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basti_79 19.01.2017 19:38

Cannabis als Medizin
 
Der Bundestag hat ein Gesetz zu Cannabis ("Gras", "Hasch") als Medizin verabschiedet. Ich habe im Augenblick keine Möglichkeit, die Liste der entsprechenden Krankheiten zu überprüfen, aber der "Hanfverband" sieht das Gesetz positiv.

https://hanfverband.de/nachrichten/p...is-als-medizin

BecomeWiser 30.01.2017 11:48

Dazu noch der Gesetzesentwurf als PDF!
https://www.bundesgesundheitsministe...bis_280616.pdf

Ich stimme dem Hanfverband da zu, das ist ein Schritt in die richtige Richtung!

Liebe Grüße! =)

basti_79 30.01.2017 12:20

Hmm, die Bundesregierung wollte wohl das Steueraufkommen erhalten. Die FDP hätte aufgejault, und wenn die Bundesregierung stattdessen eine vernünftige Lösung vorgeschlagen hätte, wäre sie ja links. Nach allem, was ich so gehört habe, wird das alles wohl erstmal dazu führen, dass die Zahl der Tinnituspatienten südlich des Weißwurstäquators deutlich ansteigt. Die Bundesregierung kann sich jetzt in den Elfenbeiturm zurückziehen und beim Alten bleiben.

perfidulo 30.01.2017 12:27

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 216338)
Hmm, die Bundesregierung wollte wohl das Steueraufkommen erhalten.

Das Steueraufkommen würde sich bei einer vollständigen Freigabe noch positiver entwickeln!

basti_79 30.01.2017 13:14

Zitat:

Zitat von perfidulo (Beitrag 216340)
Das Steueraufkommen würde sich bei einer vollständigen Freigabe noch positiver entwickeln!

Stimmt nicht. Derzeit ist die Steuer auf Drogen (nach meiner Schätzung) um die 30%. Würde man einen solchen Gesamtsteuersatz (was dann auf eine Sondersteuer von vielleicht 5 oder 10% hinausliefe) vorschlagen, würde die Mannschaft der FDP rot anlaufen vor Zorn, denn der Staat ist ja ein Dieb, die Leute von der CDU müssten auf die moralische Minderwertigkeit von Menschen hinweisen, die Cannabis rauchen, aus welchen Gründen auch immer, die SPD würde dafür stimmen und von der FDP und der CDU unter Druck gesetzt, und die Grünen würden die Welt nicht mehr verstehen und würden durch die (dreiwöchige, innerparteiliche) Debatte ein paar zehntel Prozentpunkte Zustimmung verlieren.

Du hast aber Recht damit, dass das Steueraufkommen sich immerzu positiv entwickelt. Inflation und Wirtschaftswachstum machen's möglich.

perfidulo 30.01.2017 15:29

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 216341)
Stimmt nicht.

Du siehst wieder Probleme, wo es keine gibt.

Hasch wird ganz normal mit 19 % MWSt belegt. Bei dem vermehrten Konsum spült das genug Steuer in die Kasse. Gut, es wird dann weniger gesoffen und es werden weniger Psychopharmka benötigt. Aber vieles wäre entspannter.

Das können die grün-klerikalen Pädagogen nicht ertragen. Der Rest ist ohnehin für flächendeckende Unterdrückung.

Meinem Gefühl nach sind nur die Linken zu gewinnen. Aber kann sein, dass ich mir das im Rausch nur einbilde.

basti_79 30.01.2017 15:39

Zitat:

Zitat von perfidulo (Beitrag 216344)
Du siehst wieder Probleme, wo es keine gibt. Hasch wird ganz normal mit 19 % MWSt belegt.

Wie gesagt, heutzutage sind die Steuern ja höher. Das heißt, das gesamte Steueraufkommen würde spürbar sinken, wenn nicht "die unsichtbare Hand des Marktes" die Nachfrage erhöht, wie Du vorzuschlagen scheinst:

Zitat:

Bei dem vermehrten Konsum spült das genug Steuer in die Kasse.
Denkst Du tatsächlich, dass der Konsum gegenüber heute steigen würde?

