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-   -   Frühe Besiedlung Nordamerikas (http://forum.grenzwissen.de/showthread.php?t=15079)

Atlantologe 25.03.2011 23:21

Frühe Besiedlung Nordamerikas
 
Darauf habe ich lange gewartet, war längst überfällig…


Nordamerika früher besiedelt als gedacht

Die Geschichte der Besiedlung Nordamerikas muss wohl neu geschrieben werden. Bisher galten die Steinzeit-Menschen der Clovis als erste Ankömmlinge. Doch nun haben Forscher in Texas Werkzeuge einer deutlich älteren Kultur entdeckt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...753018,00.html

Damit ist die "Clovis First" -Hypothese endlich da, wo sie hingehört:auf dem Müll. :D
.

Atlantologe 27.09.2011 23:08

Es kommt aber noch schöner...

In einem anderen Thread zitierte ich aus meinem Buch:
Zitat:

Zitat von Atlantologe (Beitrag 124159)
Insgesamt lässt sich für Nordamerika feststellen, dass die «Clovis-First-Theorie», wonach Amerika ausschließlich über die Beringia-Landbrücke nicht früher als 17.000 Jahre vor heute von Nord nach Süd besiedelt wurde, immer fadenscheiniger wird, je umfangreicher das archäologische und genetische Material wird, das eine viel frühere Besiedlung postuliert. Zudem widerspricht eine Besiedlung Amerikas von Alaska bis Feuerland innerhalb 1000, maximal 2000 Jahren sämtlichen Erkenntnissen über die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Menschheit bei der Erstbesiedlung der Erde. Allgemein wird für die Ausbreitung von Ostafrika (Bab el Mandeb) bis Australien eine Zeit von 10.000 bis 15.000 Jahren veranschlagt. Wie soll eine Strecke, die mindestens so weit ist (nämlich von Alaska bis Kap Hoorn) in einem Zehntel der Zeit möglich gewesen sein? Daher fängt auch der konservativere, bisher tonangebende Flügel der Altertumsforscher langsam an über alternative Migrationsmodelle nachzudenken.

Langsam verabschieden sich die Historiker von der "Clovis First"−Theorie, spätestens jetzt, nachdem man in Mexiko 25.000 Jahre alte Menschenspuren entdeckt hat.


Besiedlung Amerikas

Forscher finden uralte Fußspuren in Mexiko


Fünf Abdrücke, einer davon mit sechs Zehen: Wissenschaftler haben in Mexiko menschliche Fußspuren entdeckt, die angeblich bis zu 25.000 Jahre alt sein sollen. Stimmt die Datierung, müsste die Geschichte der Besiedlung Amerikas neu geschrieben werden. Noch steht eine Überprüfung aber aus.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...788682,00.html



Tarlanc 28.09.2011 09:40

Dass das mal nicht wieder eine Ente ist. 2006 wurden schon 40'000 Jahre alte Menschenspuren in Mexiko entdeckt. Inklusive Werkzeugspuren und Kinderfüssen. Nur um drei Jahre darauf widerrufen zu werden, weil es sich nicht um 40'000 Jahre alre Menschespuren, sondern deutlich ältere Tierspuren gehandelt hat.

Aber der Fund tönt auch diesmal wieder interessant. Ich les mir das Ding gerne mal durch.


Literatur zum älteren Fund:
Gonzales, Silvia. et al. (2006): Human Footprints in Central Mexico older than 40'000 years. In: Quaternary Science Reviews 25, 201-222.
Feinberg, Joshua M. et al. (2009): Age constraints on alleged "footprints" preserved in the Xalnene Tuff near Puebla, Mexico. In: Geology 37(3): 267-270.
Mark, Darren F., Gonzalez, Silvia, Huddart, David, Boehnel, Harald (2010): Dating of the Valsequillo volcanic deposits: Resolution of an ongoing archaeological controversy in Central Mexico. In: JOURNAL OF HUMAN EVOLUTION 58(5): 441-445.


EDIT: Die Pressemeldung gibt nicht wirklich viel her. Vorgehen bei der Datierung, exakte Vermessung der Spuren und konkrete Zusammenhänge zu den Felsmalereien suche ich vergebens. Kann auch an meinem schlechten Spanisch liegen. Ich warte mal auf's offizielle Paper.
Witzig ist aber, dass der Entdecker (JC Jiménez) einer der Mitarbeiter von Silvia Gonzales war, die sich 2006 schon mal in die Nesseln gesetzt hat mit einem solchen Fund :)

Atlantologe 28.09.2011 09:45

Aber bei Fußspuren mit 6 Zehen kann es sich doch eigentlich nur um Aliens gehandelt haben.

