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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dalai Lama


perfidulo
25.09.2007, 08:57
Er ist beliebt bei esoterischen Kreisen bis weit hinein in die Grünen. Tatsächlich ist
der Dalai Lama ein reaktionärer Feudalherr und gewaltbereiter Rassist.

Genaueres in
junge Welt 24.09.2007 / Schwerpunkt (http://www.jungewelt.de/2007/09-24/047.php)/ Seite 3

Gott-König im Exil

Von Rainer Rupp
Tenzing Gyatso, so sein bürgerlicher Name, weilt wieder in Deutschland und wird bejubelt. Scheinbar alle wollen den Dalai Lama sehen, den »Botschafter des Friedens und der Toleranz«, wie er fälschlicherweise von seinen Förderern und Anhängern genannt wird. Denn der »Gott-König« – und nichts anderes bedeutet »Dalai Lama« – ist nicht der »kleine unbedeutende Mönch«, als der er sich in gespielter Bescheidenheit gerne ausgibt, sondern ein knallharter Vertreter der wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner feudalistischen Klasse. Der in der Öffentlichkeit stets mild lächelnde Dalai Lama ist kein »Friede-sei-mit-Euch«-Guru aus einem kalifornischen Aschram, auch wenn er sich selbst als »Ozean der Weisheit« bezeichnet, sondern hinter seinem ständigen Grinsen versteckt sich das eiskalte Kalkül eines rigorosen Machtpolitikers. Denn der von Angela Merkel am Sonntag im Kanzleramt empfangene 14. Dalai Lama ist nicht nur ein Feudalherr im Exil, sondern auch ein Rassist, und er ist weder tolerant noch friedliebend.

Der Dalai Lama unterscheidet sich durch nichts von anderen, nicht demokratisch gewählten Monarchen und absolutistisch regierenden Feudalherren, die in verschiedenen Regionen der Welt auch heute noch ihre Untertanen ausbeuten. Trotz seiner, im ersten Teil seines Titels suggerierten Nähe zu Gott ist der Dalai Lama vor allem König und folglich ein Politiker. Da bleibt nur die Frage, was für ein Politiker ist er? Zu den aufgeklärten Monarchen gehört er jedenfalls nicht, denn er kämpft für die Wiedereinführung der Privilegien seiner Klasse in Tibet, zu der auch die Sklavenhalterei und Leibeigenschaft gehörte. Bevor er 1959 nach einem blutigen, gegen die sozialistischen Veränderungen im Land gerichteten Umsturzversuch aus Tibet geflohen war, besaß allein die Familie des Dalai Lama über 3000 Sklaven.

Von interessierten westlichen Kreisen wird der Dalai Lama gerne als »einfacher Mönch« und »spirituelle Persönlichkeit« präsentiert, der ganz im Geiste Gandhis der angeblich »völkerrechtswidrigen chinesischen Besatzung Tibets« einen resoluten, passiven friedlichen Widerstand entgegensetzt. Dafür wurde er von dem von Westinteressen dominierten Nobel-Komitee auch 1989 mit dem »Friedenspreis« ausgezeichnet, obwohl der Dalai Lama genau das Gegenteil eines Pazifisten ist und in der Vergangenheit auch nicht vor Mord und Totschlag zurückgeschreckt ist, um seine Interessen durchzusetzen. Heute hat man passenderweise vergessen, daß »Seine Heiligkeit« ein Anstifter und Aufhetzer des blutigen Aufstandes von 1959 gegen die halbautonome Regierung von Tibet war, weil die sich daran gemacht hatte, sozialistische Reformen im Land einzuführen. Tausende von fortschrittlichen Tibetern kamen damals bei den Gemetzeln der reaktionären Ultras ums Leben, bis schließlich die Volksbefreiungsarmee eingriff und dem Spuk ein Ende setzte. Die feudalistischen Lamas, mit dem Dalai an ihrer Spitze, flohen mit ihren Anhängern unter Mitnahmen des nicht unbedeutenden nationalen Goldschatzes ins indische Exil. Erst danach entstand die Mär von der chinesischen Besatzung Tibets und vom Dalai Lama, der als »friedfertiger Mönch« der mit den gewaltfreien Mitteln Gandhis dagegen kämpft.

Daran, daß die Zentralregierung Chinas seit mehr als 700 Jahren ununterbrochen auch die Souveränität über die Provinz Tibet gehabt hat und Tibet zu keinem Zeitpunkt ein unabhängiger Staat war, besteht kein Zweifel Millionen von historischen tibetischen und chinesischen Dokumenten in Peking, Nanking und Lhasa belegen das. Keine Regierung der Welt hat je Tibet als unabhängigen Staat anerkannt. Auch in einer Anweisung des britischen Außenministers Lord Lansdowne aus dem Jahre 1904 heißt es, daß Tibet »eine Provinz des chinesischen Reiches ist«.

Und in einer Rede im Jahre 1954 sagte der indische Premierminister Jawaharlal Nehru: »Soweit ich weiß, hat seit Jahrhunderten kein fremdes Land Chinas Souveränität über Tibet je in Frage gestellt.« Genau das aber tun die Westmächte mit ihrer anhaltenden Unterstützung der tibetanischen »Exilregierung« und deren Anführer, des Dalai Lama. Denn nach dem Sieg der kommunistischen Revolution in China 1949 hatten die Westmächte, allen voran die USA, in Asien ein zweites »Reich des Bösen« heranwachsen gesehen. Deshalb taten sie alles, um das neue China zu schwächen, wozu auch die politische und militärische Unterstützung der gewaltbereiten Separatisten in Tibet gehörte.

