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nane 25.08.2003 18:09

Borkenkäfer-Plage
 
Nach heißem Sommer frisst sich der Borkenkäfer durch die Wälder

Göttingen (dpa) - Den Fichtenwäldern in vielen Teilen Deutschlands
droht eine Borkenkäfer-Plage. In Niedersachsen etwa stehe eine
"mittlere Katastrophe" bevor, sagte der Sprecher der Forstlichen
Versuchsanstalt in Göttingen, Frank Krüger, am Montag. Nach Angaben
der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft in
Braunschweig gibt es ähnliche Probleme in fast allen Nadelwald-
Gebieten Deutschlands.


In ganz Baden-Württemberg zum Beispiel sei die Lage "angespannt",
sagte eine Sprecherin der Forstlichen Versuchsanstalt des Landes.
Ähnliches gilt für Bayern. Aus dem gesamten Bundesland gingen
Meldungen über Borkenkäferbefall ein, bestätigte Margret Feemers von
der bayerischen Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft. Nach
Auskunft des Landesforstbetriebs von Sachsen-Anhalt hat der
Borkenkäfer im Harz doppelt so viele Fichten befallen wie im Vorjahr.
Um eine Ausbreitung der Borkenkäfer zu stoppen, würden dort befallene
Bäume gefällt und von der Rinde befreit, in der die Tiere sitzen.


Er könne sich an vergleichbar große Probleme mit Borkenkäfern
nicht erinnern, sagte Krüger. "Viele Fichten sind wegen des
Wassermangels so sehr geschwächt, dass sie kaum noch Abwehrkräfte
gegen die Käfer haben". Diese bohren sich zur Vermehrung durch die
Rinde.


Während gesunde Bäume die Borkenkäfer durch die Bildung von Harz
abwehren könnten, seien die geschwächten Stämme dazu kaum noch in der
Lage, sagte Krüger. Die Folge: Ganze Bestände werden befallen. Die
Borkenkäfer unterbrechen durch die von ihnen gebohrten Gänge unter
der Rinde die Wasserzufuhr in die Kronen. Die Bäume sterben ab. Ihr
Holz wird wertlos.


Der Sprecher des niedersächsischen Forstministeriums, Gert Hahne,
hält neben dem Fällen der Bäume auch den Einsatz von Insektiziden für
denkbar. Angesichts der Käferplage "wissen viele Förster schon gar
nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht", sagte Forstexperte Krüger. Das
ganze Ausmaß des Schadens sei derzeit aber noch nicht abzusehen.


In Niedersachsen seien die Lüneburger Heide, das nördliche
Niedersachsen und angrenzende Gebiete in Schleswig-Holstein sowie
Solling und Vogler am stärksten betroffen, sagte Krüger.


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