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-   -   Warum kommt man bei einer NTE fast immer in den Himmel? (http://forum.grenzwissen.de/showthread.php?t=21285)

Groschenjunge 28.01.2015 14:27

Warum kommt man bei einer NTE fast immer in den Himmel?
 
Hi,

Kollega Zu Fall hat sich bei mir gemeldet und eine interessante Frage aufgeworfen. Der Anlass war ein Buch, das jetzt zurückgezogen wird.
http://www.welt.de/vermischtes/artic...-erfunden.html
Zitat:

Junge hatte seine "Nahtod-Erfahrung" erfunden

Mehr als eine Million Exemplare wurden verkauft – nun stellt sich heraus: Der Nahtod-Bestseller "Der Junge, der vom Himmel zurückgekommen ist" ist ein Fake – und muss weg. Einer der Autoren packt aus.
Aus dem letzten Absatz:
Zitat:

Nur ganz selten berichten Menschen mit Nahtod-Erfahrungen von der Hölle.
Schon interessant, oder nicht? Trauen sich die anderen nicht oder bedienen die Protagonisten genau den Markt, der ihren Erlebnissen mit vor Staunen und Ehrfurcht offenen Mündern zuhört?
-gj

ps: falls meine Frage hier schon mal in ähnlicher Form abgehandelt wurde, dann bitte verschieben. Ich habe jedenfalls nichts gefunden.

SchwarzerFuerst 29.01.2015 11:30

Also, ich denke, da spielen zwei Mechanismen zusammen, nämlich
die Auswirkung der archetypischen Überlieferungen von Himmel und Hölle
und daß sich jeder für einen guten Menschen hält. :D

Interessant wäre doch mal zu untersuchen, wie es sich denn mit Nahtoderfahrungen von überzeugten Atheisten oder auch Agnostikern
verhält? :o

Als Problem könnte sich dabei herausstellen, daß bei vielen davon
trotz ihrer rationalen Überzeugungen in diesem speziellen Moment
Irrationalität aus dem Unterbewußtsein ihre Wirkung zeigen wird....:evil:
(postuliere ich einfach erst mal so, ohne das belegen zu können) :tongue:

mycea 13.10.2017 18:10

@schwarzer fürst.

hab mir etliche nahtodebrichte reingezogen.
es gibt wohl auch solche fälle, bei denen beispielsweise hindus oder moslems jesus begegnet seien. bzw. atheisten "gotteserfahrung" gemacht haben.
was wiederum ausschliesen würde, dass es von der jeweiligen erwartung abhängt... *schulterzuck

stellt sich auch die frage, ab wann ist man tod? hirntod? herztod?
es gibt ebenfalls wohl fälle, wo personen medizinisch hirn- und herztot waren.

ich geb einfach mal weiter, über was ich so alles gesotlpert bin.

lg
mycea

TimeLuk 07.05.2018 19:16

Zitat:

Zitat von mycea (Beitrag 221933)
@schwarzer fürst.

bzw. atheisten "gotteserfahrung" gemacht haben.
was wiederum ausschliesen würde, dass es von der jeweiligen erwartung abhängt... *schulterzuck

lg
mycea

Ich glaube der Grund für solche Sachen ist viel mehr NACH der Erfahrung zu finden, nämlich einfache Interpretation. Man hat etwas erlebt, das man nicht beschreiben kann. Eventuell einen biologischen Zwischenzustand, in den das Gehirn eben nur zwischen Leben und Tod schaltet, "halb an ist" oder so etwas.

Und dann versucht man das eben in einem bekannte Muster zu interpretieren.

Sakslane 07.05.2018 21:26

Nun ja, viele berichten ja von einem "hellen Licht am Ende eines Tunnels". Das ist nicht sehr verwunderlich. Bei einer Unterversorgung mit Sauerstoff engt sich das Gesichtsfeld ein, man sieht also nur noch im Zentrum etwas, umgeben von Dunkelheit. Und häufig befinden sich die Personen, die sich im Zustand einer NTE befinden, in Untersuchungs- oder Behandlungsräumen, in denen sie unter einer oder mehreren hellen Lampen liegen. Das sieht dann eben so aus wie ein dunkler Tunnel mit einem hellen Licht am Ende. Und wenn das die letzte Wahrnehmung ist, bevor sich das Bewusstsein bis auf weiteres verabschiedet, bastelt sich das Gehirn so seine Geschichten darum.