Inzwischen kämpft der Dalai Lama mit rabiater Intoleranz gegen eine Gruppe innerhalb der Exil-Tibeter, die sich dem Orakel-Gott »Schugden« zuwenden und ihm opfern, von dem sich aber der Dalai Lama persönlich bedroht fühlt. Die Schugden-Anhänger wurden zu »Volksfeinden« erklärt, Listen mit Namen und Fotos der »Volksfeinde« und ihrer Kinder wurden aufgehängt. Die Hexenjagd innerhalb der Exilgemeinde gegen die Schugden-Anhänger soll sogar Todesdrohungen beinhaltet haben. Der Dalai Lama ist jedoch nicht nur ein intoleranter, gewaltbereiter Feudalherr und politischer Hasardeur, sondern auch ein Rassist. Als solcher hatte er sich vor Jahren auf seiner Webseite im Internet geoutet, auf der seine Landleute in Tibet vor der rassistischen Durchmischung mit den zugezogenen Han-Chinesen gewarnt wurden. Offensichtlich soll die tibetanische Rasse rein bleiben. Als solche Forderungen von den weißen Rassisten in Südafrika gestellt wurden, erhob sich weltweit ein Aufschrei der Empörung. Beim tibetanischen Gott-König sieht man geflissentlich darüber hinweg. Der Menschenrechtsdialog ist allein Peking vorbehalten.

da kami
25.09.2007, 11:07
Ja ich weiss schon, die Genossen in Rotchina sind viel netter.
Ausser, dass sie auf Kommunismus eigentlich jetzt pfeifen weil er halt einfach nicht funktioniert und ihre Partei gerade die Existenzberechtigung verliert.
Und sie irgendwie auf den Internationalismus pfeifen und lieber einen auf Sozialismus in einem Land machen. Und dadurch von Internationalsozialisten zu Nationalsozialisten mutieren.
Naja, den Chinesen tuts jedenfalls besser als Maos Steinzeitkommunismus.

Der Papst ist übrigens ein absolutistischer Monarch, Gewaltenteilung gibts im Vatikan gar nicht, noch weniger als hier. Und der Vatikan ist ein Steuerparadies. ;)
Das muss aber bei religiösen Oberhäuptern auch irgendwie so sein, denn über heiliges kann man nicht abstimmen und die Mehrheit ist irrelevant, wenn es um die Wahrheit geht.

Demokratie ist, wenn ein Schaf und zwei Wölfe gemeinsam über die Mahlzeit abstimmen.

Der Original-Ghandi, der mit den Mitteln Ghandis kämpfte, empfand es übrigens als "eines der größten Verbrechen der Engländer, dass sie den Indern die Waffen genommen haben".
=>Asiaten werden leicht verkannt, nur weil sie viel lächeln.

Die "sozialistischen Veränderungen" 1959 waren nichts anderes als ein hemmungsloser Angriffskrieg einer Großmacht gegen einen Zwerg.
Hachja, die Wehrmacht hat in Polen ja auch bloß eingegriffen, ne? ;)

Die britische Regierung hatte übrigens annähernd genauso lange die Souveränität über Irland inne, die des Reichs diejenige über Böhmen noch länger.

Der letzte Absatz ist echt zu blöd...kommt das Pamphlet direkt aus Peking?

Acolina
25.09.2007, 16:17
Nun ja, diese Darstellung in der JW scheint mir dann doch genau so einseitig, wie die Behauptung, der Dalai Lama & Co seien nun die besten, untadeligsten Menschen dieser Welt ;) Man sollte diesen Artikel (wie jeden) auch im Kontext mit dem Hintergrund des Autors Rainer Rupp (http://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Rupp) alias Topas sehen. Dann wird seine Perspektive da sicher etwas klarer ;)

Ich weiß nicht, ob jemand von euch mal "Der Schatten des Dalai Lama (http://www.trimondi.de/front.html)" von Viktor und Viktoria Trimondi gelesen hat? Auf deren Seiten (http://www.trimondi.de/index.html) gibts interessante Texte zur Religionskritik allgemein, auch anderen Religionen als Buddhismus.

Zur im JW-Text auch angesprochenen Kontroverse Dalai Lama vs. Dordsche Schugden findet sich dort auch ein Vortrag von Helmut Gassner (http://www.trimondi.de/med08.html), eines ehemaligen, langjährigen Übersetzers des Dalai Lama.

Es ist das alte Problem, wenn persönliche spirituelle Erfahrungen zu Religionen institutionalisiert werden, Hierarchien aufgebaut werden, Menschen zu göttlicher als andere, gar Gottesvertretern erklärt werden bzw. sich erklären, sei es nun Papst, Dalai Lama etc., aus Glaubensvorstellungen Machtansprüche abgeleitet werden, Religion sich mit Politik vermischt usw. usf. - das führt immer ins Unheil. Das alles ist nix weiter als Machtgier, egal mit welchem Mäntelchen sie sich tarnt.

Mit den Lehren, auf die sich diese Religionen berufen, hat das dann nix mehr zu tun, auch wenn man sich ständig drauf beruft und sowohl ein Buddha wie Jesus (sofern die Geschichten über sie stimmen) werden sich wohl angesichts dessen, was da alles angeblich in ihrem Namen geschieht, im Grabe umdrehen.

Mein Opa sagte immer, der liebe Gott mag ja 'n guter Mann sein, aber er ist sicher ein mieser Personalchef, wenn man sich so die Auswahl seines Bodenpersonals ansieht... ;) (Er musste es wissen, er hatte in seinem Job tagtäglich mit dem Bodenpersonal zu tun und Horden von denen in der Verwandtschaft ;) )

Natürlich gabs und gibts in jeder Religion immer auch die anderen, tatsächlich weise Menschen, von denen auch dieser etwas andere Wortlaut meiner "Gebrauchsanweisung (http://forum.grenzwissen.de/thread.php?threadid=1111)" ;) auf der Trimindi-Site zeugt::

Aus dem Kalama-Sutra (Rede an die Kalamer) des Buddha Shakyamuni

Geht, Kalamer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters! Wenn ihr aber, Kalamer, selber erkennt: „Diese Dinge sind heilsam, sind untadelig, werden von Verständigen gepriesen, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Segen und Wohl“, dann o Kalamer, möget ihr sie euch zu Eigen machen.
Wenn man sowas als Leitspruch wählt, kann eigentlich nicht viel schief gehen, allerdings bekommt man dann öfter mal so seine Probs mit Religionsgemeinschaften ;)

Wie sagt Krishnamurti so treffend? "Die Wahrheit ist ein pfadloses Land. In dem Moment, in dem man beginnt, jemandem zu folgen, hört man auf, der Wahrheit zu folgen."

lars willen
25.09.2007, 17:38
also dieser Rainer Rupp
Der Dalai Lama ist jedoch nicht nur ein intoleranter, gewaltbereiter Feudalherr und politischer Hasardeur, sondern auch ein Rassist.
Rainer Rupp
der hat ein schweres problem mit der wahrnehmung

ich habe den Dalai Lama zwar nur zusammen mit 2tausend leuten beim "27kongress für soziale gerechtigkeit" gesehen
aber der typ war ununterbrochen am grinsen und fröhlich und passt überhaupt zu der beschreibung von Rainer

man sollte nicht jeden murks verbreiten,mag sein das dieser Rainer Rupp gründe hat das zu behaupten,aber so einen quatsch zu schreiben

oder glaubt mir etwa jemand wenn ich lügen verbreite

da kami
25.09.2007, 17:54
Denselben Rat, ein bisschen unter sich zu bleiben damit wenigstens ein bisschen was vom eigenen Volk und der eigenen Kultur übrigbleit haben übrigens auch viele der Indianerhäuptlinge ihren Stämmen gegeben, die die Grünen heute so gerne für sich pachten.
"Erst wenn der letzte Bach... merkt ihr, dass man Dollars net essen kann... blabla..."

