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basti_79 09.12.2016 13:28

Die Dunkelkammer hat entschieden
 
Das ist ja nur noch peinlich. Haben Die ihr Staatsexamen im Lotto gewonnen?

https://www.mobilegeeks.de/artikel/j...ueltig-kaputt/

Lupo 09.12.2016 13:58

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 214744)
Das ist ja nur noch peinlich.

Ein wenig peinlich finde ich allenfalls die Publikation, die du verlinkt hast.

"Jetzt ist das Web in Europa endgültig kaputt" als Überschrift für den folgenden Artikel, stellt die reißerisch dämlichen Titel der Bildzeitung noch in den Schatten.

Haben die ihr Journalismus-Diplom im Lotto gewonnen?

basti_79 09.12.2016 15:58

Zitat:

Zitat von Lupo (Beitrag 214745)
"Jetzt ist das Web in Europa endgültig kaputt" als Überschrift für den folgenden Artikel, stellt die reißerisch dämlichen Titel der Bildzeitung noch in den Schatten.

Naja, immerhin ist es jetzt zum Glücksspiel geworden, eine Website mit "Gewinnerzielungsabsicht" zu betreiben. Da es schon vorher Glücksspiel war, eine Website zu betreiben und dann am Ende Gewinnerzielungsabsicht nachgesagt zu bekommen, dürfte jetzt zumindest die Verwirrung komplett sein.

Ich finde es aber großartig, dass das LG Hamburg mit der Zeit geht. Es gibt ja keine anderen Probleme im deutschsprachigen Internet.

basti_79 09.12.2016 16:21

Oh, das Gegenfeuer kam schon:

https://www.heise.de/newsticker/meld...t-3567571.html

Lupo 09.12.2016 16:32

Du behauptst viel, erklärst aber leider nichts

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 214755)
Naja, immerhin ist es jetzt zum Glücksspiel geworden, eine Website mit "Gewinnerzielungsabsicht" zu betreiben.

Laut deinem nächsten Satz, war es schon immer ein Glücksspiel.....

Egal, erklär doch bitte mal, warum es nun dazu geworden sein soll.


Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 214755)
Da es schon vorher Glücksspiel war, eine Website zu betreiben und dann am Ende Gewinnerzielungsabsicht nachgesagt zu bekommen, dürfte jetzt zumindest die Verwirrung komplett sein.

Irgendwie widerspricht das ja deiner vorherigen Aussage.

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 214755)
Es gibt ja keine anderen Probleme im deutschsprachigen Internet.

1) Das Urheberrecht ist ein großes "Internet-Problem"
2) Hübscher Strohmann

basti_79 09.12.2016 18:01

Zitat:

Zitat von Lupo (Beitrag 214757)
Laut deinem nächsten Satz, war es schon immer ein Glücksspiel.....

Egal, erklär doch bitte mal, warum es nun dazu geworden sein soll.

Naja, jetzt hat ja jeder Anwalt eine weitere Möglichkeit, wegen irgendwelchem Kappes eine Abmahnung zu schreiben oder vor das LG Hamburg zu gehen, wo man solch eigentümliche Ansichten pflegt.

Zitat:

Irgendwie widerspricht das ja deiner vorherigen Aussage.
Eigentlich nicht. Die Situation ist dadurch noch schlimmer geworden als vorher schon.

Zitat:

1) Das Urheberrecht ist ein großes "Internet-Problem"
Nö, das Urheberrecht ist erst einmal eine Goldgrube für Juristen. In zweiter Linie eine Pest von einer Konstruktion, die niemandem außer sehr großen Konzernen etwas bringt.

Da liegt eine historische Fehlkonstruktion zugrunde: Solange das Monopol der Herstellung von Kopien von Büchern, Musik etc. gewahrt werden konnte (es hat ja letztendlich über 500 Jahre gehalten), hat dieses Vertriebs- und Bezahlmodell (CD für 30 ct. herstellen, für 20 € verkaufen, dem Künstler 30 ct. auszahlen, jedem Raubmordkopierer mit der Vernichtung seiner bürgerlichen Existenz drohen) noch funktioniert. Seitdem das Internet besteht, funktioniert es nicht mehr. Und deswegen gehen die Konzerne jetzt in den Verteidigungsmodus, und das LG Hamburg kriecht ihnen in seiner Unabhängigkeit in den Enddarm.

