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-   -   Wurde die Katastrophe bei der Loveparade 2010 gezielt beschworen? (http://forum.grenzwissen.de/showthread.php?t=13846)

HaraldL 03.08.2010 01:25

Wurde die Katastrophe bei der Loveparade 2010 gezielt beschworen?
 
Keine andere Großveranstaltung in Deutschland ist so umstritten wie die Loveparade. Und gegen keine andere friedliche Szene hat unsere Obrigkeit so viel Mißgunst wie gegen die Technoszene.
Und um diesen Phänomän ein Ende zu bereiten, wäre es geeignet, die Loveparade so zu veranstalten, dass sie in schlechter Erinnerung bleibt, ggf. auch desaströs endet. Und dies ist ja in Duisburg leider sehr gut gelungen!

Das Ganze fängt doch schon bei der Wahl des Veranstaltungsgeländes an: die Loveparade ist eine Umzugsveranstaltung, bei der viel getanzt wird. Und eine solche Veranstaltung findet am besten auf einer möglichst breiten Strasse statt.
Ein Kiesplatz wie der alte Güterbahnhof Duisburg ist ungeeignet, denn man kriegt nur Steine in die Schuhe und den Leuten tun schnell die Füße weh. Ich glaube nicht, dass die Macher großer Karnevalsumzüge gern auf solche Plätze ausweichen möchten!
Interessanterweise war, wie man auf http://de.wikipedia.org/wiki/Ungl%C3...desautobahn_59 lesen kann, die Autobahn A 59 während der Loveparade auf einer Länge von über 4 Kilometern für 24 Stunden gesperrt, aber nicht für die Veranstaltung, sondern anscheinend nur für Einsatzfahrzeuge.
Auf diesen gesperrten Autobahnstück hätte man mühelos die Menschenmassen unterbringen können. Aber vielleicht hätten manche Wägen nicht unter den Brücken durchgepasst ... ( auch in Berlin kamen manche Wägen nicht unter der Bahnbrücke über die Strasse des 17. Juni durch!

Man überleg sich mal: eine Autobahn wird nur für Einsatzfahrzeuge gesperrt. Wenn in Stuttgart Volksfest ist ( gut, da kommen nur 100000 Leute) gibt es auch keine Exklusivwege für Einsatzfahrzeuge!
Offenbar hat man schon mit sehr vielen Verletzten gerechnet.
Und dann noch dieser viel zu schmale Zugang: man wollte hierdurch womöglich schon im Vorfeld den Leuten den Spass nehmen. Ich kenne dies von vielen Faschingsveranstaltungen, bei denen ebenfalls Quetschen und Warten angesagt ist. Dies mindert den Spass, was ja ganz im Sinn der Veranstalter ist! Schließlich sind, so hart es klingt, die Leute nicht zum Amüsieren, sondern zum Konsumieren da!
Wo man zügig zur Veranstaltung kommt und auch keine Überfüllung herrscht, ist die Stimmung ausgelassener, aber es dürfte weniger konsumiert werden.
Eine weitere Unannehmlichkeit, die gezielt gewählt wurde, war, dass es auf dem Veranstaltungsgelände kaum schattige Orte gab: klar, das fördert den Getränkekonsum, erhöht aber auch die Zahl von Kreislaufzusammenbrüchen!

Alles in allem war schon vor Beginn der Veranstaltung klar: die Loveparade in Duisburg wid den Leuten weniger Spass bereiten als ihre Vorgänger in Berlin. Wer nur negative Erlebnisse verbreiten kann, wird kaum Leute begeistern können, hinzugehen!

Kurz: die Loveparade 2010 war von Anfang an geplant, den Leuten den Spass an der Veranstaltung zu nehmen. Leider wurde hierbei mit dem Feuer gespielt, was 21 Menschen das Leben kostete!

basti_79 03.08.2010 09:31

Also ich hab noch nie jemanden gezwungen, zur Loveparade zu gehen.

