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Eistee 03.10.2010 14:15

(Fast) "Freie" Energie
 
http://s3.directupload.net/images/101003/4vrfm68q.png

Mal abgesehen davon das es nicht "unendlich" viel und vor allem keine freie Energie ist, müsste das klappen oder?

Tarlanc 03.10.2010 14:43

Nein, definitiv nicht. Die Nadel würde nicht drehen und damit vor allem keinen Generator betreiben.

Danifrei 12.10.2010 01:26

Aber die Idee dahinter, wo nehmen die starke und schwache Wechslwirkung (Mitursacher des Magnetfelds) die Energie, die sie ausüben her?

Sakslane 12.10.2010 07:26

Die starke und schwache Wechselwirkung haben nichts mit dem Magnetfeld zu tun. Magnetfelder stehen ausschließlich mit dem Elektromagnetismus im Zusammenhang, und das ist eine ganz andere Wechselwirkung. Starke Wechselwirkung wird durch Gluonen übertragen, schwache durch W- und Z-Bosonen und Elektromagnetismus durch Photonen.

Wechselwirkungen üben keine Energie aus, sie können nur eine Kraft ausüben, auch das ist wieder etwas anderes. Kräfte gibt es immer dann, wenn eine Masse oder ein System von Massen durch Änderung seiner Lage in einen Zustand niedrigerer Energie überführt werden kann. Beispielsweise besitzt eine Masse in einem Gravitationsfeld wie dem der Erde weniger Energie, wenn sie sich weiter unten befinden. Daher wirkt die Schwerkraft nach unten.

Danifrei 25.10.2010 21:42

Ok entschuldige, Irrtum! Ich habe die starke Wechselwirkung mit der Gravitation verwechselt, da diese das Erdinnere flüssig hält, und somit die den Konvektionsströme ermöglicht.:o:sorry:

Zum zweiten Abschnitt:
Die "Kraft" Gravitation erzeugt Druck, Druck erzeugt Wärme, Wärme ist Energie, => Gravitation, über Umwege = geothermische Energie.
Meines Wissens Heizt man mancherorts mit dieser Energie. Es gibt sogar auch geothermische Kraftwerke. Also Gravitation, über noch mehr Umwege = elektrische Energie.
Und das zeitlich (fast) unbeschränkt, da es noch seeehr lange Masse geben wird.

Sakslane 26.10.2010 08:48

Jetzt läuft es komplett durcheinander... Nein, die Erdwärme hat weder etwas mit der starken Wechselwirkung, noch mit der Gravitation zu tun. Die hat andere Ursachen.

Zunächst einmal wird in der Erde keine neue Energie durch die Gravitation erzeugt. Dafür müsste man die Erde "zusammendrücken", d.h. die Kraft müsste "Arbeit leisten". Das ist aber bei der Erde nicht der Fall, sie befindet sich im "hydrostatischen Gleichgewicht" - soll heißen, der Druck in ihrem Inneren gleicht die Schwerkraft gerade aus. Das ist so ähnlich, wie wenn man sich ein Schwimmbecken voller Wasser ansieht: Das wird ja auch nicht allmählich wärmer, nur weil unten im Becken ein höherer Druck herrscht.

Da stellt sich natürlich die Frage, woher die Erdwärme kommt. Ein Teil davon stammt von der Entstehung des Sonnensystems aus einer Gaswolke. Die befand sich nämlich (noch) nicht im hydrostatischen Gleichgewicht und wurde von der Schwerkraft langsam zusammengezogen. Dabei bildete sich in der Mitte die Sonne, in der es (durch die Kompression der Gaswolke) heiß genug wurde, um die Kernfusion zu zünden. Auch die Planeten waren anfangs ziemlich heiß, aber nicht annähernd heiß genug zur Kernfusion. Ein großer Teil der Erdwärme ist einfach diese Restwärme, die nur langsam nach außen dringt - wie gut die Erdkruste isoliert, merkt man ja daran, dass man auf der Erdoberfläche Polareis hat und nur ein paar Kilometer tiefer flüssiges Magma.

Tatsächlich wird aber auch im Inneren der Erde Energie in Wärme umgewandelt, allerdings nicht durch die Gravitation oder die starke Wechselwirkung. Diese Wärmequelle ist die natürliche Radioaktivität, in erster Linie Uran-238, Thorium-232 und Kalium-40. Ursache für den radioaktiven Zerfall ist aber nicht die starke Wechselwirkung, sondern die schwache Wechselwirkung.

Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Geothermie

believe 27.10.2010 07:34

Das "Funktionsprinzip" geothermischer Energie wird oft falsch dargestellt, das stimmt. Nichtsdestotrotz denke ich, dass wir in dem Bereich noch sehr viel sehen werden, sobald die Erschließungskosten (wenn man sie so nennen will) durch neue Verfahren hinreichend sinken :)


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