Zitat:

Gut, es wird dann weniger gesoffen und es werden weniger Psychopharmka benötigt.
Noch ein Argument gegen die Legalisierung! Dazu noch eines, das vermutlich vor dem Parlament nicht standhalten würde...

Zitat:

Aber vieles wäre entspannter. Das können die grün-klerikalen Pädagogen nicht ertragen.
Ach stimmt, die müssten sich natürlich für ein Totalverbot für Minderjährige einsetzen. D.h. Abgabe an unter-18-Jährige bleibt ein Kapitalverbrechen.

Zitat:

Der Rest ist ohnehin für flächendeckende Unterdrückung. Meinem Gefühl nach sind nur die Linken zu gewinnen. Aber kann sein, dass ich mir das im Rausch nur einbilde.
Die Linken halten das Hanfverbot für eine Repressionsmaßnahme und können deshalb (derzeit noch) dagegen sein. Wenn das neue Gesetz erstmal durch ist, findet sich bestimmt etwas anderes, wogegen man sein kann. Die Grünen sind vielleicht auch dagegen, aber bei denen wird ja eh nur neoliberales Personal gewählt und die Wähler merken eh nichts, deswegen können sie sich leisten, die entgegengesetzte Position zu vertreten.

Also: das Argument "Cannabis als Medizin" wird derzeit geführt, weil es bewirken würde, dass menschenunwürdige Bedingungen für manche Betroffenen abgemildert werden. Legalisierung muss man auf einem anderen Weg erreichen, und es steht zu befürchten, dass sich jetzt auf diesem Gebiet erst einmal ein oder zwei Generationen lang überhaupt nichts bewegt. Aus der Perspektive der großen Koalition war das die einzige Lockerung eines repressiven Gesetzes, die überhaupt noch zu ertragen war. Würde innerhalb absehbarer Zeit irgendein anderes Gesetz gelockert, würde das Abendland untergehen. Das heißt natürlich auch, dass für die AfD der Weg zur Mehrheit frei ist, aber das darf man ja noch gar nicht verstehen...

Lupo 30.01.2017 17:47

Zitat:

Zitat von perfidulo (Beitrag 216344)
Bei dem vermehrten Konsum spült das genug Steuer in die Kasse. Gut, es wird dann weniger gesoffen und es werden weniger Psychopharmka benötigt. Aber vieles wäre entspannter.
.


Entschuldige, aber das halte ich für Unsinn.
Wenn ich mich recht entsinne, belegen Studien aus Holland, dass der Konsum - bis auf einen kleinen peak direkt nach der Legalisierung, nicht durch die Legalisierung gestiegen ist.

Und weniger Psychopharmaka?
da kenne ich mich nicht aus, ich dachte, das wird hauptsächlich als Schmerzstiller und Appetitanreger benutz in der Medizin

Lupo 30.01.2017 18:14

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 216341)
Stimmt nicht. Derzeit ist die Steuer auf Drogen (nach meiner Schätzung) um die 30%. .

Wie kommst du auf diese Zahl?

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 216341)
Würde man einen solchen Gesamtsteuersatz (was dann auf eine Sondersteuer von vielleicht 5 oder 10% hinausliefe) v

Was für eine Gesamtsteuer?

Es geht nur um Umsatzsteuer bzw.Mehrwertsteuer


Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 216341)
Du hast aber Recht damit, dass das Steueraufkommen sich immerzu positiv entwickelt. Inflation und Wirtschaftswachstum machen's möglich.

Ist zwar hier OT, aber aus Neugier: Wie beeinflusst die Inflation das Steueraufkommen positiv?

Groschenjunge 31.01.2017 08:52

Zitat:

Zitat von Lupo (Beitrag 216347)
Wie kommst du auf diese Zahl?

Auch illegal erworbenes Einkommen wird versteuert. Vielleicht aus deiser Ecke?


Zitat:

Zitat von Lupo (Beitrag 216347)
Es geht nur um Umsatzsteuer bzw.Mehrwertsteuer

Ne... Cannabis to go würde doch mit 7% besteuert, Cannabis am Tisch mit 19%. :D


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