Heute haben sie gelernt, dass man mit Dollars aber essen kaufen kann und bauen fröhlich Spielcasinos. Und weil sie bissl unter sich geblieben sind, sind sie überhaupt noch da.

lars willen
25.09.2007, 18:50
ja,wenn grüne sich mit indianerhäuptlingen zeigen können freuen die sich wie die Schneekönige,kein scherz

Acolina
25.09.2007, 18:56
Original von da kami
Denselben Rat, ein bisschen unter sich zu bleiben damit wenigstens ein bisschen was vom eigenen Volk und der eigenen Kultur übrigbleit [...]
Man muss kaum unter sich bleiben, damit die eigene Kultur überlebt. Gerade in der "Fremde" wird sie oft mehr gepflegt als zuhaus ;)

Aber mal ganz davon abgesehen, Leben ist immer Bewegung, nie Stillstand. Guckt man sich die Menschheitsgeschichte an, sieht man, dass auch Volksgruppen und Kulturen immer in Bewegung waren, sich mischten und neue hervorbrachten und auch schon mal untergingen oder in anderen aufgingen, nicht ohne auch dort ihre Spuren zu hinterlassen.

Was wir heute unsere "deutsche Kultur" (und "deutsches Volk") nennen, ist ein gewaltiges Konglomerat aus diversen Volksgruppen und deren Kulturen, die im Laufe der Zeit durch Europa zogen, sich niederließen, hier lebten etc. Sie war immer im Wandel, ist es und wirds - will sie nicht aussterben - wohl auch immer sein.

Und guckt man sich die Geschichte an, wo Kultur, Wissenschaft und auch der positive Aspekt der Religionen aufblühten, waren dies immer Orte, wo unterschiedliche Kulturen und Volksgruppen aufeinander trafen und es schafften, friedlich in entsprechender Toleranz, d.h. nicht nur Duldung, sondern gegenseitigem Respekt voreinander, zusammen zu leben. Wo sich unterschiedliche Kulturen als gegenseitige Bereicherung und nicht Bedrohung wahrnahmen.

lars willen
25.09.2007, 19:39
jupp,und deutsche und juden haben 1 tausend jahre zusammen gelebt,das ist europäischer Rekord, hatte bloss ein mieses ende

Acolina
25.09.2007, 19:51
Original von lars willen
jupp,und deutsche und juden haben 1 tausend jahre zusammen gelebt,das ist europäischer Rekord, hatte bloss ein mieses ende
Jupp, wobei diese Juden ja schlussendlich auch Deutsche waren/sind, z.B. für Deutschland nicht minder patriotisch wie andere in den WK I gezogen sind, maßgeblich zu dem, was wir heute deutsche Kultur nennen, beigetragen haben usw.

Bis dann der "arische" Irrsinn um sich griff, von ihm Verschwörungstheorien zu Verschwörungsfakten ernannt wurden, mittelalterliche Lügengeschichten wiederbelebt etc. pp. Neid der "arischen", hauptsächlich auch geistig Minderbemittelten... der ja, nicht nur, wenn man Björnis Post zu Verschwörungen an anderer Stelle liest, immer noch grassiert.

Es wird immer haarig, wenn jemand denkt, er sei was Besseres...

lars willen
25.09.2007, 20:52
stimmt,ich hätte "christliche deutsche und jüdische deutsche" schreiben müssen

perfidulo
26.09.2007, 08:18
Dieses "Zusammenleben" würde ich nicht gerade als Modell für Toleranz bezeichnen. Bis zur Befreiung durch die Franzosen nach ihrer bürgerlichen Revolution waren Mitbürger jüdischen Glaubens vom sozialen, politischen und kommerziellen Leben ausgeschlossen, mußten in speziellen Wohnvierteln auf engstem Raum hausen (vgl. Frankfurt) und wurden gelegentlich ausgewiesen oder umgebracht (z.B. weil sie kleine Kinder schlachten)
Etwas günstiger sieht es in den arabischen Ländern aus, wo es tatsächlich eine mehrere Jahrhunderte andauernde Koexistenz gibt.
Aber ich glaube nicht, daß der Dalai Lama über eine Zuzug anderer Glaubensgemeinschaften nach Tibet wirklich beglückt wäre.

@da kami
Die "sozialistischen Veränderungen" 1959 waren nichts anderes als ein hemmungsloser Angriffskrieg einer Großmacht gegen einen Zwerg.
Hachja, die Wehrmacht hat in Polen ja auch bloß eingegriffen, ne? Augenzwinkern
Der sture Antikommunismus verkleistert Hirn und Augen. Tibet war, wie R. Rupp schreibt, immer eine Provinz Chinas, was bis dahin niemand in Frage gestellt hat. Waren ja auch despotische Herrscher in China bis zu diesem Zeitpunkt, die ihre Leute ausbeuten ließen.
Nur wenn der böse Kommunist kommt, ist Separatismus plötzlich erlaubt.

unwissender
28.09.2007, 18:00
Original von perfidulo
Er ist beliebt bei esoterischen Kreisen bis weit hinein in die Grünen. Tatsächlich ist
der Dalai Lama ein reaktionärer Feudalherr und gewaltbereiter Rassist.



Wie kann man nur so einen Müll posten?

Bis zur Befreiung durch die Franzosen nach ihrer bürgerlichen Revolution waren Mitbürger jüdischen Glaubens vom sozialen, politischen und kommerziellen Leben ausgeschlossen, mußten in speziellen Wohnvierteln auf engstem Raum hausen (vgl. Frankfurt) und wurden gelegentlich ausgewiesen oder umgebracht (z.B. weil sie kleine Kinder schlachten)


Kleine Kinder haben sie geschlachtet?
Kann man das irgendwo nach lesen?

perfidulo
28.09.2007, 19:36
Wenn Du Dir Mühe gemacht hättest, den Text zu lesen, könntest Du Dir die Frage selbst beantworten. Aber Du willst es ja nicht glauben.

Die 2. Anmerkung soll wohl der Versuch sein, mich als Antisemit zu entlarven. Wer einmal als Antisemit eingestuft ist, braucht erst gar nicht mehr mit irgendwelchen Argumenten zu kommen. So läuft das heute.