Zitat:

2) Hübscher Strohmann
Würde man die Ressourcen, die derzeit darauf verwendet werden, das "Urheberrecht" (das in Wirklichkeit ein Urheber-Vertreter-Gewinnrecht ist) durchzusetzen, dafür einsetzen, Nazipropaganda oder FDP-Bullshit zu bekämpfen, wäre die Welt ein besserer Ort. Also kein Strohmann.

Lupo 09.12.2016 18:24

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 214760)
Naja, jetzt hat ja jeder Anwalt eine weitere Möglichkeit, wegen irgendwelchem Kappes eine Abmahnung zu schreiben oder vor das LG Hamburg zu gehen, wo man solch eigentümliche Ansichten pflegt.

ich sehe keinen Zusammenhang zu GLücksspielen.

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 214760)
Eigentlich nicht.

Doch natürlich: Wenn du zuerst formulierst "jetzt ist es ein Glücksspiel geworden" und im nächsten Satz "es war auch früher schon ein Glücksspiel§ ist das ein Widerspruch.

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 214760)
Nö, das Urheberrecht ist erst einmal eine Goldgrube für Juristen.

Behauptung ohne Beleg.

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 214760)
In zweiter Linie eine Pest von einer Konstruktion, die niemandem außer sehr großen Konzernen etwas bringt.

Behauptung ohne Beleg.
In diesem Fall kann ich dir sogar sagen, dass es eine falsche Behauptung ist

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 214760)
Da liegt eine historische Fehlkonstruktion zugrunde: Solange das Monopol der Herstellung von Kopien von Büchern, Musik etc. gewahrt werden konnte (es hat ja letztendlich über 500 Jahre gehalten) hat dieses Vertriebs- und Bezahlmodell (CD für 30 ct. herstellen, für 20 € verkaufen, dem Künstler 30 ct. auszahlen,jedem Raubmordkopierer mit der Vernichtung seiner bürgerlichen Existenz drohen) noch funktioniert. Seitdem das Internet besteht, funktioniert es nicht mehr. Und deswegen gehen die Konzerne jetzt in den Verteidigungsmodus, und das LG Hamburg kriecht ihnen in seiner Unabhängigkeit in den Enddarm.

basti, grundsätzlich weiß ich ja, dass du es nur gut meinst und oft hehre Ziele hast, aber deine "Argumentationsstruktur" erinnert erschreckend oft an Pegida und Co.

Unsachlich und demagogisch
[quote=basti_79;214760]hat dieses Vertriebs- und Bezahlmodell (CD für 30 ct. herstellen, für 20 € verkaufen, dem Künstler 30 ct. auszahlen[/Zitat]

Meinst du das ernst (weißt es also nicht besser), dann kann ich dir gern mal erklären, wie das wirklich funktioniert.

Sollte das sowieso nur Demagogie gewesen sein, dann Schwamm drüber....

basti_79 09.12.2016 19:46

Zitat:

Zitat von Lupo (Beitrag 214763)
ich sehe keinen Zusammenhang zu GLücksspielen.

Du betreibst eine Website. Jederzeit kann ein Jurist sich auf sein Berufsethos besinnen, und Dir aus irgendwelchen Gründen eine Abmahnung schreiben. Dann hast Du keine Chance mehr und musst entweder die Abmahnung zahlen oder die Anwalts- und Gerichtskosten. Das Urteil ist dann absehbar, wenn der Anwalt zur Dunkelkammer geht.

Zitat:

Zitat:

Nö, das Urheberrecht ist erst einmal eine Goldgrube für Juristen.
Behauptung ohne Beleg.
Hmm? Zweifelst Du etwa daran, dass man hierzulande für jede "Urheberrechtsverletzung" (die ja inzwischen schon beim Link losgeht!) auf astronomische Summen verklagt werden kann, wovon der teilhabende Jurist profitiert?