Manx 03.08.2010 11:07

Mal ganz ehrlich, wenn der Begriff "geschmacklos" zu meinem Wortschatz gehörte, würde ich ihn hier verwenden. So sage ich: 'N büschen gewaltig daneben, dein Kommentar, oder?

Oder war es der löbliche Versuch, den seit Monaten laufenden Thread "Ich bin im Jahre 1643 geboren" endlich mal abzumurksen? Dann ist dein Kommentar voll akzeptiert.

Schechina 03.08.2010 11:10

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 127306)
Also ich hab noch nie jemanden gezwungen, zur Loveparade zu gehen.

Diesen Kommentar, hättest Du dir nun wirklich sparen können, du notorische Spaßbremse!!!!

LG.Sche

Atlantologe 03.08.2010 11:31

Zudem ist dein Verdacht in sich selbst widersprüchlich.

Wenn du die infame Behauptung aufstellst...
Zitat:

Offenbar hat man schon mit sehr vielen Verletzten gerechnet.
...könnte man meinen, du unterstellst, dass die Katastrophe irgendwie geplant war. Das verträgt sich allerdings nicht mit deinem Fazit:
Zitat:

die Loveparade 2010 war von Anfang an geplant, den Leuten den Spass an der Veranstaltung zu nehmen
...das nur Fahrlässigkeit seitens der Stadt und des Veranstalters unterstellt, während der Verdacht, dass viele Verletzte eingeplant waren, Vorsatz unterstellt.

Ja was denn nun: Fahrlässigkeit oder Vorsatz (Absicht)? Ich würde eher sagen: eine Koinzidenz unglücklicher Zufälle. Offenbar hat man ins Duisburg keinen geeigneteren Veranstaltungsort gefunden, und der Autobahnabschnitt war wohl die einzige Möglichkeit für Rettungsfahrzeuge, einen ungehinderten "Dienstweg" zu haben für den Fall eines Falles. Man hat sicher nur wie dies bei Großveranstaltungen immer so ist, mit einzelnen Unfällen gerechnet, aber nicht mit Massenpanik.

basti_79 03.08.2010 11:39

Falls du mich meintest, Manx, bitte Kennzeichnen. Ich fand Haralds Kommentar weitem geschmackloser als meinen.

Es geht darum: Es steht jedem frei, alles zu tun und zu lassen, wonach ihm ist - ausdrücklich inklusive, sich mit zig Hunderttausend Leuten nach Duisburg zu begeben, um dort in einem Käfig schlechte Musik zu hören und sich dort zu Tode quetschen zu lassen.

Warum haben die Veranstalter und die Polizei falsch reagiert?

Weil sie nicht in der Lage waren, derartige Menschenmassen sinnvoll zu behandeln und in ihrer Überheblichkeit und Dummheit das einzige gemacht haben, was sie können: Zäune und Mauern errichten und Leute aufhalten. Das hat zum Unglück geführt.

Die Lösung wird in Zukunft sein, und da hat Harald recht, solche Veranstaltungen nicht mehr zu genehmigen. Das ist bei der Loveparade mehrere Male passiert - mehrere Male mit genau der Befürchtung im Hintergrund, die sich jetzt bewahrheitet hat. Jetzt kommen da irgendwelche Pfuscher daher, bauen irgendwelchen Mist, ein Unglück geschieht, und wie üblich schert es die Justiz einen Scheißdreck.

Wahrscheinlich hat man jeden einzelnen Kiffer, den man da aus der Masse rausgegriffen hat, schon zu einer längeren Haftstrafe verurteilt, als man der ganzen Bonzenbaggage aus der Stadtverwaltung insgesamt aufdrücken wird.

Und, jede Wette, auch bei der nächsten Massenveranstaltung, die aus der Befürchtung heraus, gerade so etwas könnte passieren, verboten wird, werdet ihr die Verantwortlichen eben deswegen ebenfalls als "Spaßbremse" titulieren.