Mit einem Verkleisterten Hirn gibt es keine Erkenntnis.

lars willen
28.09.2007, 22:47
das zusammenleben von preussen,hannoveranern,bayern,franken,sachsen und so weiter

wurde nur durch gelegentliche kriege gestört,die man mit den fadenscheinigsten argumenten führte,denn meistens hat man sich nicht die mühe gemacht eine fälschung anzufertigen,der gewinner hatte recht

da kami
29.09.2007, 02:33
Original von unwissender
Kleine Kinder haben sie geschlachtet?
Kann man das irgendwo nach lesen?
Klar, schaust mal Al-Jazeera an, das veranschaulichen die sogar nachmittags in den Daily Soaps. Brunnen vergiften se auch.

(Für Personen unter 14 Jahren, die laut medizinischer Forschung Ironie als solche nicht erkennen: Das ist Ironie. Aber Al-Jazeera ist kein ironischer TV Sender.)

Original von perfidulo
Die 2. Anmerkung soll wohl der Versuch sein, mich als Antisemit zu entlarven. Wer einmal als Antisemit eingestuft ist, braucht erst gar nicht mehr mit irgendwelchen Argumenten zu kommen. So läuft das heute.

Das nervt, newahr...is wirklich ne ziemlich kranke Mode geworden.
Wer das Maul aufreisst kommt in den Nazi-Topf, und da kommt keiner mehr raus.
Diese Leute einfach auslachen, alles andere is vergebliche Liebesmüh.
Was meinst du wie das erst uns sture Antikommunisten nervt, wir sind ja quasi beim ersten Wort schon drin, je nach Sozen-Fanatismus des Gegenübers.

-- § 86a StGB u.ä. muss weg, dann erkennt man Nazis endlich wieder daran, dass sie selbst sagen, sie sind welche, und muss keine Hexen verbrennen.


Ne du, ich spreche gar keinem Volk, Stamm, Eidgenossenschaft oder Kolonie sein Recht auf Separatismus ab, ich träume selbst davon mich dereinst mit 200 ha und Großfamilie, sipplichem Anhang und Freunden zum unabhängigen Emirat zu erklären.
Wegen mir dürfen das sogar Kommunisten, wenns deren Volk denn wirklich will. (siehe DDR, da wollte es nicht.)
Ich wollte dir nur das Problem von Rupps Argumentation aufzeigen, Argumente gelten immer für alle oder keinen. Wenn das so für Tibet gilt, dann gilts auch für Böhmen und Irland. Aber wer beispielsweise Böhmen sein (egal ob völkerrechtlich oder moralisch) Recht auf Souveränität abspricht, der kommt in den Ih-Bäh-Nazitopf.
Bist du immer gegen Separatismus, oder nur dann wenn er sich gegen Volksrepubliken richtet?

perfidulo
29.09.2007, 09:28
Wir sind uns näher als Dir lieb sein dürfte.
Jede Region sollte über ihre Angelegenheiten selbst bestimmen dürfen.
Das Problem bei Tibet ist aber, daß nicht das "Volk" bestimmt, sondern der Feudalherr. Nur hier nimmt man an, daß er die authentische Stimme seines Volkes ist.
Ansonsten sollten auch immer (Hinweis für die Grünen) Aspekte, wie Demokratie, soziale Sicherheit, Gleichberechtigung eine Rolle spielen.
In diesem Punkt halte ich die Chinesen tatsächlich für entwicklungsfähiger als eine religöse Sekte.
Ein Emirat in Bayern könnte mir schon gefallen. Aber 200 ha sind zu wenig. Unter 1000 ha macht es keinen Sinn.

unwissender
29.09.2007, 16:51
Original von perfidulo
Wenn Du Dir Mühe gemacht hättest, den Text zu lesen, könntest Du Dir die Frage selbst beantworten. Aber Du willst es ja nicht glauben.

Ich habe den Text gelesen aber was heißt das schon?
Vieles habe ich schon gelesen, wenn das alles stimmen würde.... :rolleyes:
Ich lege Dir das Buch "Der große XIII" von Charles Bell ans Herz. Vielleicht ändert das etwas an deiner Sichtweise.


Die 2. Anmerkung soll wohl der Versuch sein, mich als Antisemit zu entlarven. Wer einmal als Antisemit eingestuft ist, braucht erst gar nicht mehr mit irgendwelchen Argumenten zu kommen. So läuft das heute.


Nein, ich wollte lediglich irgend etwas darüber lesen. Bilde mich gerne weiter, weil mein Hirn hoffentlich noch nicht "verkleistert" ist.

da kami
30.09.2007, 04:01
Original von perfidulo
Wir sind uns näher als Dir lieb sein dürfte.
Du, das is mir schon klar. Die Schlimmen kommen nur noch mit Parolen, Sprechchören und Lichterketten daher, wenn sie etwas lesen was ihnen zu hoch ist... du antwortest individuell wenn du was gegenteilig siehst...das weiß ich schon zu schätzen.
(Und da die Nazis in meinen Augen gar nicht Rechte waren, sondern Linke, seh ich diesen ganzen rechts/links-Kram eh etwas anders als RTL uns glauben machen will...)


Jede Region sollte über ihre Angelegenheiten selbst bestimmen dürfen.
Das Problem bei Tibet ist aber, daß nicht das "Volk" bestimmt, sondern der Feudalherr. Nur hier nimmt man an, daß er die authentische Stimme seines Volkes ist.
Die athentische Stimme des tibetischen Volkes ist jedenfalls nicht Pekings Zentralregierung, die seit beinah 50 Jahren Tibet planmäßig umvolkt.
Der Dalai Lama ist also immerhin eine kommissarische Stimme dieses Volkes, bis sich bessere Vertreter finden, die Peking nicht unter seiner Knute hat.
Der pekingtreue, von Peking eingesetzte Gegen-Dalai-Lama (gibt nicht nur Gegenpäpste...) ist sicherlich nicht ernstzunehmen. Genausowenig wie die Partei die immer Recht hat.


Ein Emirat in Bayern könnte mir schon gefallen. Aber 200 ha sind zu wenig. Unter 1000 ha macht es keinen Sinn.
Ich halte es aber für eine Unsitte Privateigentum und Staatsgebiet zu vermischen (wie zb die CSSR, Israel und Polen), darf also niemanden enteignen, muss also alles vorher brav käuflich erwerben, und für ein Spielcasino, einen Coffeeshop und was man halt sonst so braucht und aussenrum verboten ist reichts.
200 sind erstmal genug Zielvorgabe. Der Vatikan is kleiner.