Zitat:

Zitat:

In zweiter Linie eine Pest von einer Konstruktion, die niemandem außer sehr großen Konzernen etwas bringt.
Behauptung ohne Beleg.
Also ich kenne da zwei Fälle:
  1. Künstler + "Major Label" = etwas Profit für den Künstler, gigantischer Profit für das Label, da Gewinnspanne enorm und Markt unter Kontrolle
  2. Künstler ohne "Major Label" = Liveauftritte und Verkauf von Medien bringen etwas Profit - da aber der Werbeeffekt durch das Label fehlt, ist der Umsatz nahe 0.
Zitat:

basti, grundsätzlich weiß ich ja, dass du es nur gut meinst und oft hehre Ziele hast, aber deine "Argumentationsstruktur" erinnert erschreckend oft an Pegida und Co.
Hmm? Was wäre das, falls, für ein Argument?

Zitat:

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 214760)
hat dieses Vertriebs- und Bezahlmodell (CD für 30 ct. herstellen, für 20 € verkaufen, dem Künstler 30 ct. auszahlen

Meinst du das ernst (weißt es also nicht besser), dann kann ich dir gern mal erklären, wie das wirklich funktioniert.
Stimmt, die "Verwertungsgesellschaften" habe ich nicht erwähnt. Aber bitte: erkläre uns doch, wie das funktioniert.

Lupo 09.12.2016 23:19

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 214766)
Du betreibst eine Website. Jederzeit kann ein Jurist sich auf sein Berufsethos besinnen, und Dir aus irgendwelchen Gründen eine Abmahnung schreiben.

Jederzeit aus irgendwelchen Gründen?

Nöö.

Kannst natürlich gerne deine Behauptung belegen.

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 214766)
Hmm? Zweifelst Du etwa daran, dass man hierzulande für jede "Urheberrechtsverletzung" (die ja inzwischen schon beim Link losgeht!) auf astronomische Summen verklagt werden kann, wovon der teilhabende Jurist profitiert?

Ja, das bezweifele ich ganz entschieden.

Aber du kannst auch gerne diese Behauptung belegen.



Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 214766)
Hmm? Was wäre das, falls, für ein Argument?

Das war kein Argument und sollte auch keines sein.
Das war nur verbaler Ausdruck meines Entsetzens.


Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 214766)
Stimmt, die "Verwertungsgesellschaften" habe ich nicht erwähnt. Aber bitte: erkläre uns doch, wie das funktioniert.

Was sind denn Verwertungsgesellschaften und wie haben die Teil an dem enormen Gewinn?

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 214760)
[...] dieses Vertriebs- und Bezahlmodell (CD für 30 ct. herstellen, für 20 € verkaufen, dem Künstler 30 ct. auszahlen,[...]

Zunächst mal kosten neue CDs in der Regel eher nur 17 statt 20 Euro.
Dann sind die 30ct Herstellkosten auch nur die Materialkosten und die Kosten für das Presswerk.

Was von dem enormen Gewinn pro CD (bei dir und 20 Euro pro CD) von 19,40€ noch abzuziehen ist:

1) Personalkosten Plattenfirma
2) Kosten Werbung
3) Kosten Lagerung
4) Kosten Graphiker (=> CD Cover)
5) Kosten Vertrieb
6) Kosten Tonstudio (Aufnahme der CD)

Groschenjunge 10.12.2016 06:13

@Lupo
Im Verkaufspreis sind typischerweise noch 19% Mehrwertsteuer enthalten, die ans Finanzamt abgeführt werden müssen. Was auch gerne vergessen wird: nicht alle Tonträger werden auch verkauft, der Handel muss also mehr Tonträger kaufen, als er verkaufen wird.
Nach wie vor schlägt auch die Handelskalkulation zu: http://www.welt-der-bwl.de/Vorwärtskalkulation
Ob noch irgendwo eine Mischkalkulation zum Tragen kommt, kann ich nur vermuten. Denn der Preis müsste stark schwanken bei kleineren Stückzahlen. Nicht von jeder CD werden Millionen hergestellt.


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