[/Ironie]

Infokrieger 28.09.2011 10:39

lol,eher ein Reptiloide mit Missbildung....

Atlantologe 22.10.2011 02:44

...und ein weiterer Sargnagel gegen die "Clovis First"-Theorie:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...793072,00.html
.

Tarlanc 22.10.2011 21:36

Zitat:

Zitat von Atlantologe (Beitrag 152362)
...und ein weiterer Sargnagel gegen die "Clovis First"-Theorie:

Wie kommst du darauf, dass es ein Sargnagel ist? Es ist eher eine Möglichkeit, die Ursürunge der Clovis-Waffen zu verstehen. Dass die Clovis-Jäger nicht am 1.Januar 11'200 vor Christus aus einem Ei geschlüpft sind und innert weniger Jahre den Kontinent von Mammuts befreit haben, dürfte ja wohl klar sein.

Funde wie diese Speerspitze zeigen, wo sich die Jäger entwickelt und wie sie sich ausgebreitet haben. Sie wurden zwar 1000-2000 Jahre nach den ersten Hinweisen auf Menschen in Amerika erst zu richtig effizienten Jägern, welche Steinwaffen für unsere Archäologen zurücklassen, aber das heisst nicht, dass ihre Vorfahren nicht schon ein paar Jahrhunderte da lebten.

Die Machart der Knochen-Speerspitze war laut den Autoren auch in der Clovis-Kultur teilweise zu finden. Allerdings kommen später auch noch gute Steinspitzen hinzu.

Sehr gelungen finde ich folgende Aussage im Paper: "the impact of human hunters on the North American megafauna was more prolonged than previously hypothesized and was not a “Clovis blitzkrieg”"

Atlantologe 23.10.2011 00:13

Entweder muss man den Beginn der Clovis Kultur frühen ansetzen
oder sie haben es von einer (noch unbekannten) Vorgängerkultur übernommen und weiterentwickelt.

Der Streit geht ja weniger darum, ob es eine Vorgängerkultur gab und wie die aussah, sondern wann die ersten Immigranten nach Amerika kamen, und wie und woher. Jedenfalls sind die archäologischen Spuren aus Süd- und Mittelamerika älter als die aus Nordamerika, so dass man fragen darf, warum sich die Historiker auf eine Besiedlung über Beringia festlegen, obwohl die ältesten Siedlungsspuren im Norden einige Jahrtausende jünger sind als die im Süden (bspw. Monte Verde).
.

MJ01 23.10.2011 07:26

Zitat:

Zitat von Atlantologe (Beitrag 152406)
Entweder muss man den Beginn der Clovis Kultur frühen ansetzen
oder sie haben es von einer (noch unbekannten) Vorgängerkultur übernommen und weiterentwickelt.

Der Streit geht ja weniger darum, ob es eine Vorgängerkultur gab und wie die aussah, sondern wann die ersten Immigranten nach Amerika kamen, und wie und woher. Jedenfalls sind die archäologischen Spuren aus Süd- und Mittelamerika älter als die aus Nordamerika, so dass man fragen darf, warum sich die Historiker auf eine Besiedlung über Beringia festlegen, obwohl die ältesten Siedlungsspuren im Norden einige Jahrtausende jünger sind als die im Süden (bspw. Monte Verde).

Das erinnert mich an einen Bericht, ich glaube aus dem History-Channel, in dem sich ein Wissenschaftler beklagte, dass ein Skelett-Fund in Südamerika, den er persönlich auf 13.000 Jahre einschätzte, und angeblich "europäische Strukturen" aufwies, nicht weiter untersuchen durfte, da Angelegenheiten der "Ureinwohner" in deren Kompetenzen fielen. Und die hatten nichts eiligeres zu tun als den "Vorfahren" so schnell we möglich in heimatliche Erde zu verbutteln und ihn so weiteren Untersuchungen zu entziehen.

Habe leider in Internet keine weiteren Quellen gefunden, muss das leider als Behauptung so stehen lassen.:sorry::ooops:

MfG

MJ

Atlantologe 23.10.2011 12:12

In diesem Zusammenhang halte ich das hier für interessant:

http://www.sciencedaily.com/releases...1118104010.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Serra_da_Capivara
http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/430944.stm
http://www.pbs.org/saf/1406/features/dna.htm
http://news.nationalgeographic.com/n..._americas.html
http://news.nationalgeographic.com/n...a-layover.html



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