Joliven
30.10.2007, 18:44
Moin,

Denn der »Gott-König« – und nichts anderes bedeutet »Dalai Lama«

Dalai Lama bedeutet Ozeangleicher Lehrer.

Der Dalai Lama unterscheidet sich durch nichts von anderen, nicht demokratisch gewählten Monarchen und absolutistisch regierenden Feudalherren, die in verschiedenen Regionen der Welt auch heute noch ihre Untertanen ausbeuten. Trotz seiner, im ersten Teil seines Titels suggerierten Nähe zu Gott ist der Dalai Lama vor allem König und folglich ein Politiker.

Das ist einer der Journalisten die nicht recherchieren?
a) Der Dalai Lama hat nix mit Gott zu tun, denn im Buddhismus gibt es kein Gott, jedenfalls keiner zu dem gebetet wird. Siehe Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Dalai_Lama):

„Dalai Lamas sind im tibetischen Buddhismus Menschen, die sich aus Mitgefühl entschlossen haben, durch Reinkarnation wieder in das Leben oder „in die gewöhnliche menschliche Existenz“ einzutreten, um anderen Wesen zu dienen, obwohl sie als erleuchtete Wesen (Bodhisattva) den Kreislauf der Wiedergeburt hätten verlassen können. Die Dalai Lamas gelten als Emanation Avalokiteshvaras (tib. Chen rezig) des Bodhisattva des Mitgefühls.

Ein Dalai Lama ist gemäß der Tradition in Tibet ein sogenannter Tulku. Es wird angenommen, dass der vorherige verstorbene Dalai Lama erneut eine Wiedergeburt als Mensch annimmt und dieser dann aufgefunden werden kann. „

b) Ist er nicht mehr das Politischeoberhaupt, nur noch das geistige und das auch nicht aller Tibeter, denn es gibt da ja auch welche die nicht Buddhisten sind. Die Exilregierung wurde, glaube, 1998 gewählt.

Von interessierten westlichen Kreisen wird der Dalai Lama gerne als »einfacher Mönch« und »spirituelle Persönlichkeit« präsentiert, der ganz im Geiste Gandhis der angeblich »völkerrechtswidrigen chinesischen Besatzung Tibets« einen resoluten, passiven friedlichen Widerstand entgegensetzt. Dafür wurde er von dem von Westinteressen dominierten Nobel-Komitee auch 1989 mit dem »Friedenspreis« ausgezeichnet,

Wieso im Geiste Gandhis? Er folgt ja der buddhistischen Lehre, die Gewalt verbietet.
Ein Land zu besetzen ist nicht Völkerrechtswidrig?
Westintressen? Lebt der Autor noch in der DDR?

Daran, daß die Zentralregierung Chinas seit mehr als 700 Jahren ununterbrochen auch die Souveränität über die Provinz Tibet gehabt hat und Tibet zu keinem Zeitpunkt ein unabhängiger Staat war, besteht kein Zweifel Millionen von historischen tibetischen und chinesischen Dokumenten in Peking, Nanking und Lhasa belegen das.

Die Volksrepublik China wurde 1949 gegründet. Soll ich das alles C&P (http://de.wikipedia.org/wiki/Tibet) nee lies ma' selbst.

militärische Unterstützung der gewaltbereiten Separatisten in Tibet gehörte.
Ja, die CIA hatte paar 100 Tibeter im Guerillakrieg ausgebildet.

Zur Schugden-Praxis, diese wurde vom 13. Dalai Lama untersagt, da in vielen Klöstern seiner Tradition, dieses Wesen mehr verehrt wurde als Buddha.

Das beim Dalai Lama nicht alles, heilig ist sollte eh klar sein, er ist immerhin auch nur ein Mensch, aber so ein Artikel ist doch ...

Namo Amitabha Buddha
Dong Hanh

perfidulo
29.07.2009, 15:06
Neues aus dem Sexleben des Idols aller Gutmenschen.

Der Phallokrat (http://www.jungewelt.de/2009/07-29/021.php)

Der Dalai Lama wird anläßlich seines diesjährigen Deutschlandbesuchs vom 29. Juli bis 2. August in der Frankfurter Commerzbank-Arena buddhistische Belehrungen abhalten. Über den Wesenskern des von ihm vertretenen Vajrayana-Buddhismus wird er, wie üblich bei seinen Auftritten im Westen, nichts verlautbaren: In der tibetischen Variante des Buddhismus führt der Weg zur Erleuchtung über tantrische Sexualpraktiken.

Wie in den Kodizes sämtlicher Religionen finden sich auch im tibetischen Buddhismus detaillierte Anweisungen zu »korrektem Sexualverhalten«. Insbesondere die Angehörigen des Klerus unterliegen strengen Richtlinien: »Ein Mönch muß strikte Keuschheit üben.« Gleichwohl, wie der Dalai Lama ausführt, »gibt es im tibetischen Buddhismus eine ausgeprägte sexuelle Symbolik, besonders in der Darstellung der Gottheiten mit ihren Gefährtinnen, woraus oftmals ein falscher Eindruck entsteht. Das Sexualorgan wird zwar benutzt, aber der Fluß der Energie wird völlig beherrscht. Entscheidend ist die Fähigkeit, sich vor dem Fehler des Samenergusses zu hüten. Da es sich nicht um einen gewöhnlichen Sexualakt handelt, kann man die Verbindung zur Enthaltsamkeit herstellen.«1 Mit anderen Worten: Solange Mönch oder Lama nicht ejakulieren, können – und sollen! – sie sich durchaus verschiedenster sexueller Aktivitäten befleißigen, die »Benutzung des Sexualorgans«, sofern korrekt vorgenommen, sei ohne weiteres mit dem Gelübde des Zölibats vereinbar. Derlei sexuelle Praktiken, so der Dalai Lama spitzfindig, »sind in Wahrheit kein Sex, auch wenn es so aussieht«. Die ständig vorgetragene Behauptung »Seiner Heiligkeit«, er habe sein »ganzes Leben lang im Zölibat gelebt«, erhält unter diesem Gesichtspunkt eine völlig andere Bedeutung.

perfidulo
07.08.2009, 13:59
In Ihrem Blog rechnet Jutta Ditfurth (http://www.was-sache-ist.de/2009/08/der-dalai-lama-war-nicht-in-wacken/) mit Idol aller Gutmenschen ab.