Dass diese Kombination nicht gutgehen kann, war vor der Loveparade klar. Dass es zum Unglück kommt, haben etliche befürchtet. Das ist dokumentiert. Jeder hätte sagen können: Ich geh da nicht hin, das ist mir zu gefährlich. Hat keiner gesagt, das Resultat ist jetzt erkennbar. Deswegen haben wir Dinge wie Polizei und Stadtverwaltungen und Feuerwehren, und die haben hier ihren Job nicht gemacht. Indem sie den Leuten nach dem Maul geredet haben.

Falsch ist jetzt auf jeden Fall, eine Verschwörung zu Mutmaßen. Das ist nur der übliche Reflex, vergleichbar mit der "Theodizee"-Frage: da ist ein Unglück geschehen, irgendwer muss Schuld sein - Gott oder Satan, oder halt die Verschwörung. Ich halte es für Ekelerregend, da eine Absicht zu unterstellen, und auch, dieses Kommerz- und Proletenevent Loveparade als zentrales Element irgendeiner Form von Kultur darzustellen.

Es gibt Musikkultur jenseits des goldenen Kalbs "Loveparade". Und ja, zu einer anständigen Party gehören auf jeden Fall auch anständige Bewertungen der Sicherheit des Events. Und wenn die negativ ausfällt, darf das Event eben nicht stattfinden. Ende der Durchsage.

Lupo 03.08.2010 12:35

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 127310)
Falsch ist jetzt auf jeden Fall, eine Verschwörung zu Mutmaßen. Das ist nur der übliche Reflex, vergleichbar mit der "Theodizee"-Frage: da ist ein Unglück geschehen, irgendwer muss Schuld sein - Gott oder Satan, oder halt die Verschwörung. Ich halte es für Ekelerregend, da eine Absicht zu unterstellen,....

Sehe ich genauso. Nur finde ich es nicht ekelerregend, sondern schwachsinnig.
Wenn "die Obrigkeit" die Loveparade nicht gewollt hätte, hätte sie sie einfach nicht zu genehmigen brauchen, antstatt auf Tote zu spekulieren.
So ein Blödsinn..........

Schechina 03.08.2010 12:38

Ha336 basti,

Zitat:

Falsch ist jetzt auf jeden Fall, eine Verschwörung zu Mutmaßen. Das ist nur der übliche Reflex, vergleichbar mit der "Theodizee"-Frage: da ist ein Unglück geschehen, irgendwer muss Schuld sein - Gott oder Satan, oder halt die Verschwörung. Ich halte es für Ekelerregend, da eine Absicht zu unterstellen, und auch, dieses Kommerz- und Proletenevent Loveparade als zentrales Element irgendeiner Form von Kultur darzustellen.
Das ist die Kultur der Jugendlichen, was findest du daran ekelerregend?

Dem Veranstalter Absicht zu unterstellen, halte ich allerdings auch für äußerst grotesk, denn das Ganze wird ja noch ein erhebliches Nachspiel, für die sogenannten Verantwortlichen haben.

Ich persönlich, würde nie auf so eine Veranstaltung gehen, weil Menschenmassen immer etwas nerviges für mich sind.

Sche

basti_79 03.08.2010 13:40

Zitat:

Zitat von Schechina (Beitrag 127312)
Das ist die Kultur der Jugendlichen, was findest du daran ekelerregend?

Ich finde ekelerregend, dass jemand, der allem Anschein nach überhaupt keinen Bezug zu der genannten "Kultur" hat, so ein trauriges und schockierendes Ereignis als Vehikel nutzt, um seine Wahnvorstellungen zu verbreiten.

Was hast du hier verstanden?

Schechina 03.08.2010 13:58

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 127313)
Ich finde ekelerregend, dass jemand, der allem Anschein nach überhaupt keinen Bezug zu der genannten "Kultur" hat, so ein trauriges und schockierendes Ereignis als Vehikel nutzt, um seine Wahnvorstellungen zu verbreiten.

Was hast du hier verstanden?

Ich hatte es so verstanden, dass du diese "Kultur" der Loveparade, als ekelerregend ansiehst.

Zitat:

dieses Kommerz- und Proletenevent Loveparade als zentrales Element irgendeiner Form von Kultur darzustellen.
Aber, da habe ich Dich wohl missverstandenn oder?

Sche


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