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-   -   G20-Rachejustiz: Klares Fehlurteil, keine Reaktionen, weiter wie bisher (http://forum.grenzwissen.de/showthread.php?t=24504)

basti_79 29.09.2017 15:49

G20-Rachejustiz: Klares Fehlurteil, keine Reaktionen, weiter wie bisher
 
Gut geschrieben und gut argumentiert, letztendlich zeigt sich aber auch hier Systemversagen: trotz offensichtlicher Defekte gibt es für die Öffentlichkeit keine Möglichkeit, wahnsinnige Juristen aufzuhalten. Damit kann man sich den Betrieb einer Gerichtsbarkeit und entsprechend angeflanschter Institutionen (Gefängnisse, Universitäten) letztendlich sparen. Wenn das Opfer genug Geld vorschießen kann, gibt es vielleicht von der zweiten Instanz noch ein vertretbares Urteil, aber dieser Schandfleck wird nicht mehr zu tilgen sein und den Ruf der ganzen Branche in den Abgrund reißen.

https://www.lto.de/recht/studium-ref...jurastudenten/

derwestermann 30.09.2017 14:06

Mal die Kommentare unter diesem Aufsatz eines Studenten lesen, das erscheint nicht besonders Stichhaltig, was dieser da schreibt.
Und die Verurteilung auf 31 Monate, anstatt der vom Staatsanwalt geforderten 21 Monate, kann ich nicht als Beweis für wahnsinnige Richter und das völlige Versagen unserer Justiz werten.

basti_79 30.09.2017 14:43

Zitat:

Zitat von derwestermann (Beitrag 221417)
Mal die Kommentare unter diesem Aufsatz eines Studenten lesen, das erscheint nicht besonders Stichhaltig, was dieser da schreibt.

Die Frage wäre: was zählt denn da als Beweis?

Zitat:

Und die Verurteilung auf 31 Monate, anstatt der vom Staatsanwalt geforderten 21 Monate, kann ich nicht als Beweis für wahnsinnige Richter und das völlige Versagen unserer Justiz werten.
Naja, also dass die Richter weder Vernunft noch Gewissen haben walten lassen, liegt auf der Hand.

Ob die Justiz völlig versagt, ist im Grunde gleichgültig, wenn die Bevölkerung das Vertrauen in diesen Behördenkomplex verliert.

http://www.zeit.de/hamburg/2017-08/e...ung-29-08-2017

Zitat:

Der Angeklagte wurde unter anderem des schweren Landfriedensbruchs, der gefährlichen Körperverletzung und des besonders schweren Angriffs auf Vollstreckungsbeamte schuldig gesprochen. Nach Überzeugung des Richters hatte er am späten Abend des 6. Juli bei Krawallen im Schanzenviertel zwei Flaschen auf einen Polizisten geworfen.

[…]

Selbst der Richter sagte gestern, er gehe davon aus, dass die Verteidigung Berufung einlegen werde.
Andere Urteile mit ähnlichen Strafmaßen:
Diesen Beispielen ist gemein, dass die Taten schwere Folgen hatten - entweder für das Opfer allein oder für die Gesellschaft insgesamt. Dieses Element kann man bei der hier diskutierten Tat nicht ausmachen.

derwestermann 30.09.2017 14:54

Zitat:

Naja, also dass die Richter weder Vernunft noch Gewissen haben walten lassen, liegt auf der Hand.
Tatsächlich? Festgemacht an diesem einen Fall? Selbst wenn es mehrere Fälle gibt, klar sind nicht alle RichterInnen unfehlbar, aber die oben zitierte Behauptung ist ein starkes Stück.

basti_79 04.12.2017 11:13

Zitat:

Zitat von derwestermann (Beitrag 221420)
Selbst wenn es mehrere Fälle gibt, klar sind nicht alle RichterInnen unfehlbar, aber die oben zitierte Behauptung ist ein starkes Stück.

Die Behauptung ist nicht, dass Juristen wie andere Menschen auch häufig Fehler machen. Die Behauptung ist, dass (viele) Leute Jura studieren und insbesondere auch Richter werden, weil das in diesem System die einzige Möglichkeit ist, ohne Sanktion sadistische Impulse auszuleben. Und dass die Leute dann auch noch brav Applaus klatschen, anstatt mal das Gewäsch, das die Täter von sich geben, zu untersuchen.

http://taz.de/Fall-des-Italieners-Fabio-V/!5463878/

perfidulo 04.12.2017 13:17

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 222677)
...Richter werden, weil das in diesem System die einzige Möglichkeit ist, ohne Sanktion sadistische Impulse auszuleben.

Das behauptest Du doch auch von den Lehrern?

basti_79 04.12.2017 15:52

Zitat:

Zitat von perfidulo (Beitrag 222679)
Das behauptest Du doch auch von den Lehrern?

Stimmt. Das heißt, Psychopathen stehen vor der Wahl, ob sie Lehrer werden und Kinder zerstören, oder ob sie sich "auf die Erwachsenenbildung spezialisieren", Juristen werden und dann Erwachsene zerstören...

Ändert meiner Meinung nach nichts an der ethischen Bewertung des jeweiligen Handelns, die natürlich negativ ausfallen muss.

perfidulo 04.12.2017 17:22

Zitat:

Zitat von basti_79 (Beitrag 222680)
Ändert meiner Meinung nach nichts an der ethischen Bewertung des jeweiligen Handelns, die natürlich negativ ausfallen muss.

Ich seh' das nicht so pauschal.

Lupo 04.12.2017 18:50

Zitat:

Zitat von perfidulo (Beitrag 222681)
Ich seh' das nicht so pauschal.


Manch AfDler wirkt humaner, wenn er über Migranten spricht, als basti, wenn er über Lehrer oder Juristen spricht...

basti_79 10.12.2017 00:23

Zitat:

Zitat von Lupo (Beitrag 222684)
Manch AfDler wirkt humaner, wenn er über Migranten spricht, als basti, wenn er über Lehrer oder Juristen spricht...

Das ist auch kein Wunder, sondern ein Fall für Popper. Dass sich in einer Partei mit 25.000 Mitgliedern jemand findet, der über eine funktionierende Hirnzelle verfügt und sein Gesicht ein paar Minuten in eine Kamera hält, ist schon wahrscheinlich.

Dass mehr als 800.000 Leute nur noch einer Nazi-Utopie hinterherlaufen und nicht bereit sind, irgendwelche Gnade walten zu lassen oder auch nur gesunden Menschenverstand (von den Tätern oft verächtlich "common sense" genannt, da sie allem, was Sinn ergibt, misstrauen), ist äußerst unwahrscheinlich. Darum fordere ich seit Jahr und Tag in diesem Zusammenhang, wenigstens einen einzigen begnadigten Schüler zu identifizieren.

Leute, die sich dieser Aufforderung entziehen, unterstützen die 800.000 Merkbefreiten in ihrer Nazi-Utopie. Meiner Meinung nach kann man so leben, im anatomischen Sinne. Also z.B. Atmen, Essen, auf Klo gehen etc. - da sich aber andere Prozesse offensichtlich erübrigen, könnte man damit auch gleich aufhören. Wahrscheinlich würde man den Betroffenen sogar einen Gefallen tun, indem man ihr Leid beendet.


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