Verglichen mit dem Auftritt des Dalai Lama in Frankfurt/Main und der unterdrückt-aggressiven Hysterie seiner Anhänger ist das jährliche Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken ein Hort der Sanftheit, Freiheit und Emanzipation. Der Dalai Lama war in Frankfurt/Main und 50000 lagen zu seinen Füßen, Promis buhlten um Privataudienzen. Einnahmen: 1,75 Millionen Euro plus Spenden und Eso-Kommerz. »Der reale Humanismus hat in Deutschland keinen gefährlicheren Feind als den Spiritualismus…« schrieben Marx und Engels 1845 und sie hatten Recht.

Und schont die Linkspartei nicht, die sich der "Bewahrung Tibetischer Kultur" auf die einst rote Fahne geschrieben hat. Aber was ist das?

Die soziale Lage der Tibeter ist den Anhängerinnen des Dalai Lama nicht nur vollkommen egal – sie verlangen sogar die »Bewahrung der tibetischen Kultur«. (Das fordert auch die Linkspartei). Woraus bestand diese »Kultur«? Unter der Herrschaft des Dalai Lama und seiner Vorgänger lebten 95 Prozent der Tibeter in Leibeigenschaft, tyrannisiert von Adel und Kirche. Tibet war eine feudalistische Sklavenhaltergesellschaft. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts gab es keine Prise Demokratie. Hände abhacken bei Diebstahl, Folter vielfältiger Art bei oppositionellem Verhalten, Gefängniszellen in den Klöstern. Von der abgrundtiefen Frauenverachtung ganz zu schweigen. Aber auch die Sozialgeschichte Tibets interessiert die Dalai Lama-Fans nicht.

Schön, daß sie es niedergeschrieben hat. Wer die junge Welt liest, weiß das alles schon längst.

Asujia
07.08.2009, 23:42
dein letzter beitrag war ja ganz okay, aber wen interessiert, ob der dalai lama sex hat? gibts da irgendwelche versteckten aggressionen bei dir?

natürlich umfasst "kultur" für verschiedene leute verschiedene dinge. wird auch welche geben, die sklavenhaltung als kultur verstehen. aber in china wird genauso versucht, den rest der tibetanischen kultur und religion (übrigens, da gibts auch vielmännerehe, also gerade das gegenteil von herabsetzung der frau, weil die kann dann mehrere partner - oftmals brüder - ehelichen, und das ist entscheidung der frau) per zwang - oder umvolkung - anzugleichen.

Jondalar
08.08.2009, 00:22
Naja, wenn man mal die "Kirche im Dorf" lässt, hat perfidulo völlig recht. Nicht nur die Tibeter, auch die Uiguren ( nordwestlich in China ) haben bisher nur profitiert. Klar - es gibt auch in Bayern immer noch Menschen, die gerne aus der BRD austreten wollen, aber alles in allem ist das gequirlte Banane.

Fakt ist - ohne Belege, aber dafür aus chinesischen Quellen - dass erstens beide Völker einen Lebensstandard haben, den sie ohne China nie erreicht hätten, und zweitens es sich immer gut meckern lässt, so lange man sich gegen die "Obrigkeit" wenden kann. Ich kenne das auch aus mehreren Quellen - JAAAAA, ich such sie auch, wenn ihr darauf besteht, aber selber fressen macht fett, also googelt mal - dass die Tibeter nur ein versklavtes Volk waren, die gequält und versklavt wurden - von den Mönchen des DL. Ich wäre ja so frei - wäre, wollte, könnte - wenn ich die chinesische Regierung wäre, Tibet wieder ab zu geben, DANN wäre das Geschrei dort richtig groß, wenn der Wohlstandsbauch schwindet und die Sklaverei wieder beginnt.

Ich führe mal als Beispiel die Uiguren an - die haben Asyl in Deutschland weil die phösen Chinesen so unanständig zu ihnen sind. Dazu machen sie in München am Marienplatz eine Demo und - was auch sonst - greifen dort chinesische Touristen an. Jaaaaa, die armen Uiguren, die armen Tibeter, die armen sonstwas.

Schaut vielleicht nicht so viel Nachrichten, schaut mal lieber ein klein wenig dahinter. Ist jetzt völlig OT, aber es war schon so im kalten Krieg. Russland ( CCCP damals ) hat bis auf ganz wenige Ausnahmen, nie ein Lang angegriffen. USA, das "gelobte Land" greift ständig irgendwelche "Schurkenstaaten" an - komischerweise immer nur welche, die Erdöl oder sonstige Ressourcen haben - aber humanitär hilfebedürftige Völker ( Afrika ist voll davon ) nie, da heisst es "Wir mischen uns nicht in anderer Völker Angelegenheiten ein"

Schaut doch mal auch ausserhalb der Wissenschaften über Eueren Tellerrand hinaus, dann sieht so manches anders aus.

Asujia
08.08.2009, 00:40
haha...

wer sagt denn dass ich die usa toll finde? aber man muss immer differenzieren. nur weil der "lebensstandard" gestiegen ist (noch dazu laut chinesischen quellen, lustig. da kann ich auch putin fragen, ob es russland jetzt besser geht)

ich gebe wenigstens zu, dass ich die situation dort nicht beurteilen kann, weil ich noch nie dort war. war einer von euch in tibet? oder habt ihr das alles nur aus dritter hand? weil bei meiner reise nach nicaragua (3 wochen, wir haben dort nicht nur mit regierungsstellen, sondern auch mit vertretern der weltbank, der interamerikanischen entwicklungsbank und diversen NGOs geredet) hab ich mitgekriegt, dass in der westlichen öffentlichkeit immer nur die extrempositionen diskutiert werden, die eigentliche situation des landes, die irgendwo dazwischen liegt, aber im endeffekt ignoriert wird, ist egal. das ist politisches stammtischgeplänkel. die einen sagen das eine lager ist soooo toll und nur die bööösen anderen....die anderen machen das genauso, nur mit umgekehrten vorzeichen.

in wirklichkeit ist die sache viel komplexer, und wir als gutsituierte westliche bürger sehen es als hobby, uns über die verhältnisse in einem anderen land zu streiten, obwohl es uns praktisch am ar*** vorbei geht. für uns ist das nur selbstdarstellung und -beweihräucherung. willst du was ändern? dann geh dorthin und kämpfe dafür. hab ich ende des nächsten jahres vor. ich mir ein entwicklungsprojekt aussuchen und dort mitarbeiten, und da man dort eher pragmatisch arbeiten muss, werde ich nicht über sozialismus oder konservativismus schreien, sondern einfach versuchen, das beste aus der situation zu machen.

deine position ist demnach: die chinesische regierung begeht zwar irsinnig viele verbrechen gegen die menschenwürde, vollzieht die höchste anzahl an todesstrafen weltweit, aber im bezug auf tibet "meinen sie es ja nur gut" und wollen die menschen von "der bösen herrschaft des feudalismus und der sklavenhaltung" befreien? Wirklich?

