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-   -   Rottweiler findet 13. Fuß am Strand (http://forum.grenzwissen.de/showthread.php?t=24744)

Sancho 15.12.2017 10:35

Rottweiler findet 13. Fuß am Strand
 
Laut Spiegel und New York Times

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...a-1183021.html

findet der Rottweiler Taz rechtzeitig zum 10. Jubiläum der „Fußfindungen“ wieder einen abgetrennten Fuß am Strand der Westküste von Vancouver Island. Wie immer mit Socke und Joggingschuh. Das Erstaunliche an dem Fund ist die Häufung gleicher Funde in der Gegend von Vancouver seit dem ersten Fund im Jahre 2007. Man munkelte schon von einem „Reebok-Ripper“, präferierte dann aber die Annahme von gehäuften Selbstmorden, da es in der Gegend eine Menge Brücken gibt.
Auch die Wissenschaft befaßte sich mit den abgetrennten Füßen und stellte fest, daß sich nach der Zersetzung der Leichen im Wasser als erstes die Füße vom Körper lösen und Dank der Mikrokapseln in modernen Joggingschuhen einen Auftrieb an die Oberfläche bekommen und eben dann irgendwann an Land gespüllt werden.
Auch für das Phänomen der meist rechten Füße die angeschwemmt wurden hat man eine Erklärung parat: Die meisten Menschen seien Rechtshänder und schnürten den rechten Schuh enger als den linken. Daher konnten die rechten Exemplare dem Wasser sowie Krebsen und anderen Tieren angeblich länger standhalten.

HaraldL 15.12.2017 14:02

Hat man denn nicht mit DNA-Analysen bestimmen gekonnt, wen die Füße gehörten?

Sancho 15.12.2017 16:37

Doch, die Gerichtsmedizin hat sich der gefunden Füße angenommen. Hierzu etwas:

...Terry Smith, der oberste Gerichtsmediziner von British Columbia, kontaktierte für seine DNA-Proben auch Doug Decock, dessen zwei Söhne 2005 mit einem Wasserflugzeug bei Quadra Island 200 Kilometer nördlich von Vancouver ins Meer gestürzt waren. Decock erzählt, dass er bereits eine DNA-Probe abgeben musste, für einen Vergleich mit den genetischen Informationen der gefundenen Füße. "Am letzten Freitag haben sie mich um eine zweite DNA-Probe gebeten", sagt der Mann. Sein Eindruck von der Detektiv-Arbeit der Polizei: "Die arbeiten noch daran, aber bisher glaube ich nicht an eine Verbindung zwischen den Füßen“.

...Doch die Untersuchungen sind langwierig. Nicht nur die DNA muss gesichert werden. Um Auffälligkeiten an den Füßen zu untersuchen, werden sie beispielsweise auch an den Forensiker Mark Skinner an der lokalen Simon Fraser Universität geschickt. Dort seziert Skinner die Leichenteile auf ganz besondere Weise. Er kocht die Füße stundenlang ab, um das Fleisch von den Knochen zu trennen.

...Dank der DNS konnten die Behörden bislang vier der elf gefundenen Füße zuordnen. Einer davon gehörte dem 21-jährige Sohn einer Sikh-Familie aus Surrey bei Vancouver. Er sprang 2004 von einer Brücke über dem Fluss Fraser, um seinem Leben ein Ende zu bereiten.

...Seine Füße wurden 2008 an unterschiedlichen Orten angespült. Einem anderen an Depressionen leidenden Mann gehört der erste 2007 gefundene Fuß. Ein vierter Turnschuh wurde einem vermissten Kanadier zugeordnet.

...Wie DNA-Analysen zeigten, stammte ein im Jahr 2007 am Fraser River entdeckter Fuß tatsächlich von einem Achtundzwanzigjährigen, der mehrfach gedroht hatte, seinem Leben ein Ende zu setzen. Auch einen zweiten Fuß konnten der Gerichtsmediziner Fonseca und seine Kollegen später einem Psychiatriepatienten aus White Rock in British Columbia zuordnen, der vor seinem Verschwinden im Januar 2008 unter einer Brücke des Fraser River gesehen worden war.


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