Jensen 08.05.2018 09:51

Bin persönlich glaube nicht an das was hinter diesen Nahtoderfahrungen stecken soll. Die Menschen brauchen immer etwas woran sie festhalten können. Tief im Inneren denkt jeder er wäre im Großen und Ganzen ein guter Mensch. Dementsprechend wäre die Vorstellung in die Hölle zu kommen, falls es denn eine gibt, viel zu ehrlich für die meisten :P.

ÜberJojo 08.05.2018 22:20

Zitat:

Zitat von Sakslane (Beitrag 227023)
Nun ja, viele berichten ja von einem "hellen Licht am Ende eines Tunnels". Das ist nicht sehr verwunderlich. Bei einer Unterversorgung mit Sauerstoff engt sich das Gesichtsfeld ein, man sieht also nur noch im Zentrum etwas, umgeben von Dunkelheit. Und häufig befinden sich die Personen, die sich im Zustand einer NTE befinden, in Untersuchungs- oder Behandlungsräumen, in denen sie unter einer oder mehreren hellen Lampen liegen. Das sieht dann eben so aus wie ein dunkler Tunnel mit einem hellen Licht am Ende. Und wenn das die letzte Wahrnehmung ist, bevor sich das Bewusstsein bis auf weiteres verabschiedet, bastelt sich das Gehirn so seine Geschichten darum.

Extrem pragmatisch, aber dafür umso interessanter! Gibt es dazu irgendwelche Quellen oder ist das einfach eine Vermutung, die von dir stammt?

Sakslane 09.05.2018 00:05

Zitat:

Zitat von ÜberJojo (Beitrag 227061)
Extrem pragmatisch, aber dafür umso interessanter! Gibt es dazu irgendwelche Quellen oder ist das einfach eine Vermutung, die von dir stammt?

Dazu gibt es diverse Studien, siehe die zahlreichen Quellenangaben hier:

http://en.wikipedia.org/wiki/Near-death_experience

Zu der von mir beschriebenen Beobachtung insbesondere:

http://digital.library.unt.edu/ark:/67531/metadc798874/

Oder auch hier mit zugehöriger Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Nahtode...ngel_im_Gehirn

Lawrence P. W. 09.05.2018 08:51

Zitat:

Zitat von mycea (Beitrag 221933)
@schwarzer fürst.

hab mir etliche nahtodebrichte reingezogen.
es gibt wohl auch solche fälle, bei denen beispielsweise hindus oder moslems jesus begegnet seien. bzw. atheisten "gotteserfahrung" gemacht haben.
was wiederum ausschliesen würde, dass es von der jeweiligen erwartung abhängt...

Oh, da bin ich doch mal auf bastis, Lupos, Acos, Groschis, Perfidulos und Schwadden Fürst seiner NTE gespannt...

:D

Am Ende muss eben auch der Atheist dran glauben.

Chrissy1 09.05.2018 10:34

Zitat:

Zitat von Lawrence P. W. (Beitrag 227068)
Oh, da bin ich doch mal auf bastis, Lupos, Acos, Groschis, Perfidulos und Schwadden Fürst seiner NTE gespannt...

Du wünschst doch nicht etwa Nutzern eine NTE? ;)

Wenn selbst Atheisten etwas gottähnliches sehen könnte man zwei Begründungen finden:

1. Es gibt Abläufe im Gehirn die im Nachhinein als irgendetwas interpretiert werden. Die Menschen erleben etwas emotionales das sie nicht einordnen können. Das könnte dann selbst den Atheisten überzeugen.

2. Es gibt am Ende doch einen Gott und ich wandere in die Hölle. Schade.


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