Jondalar
08.08.2009, 09:18
Auch haha

Dem ersten Abschnitt habe ich nichts hinzu zu fügen, da hast bedingungslos recht.

Im letzten jedoch bist Du ganz genauso - Vermutungen, Hörensagen, Medienaussagen.

Wie Du sagst, keiner war dort und keiner kümmert sich groß drum, aber auf die Chinesen schimpfen. Wirklich ?

Grüße

Al_Nikta
08.08.2009, 09:49
Schön, daß sie es niedergeschrieben hat. Wer die junge Welt liest, weiß das alles schon längst. Wer die Augen auf und das Hirn an hat auch.


Ich führe mal als Beispiel die Uiguren an - die haben Asyl in Deutschland weil die phösen Chinesen so unanständig zu ihnen sind. Dazu machen sie in München am Marienplatz eine Demo und - was auch sonst - greifen dort chinesische Touristen an. Jaaaaa, die armen Uiguren, die armen Tibeter, die armen sonstwas.War es mit irgendeiner Volksgruppe je anders ? Wer macht sich denn noch vor, dass man irgendwo auf diesem Planeten noch ein nettes Volk findet, was niemals gegen ein anderes Volk gewallttätig wurde. Das ändert auch keine rumreisende Grinsebacke.


gibts da irgendwelche versteckten aggressionen bei dir?Ja, Gutmenschen, Mundtot machen, denn dann ist die Welt endlich Ponnyhof ;)

Wie Du sagst, keiner war dort und keiner kümmert sich groß drum, aber auf die Chinesen schimpfen. Wirklich ?Der Mensch macht sich immer gern ein Bild von Dingen die er nie gesehen hat und schimpft meist über die Situationen die ihm am entferntesten liegen.
Warum ? Das kein Anderer merkt, wie am A.... einem alles vorbei geht.

Ich will am Misstand der Welt ehrlich nichts ändern. Lieber arbeiten andere Menschen für meine Kleidung, für einen Hungerlohn, in einer Fabrik bevor ich es muss. Lieber verhungern hundert Kinder, als das ich es muss,...

Das ist doch die Wahrheit in all unseren Köpfen. Und ich glaube wir sollten in ersterlinie den Vorteil anderen gegnüber schätzen, als sich ständig über etwas beschweren und aufzuregen. Kein gutmensch, würde auf die Strasse gehen und einen Penner bei sich wohnen lassen. Einer der nur über Gutmenschen schimpft auch nicht, beide bleiben auf dem hohen Ross und der Penner auf der Strasse und das diese Tatsache nicht so traurig ist, redet man sich eben was anderes ein oder schiebt die S. weiter aber stinken tut es trotzdem. Wenn schon Scheinheiligkeit aufzeigen wollen, dann bitte immer beide Seiten der Medallie.

Die Frau meines besten Freundes kommt aus Angola, die hat Dinge erzählt aus ihrer Kindheit, da muss ich mich immer Fragen, wie ist sie noch Lebensfähig ? Sie ist froh, dass sie hier leben darf und das wir hier Probleme haben, die ausdiskutiert werden, anstatt nachts mit der toten Schwester neben sich aufwachen. Meine Oma war in der russischen Gefangenschafft, spricht bis heute aber kein schlechtes Wort über Russen, sie sieht das irgendwie korret wenn sie sagt; nicht die Russen kamen und nahmen sich was sie wollten, Menschen waren es. Deshalb geht sie seit ich sie kenne nicht mehr auf die Strasse und unter Menschen. Sie hat das vertrauen in Alle verloren, nicht nur den bösen Russen. Das ist ne traurige Ehrlichkeit.

Asujia
08.08.2009, 17:03
Kein gutmensch, würde auf die Strasse gehen und einen Penner bei sich wohnen lassen.

jaja, die "Gutmenschen", ein tolles Wort. Manche "Gutmenschen" machen es aber zu ihrem Beruf oder sogar ihrer Berufung, solchen Menschen zu helfen. Gibt zum Beispiel Sozialarbeiter, Freiwillige, Ärzte ohne Grenzen, Kinderhilfe, alle möglichen anderen NGOs... die reden nicht nur darüber, die machen auch was. Ich selbst studiere gerade deswegen, um später eben Menschen zu helfen und mich nicht nur darüber aufzuregen. Aus diesem Grund war ich auch in Nicaragua, Praxiserfahrung sammeln. Bin auch schon seit sechs Jahren Sanitäter beim Roten Kreuz und TUE AUCH WAS, das unterscheidet nämlich manche (nicht alle) "Gutmenschen" von so manch anderen, die sich gerne aufregen (von dir zum Beispiel). Ganz nebenbei: ich hab schon Menschen - Bekannte von mir - die kein Geld und keine Wohnung hatten (also Obdachlose), gratis bei mir wohnen lassen. Also komm mir nicht mit deinem Weltverdruss "alle Menschen sind schei***, also findet euch lieber damit ab". Wenn du so denkst, dann halt die Klappe und schließ dich in deiner Wohnung ein. Selbst schuld wenn du die Welt so siehst. Man findet das Gute im Menschen überall auf der Welt, man kann es jedoch auch ausblenden. Aber jedem das seine.


Ich will am Misstand der Welt ehrlich nichts ändern. Lieber arbeiten andere Menschen für meine Kleidung, für einen Hungerlohn, in einer Fabrik bevor ich es muss. Lieber verhungern hundert Kinder, als das ich es muss,...

Es gibt nur wenige Menschen, die gerne mit verhungernden Menschen tauschen würden, das ist einfach der Überlebenstrieb. Der ist auch sinnvoll, sonst gäbe es nämlich keine Menschen mehr. Aber es ist ein Unterschied, ob man nicht selbst verhungern will oder einfach nur nichts dagegen tut, dass andere verhungern.
Es ginge auch anders, lustigerweise bestimmt nicht nur das Sein das Bewusstsein, wie Marx es so schön formuliert hat, auch das Bewusstsein bestimmt wiederum das Sein. Klingt komisch, ist aber so. Wenn die große Masse der Menschen glaubt, "das ist halt so und so muss es sein", dann wird es auch immer so bleiben. Also leistest du mit deiner Meinung und deiner ach so klaren Weltsicht einen Beitrag dazu, dass die Welt so ist wie sie ist. Dankeschön.

