viecher haben schon immer hören können, wo leckere Insekten rumrascheln. Wir denken, deswegen können Fledermäuse auch ihre Echolot-Laute hören. Trotzdem gut, dass Fledermäuse auch sonst noch hören können, das Echolot alleine wäre nicht hilfreich."
eine Information, die mir neu war, enthielt der Artikel:

Zitat:

Trifft der Laut auf ein flatterndes Insekt, bekommt das lange Echo durch die Auf- und Abbewegungen der schlagenden Flügel rhythmische Muster, anhand derer die Fledermaus ihre Beute wahrnehmen können.
Das erklärt, wie die Fledermäuse die "temporale Hemmung" überwinden. Wenn man einmal ein Geräusch gehört hat, ist man für eine winzige Zeit danach auf dieser Frequenz "taub" ("Maskierung"). Unterstelltermaßen zu lang, als dass man das Echo eines Insekts hören könnte, wenn man irgendeinen Laut ausgestoßen hat, den man natürlich um Größenordnungen lauter hört.

Die Doppler-veränderten Geräusche der Flügel haben aber deutlich andere Frequenzen, und noch besser: dadurch sind die Störungen kleiner und die Phasenlage kann sicherer bestimmt werden, was die Lokalisierung verbessert.


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