Acolina
08.08.2009, 17:57
Danke dir, Asujia. Ich wollte was dazu schreiben, aber du hast es schon gesagt.

Adrachin
09.08.2009, 22:14
@jondlar
Fakt ist - ohne Belege, aber dafür aus chinesischen Quellen - dass erstens beide Völker einen Lebensstandard haben, den sie ohne China nie erreicht hätten, und zweitens es sich immer gut meckern lässt, so lange man sich gegen die "Obrigkeit" wenden kann.

Na sowas. Vielleicht sollte man dann China mal nahelegen, dass es seiner eigenen Bevoelkerung auch den ungeheure Lebensstandard zu teil werden laesst, zu dem China den Tibetern und Uiguren verholfen hat. Und wenn China schon dabei ist, koennte es auch gleich dafuer sorgen, dass man in diesem grossartigen Land mit super Lebensstandard sich auch mal gegen die "Obrigkeit" wenden kann ohne Gefahr zu laufen, gleich ein paar Jahre in den Knast einzufahren. Nur so als Vorschlag......

Jondalar
10.08.2009, 10:09
@jondlar


Na sowas. Vielleicht sollte man dann China mal nahelegen, dass es seiner eigenen Bevoelkerung auch den ungeheure Lebensstandard zu teil werden laesst, zu dem China den Tibetern und Uiguren verholfen hat. Und wenn China schon dabei ist, koennte es auch gleich dafuer sorgen, dass man in diesem grossartigen Land mit super Lebensstandard sich auch mal gegen die "Obrigkeit" wenden kann ohne Gefahr zu laufen, gleich ein paar Jahre in den Knast einzufahren. Nur so als Vorschlag......

Das sagt mir jetzt, dass Du ausgewiesener China-Spezialist bist und regelmässig dort vor Ort die Lage überprüfst, dabei selbstredend einen überprüfbaren, repräsentativen Vergleich in der Bevölkerung anstellst und uns daher ganz genau sagen kannst, was da so im Land abgeht.

Ich hab meine Infos zumindest von dort lebenden Chinesen - woher hast DU Deine grandiosen Einsichten in den chinesischen Alltag ?

Grüße

Al_Nikta
10.08.2009, 10:34
Ich hab meine Infos zumindest von dort lebenden Chinesen

Das zählt doch nicht, ich kenne auch einen der seit 6 Jahren dort studiert
und mit einer Chinesin zusammen ist. Der erzählt mir auch ganz andere geschichten, aber die können ja nicht stimmen, man ließt ja was ganz anderes darüber und nur das gilt als objektiv und verwertbar. ;)

perfidulo
10.08.2009, 11:26
Es ist schon merkwürdig: Von den Chinesen verlangt man, was man hierzulande ungern gestattet: Etwa daß sich Volksgruppen ausdrücklich NICHT integrieren sollen.
Uiguren und Tibeter sollen ihre alte und keineswegs amüsante Lebensweise beibehalten, weil sie so nett aussehen.
Sie dürfen keine Fernseher, Computer haben und nicht in den Schnellimbiss gehen, der aber von einem Chinesen betrieben wird und altes klassisches chinesisches Fast Food auf der Speisekarte hat.
Es ist eine Form von westlicher Arroganz die sich mit dem alten Gift des Antikommunismus mischt.

Egal, was der Russe, Chinese, Kommunist macht, es ist immer falsch. Dazu habe ich ein Lied wiedergefunden, das das auf den Punkt bringt.
TRINKEN,
im Stoffwechsel angesiedelter Brauch zwecks Aufnahme von Flüssigkeit. In der Regel ein natürlicher Vorgang, jedoch Ausnahmen möglich:

Wenn ein Kommunist Bier trinkt, ist dies ein gewollter Anbiederungsversuch an den kleinen Mann.
Wenn ein Kommunist Kaffee trinkt, will er nur einen klaren Kopf behalten, damit er sich nicht verrät.
Wenn ein Kommunist Cola trinkt, ist dies ein Verrat am Kommunismus.
Wenn ein Kommunist Wodka trinkt, ist dies ein neuerlicher Beweis dafür, wie weit seine Abhängig von Moskau schon geht.
Wenn ein Kommunist Milch trinkt, dann hat er's wohl nötig.
Wenn ein Kommunist Krimsekt trinkt, ist dies einfach typisch für die Funktionäre von drüben.
Wenn ein Kommunist Limonade trinkt, zeigt dies nur um so deutlicher, wie weit seine Entfremdung von der Masse schon gediehen ist.
Wenn ein Kommunist Wasser trinkt, zeigt dies, was uns im Kommunismus blüht.
Wenn ein Kommunist etwas trinkt, ist das eben typisch für den Kommunismus.

Quelle:
Gerd Wollschon Floh de Cologne
Sudel-Lexikon, Satire Verlag, Köln 1977

Jondalar
10.08.2009, 12:16
Das zählt doch nicht, ich kenne auch einen der seit 6 Jahren dort studiert
und mit einer Chinesin zusammen ist. Der erzählt mir auch ganz andere geschichten, aber die können ja nicht stimmen, man ließt ja was ganz anderes darüber und nur das gilt als objektiv und verwertbar. ;)

Ja Al-Nikta, genauso siehts aus - alles nach dem Motto:

Aber es stand doch in der Zeitung!

1.000.000.000 Milliarde Chinesen irren sich ganz bestimmt!:eek:

Von daher kein Kommentar :D

Adrachin
10.08.2009, 15:04
Ich hab meine Infos zumindest von dort lebenden Chinesen - woher hast DU Deine grandiosen Einsichten in den chinesischen Alltag ?

Aus frei verfuegbaren Informationen zu China, Erzaehlungen von Kollegen, die schon mal in China waren UND von dort lebenden Chinesen. Ich habe in einer international taetigen Firma gearbeitet und dadurch eben auch Kontakt zu Taiwan-Chinesen und Festland-Chinesen gehabt. Reicht das als Referenz um was zum Thema sagen zu duerfen? Wenn nicht, geh ich lieber wieder......

Jondalar
10.08.2009, 15:16
Reicht das als Referenz um was zum Thema sagen zu duerfen? Wenn nicht, geh ich lieber wieder......

Ja, mir reicht das, darum bleib Du nur, ICH geh wieder.

Adrachin
10.08.2009, 15:20
Tja, mal kurz das Bein gehoben, gestrullt, Schwanz eingezogen und weitergetrollt. Auch gut......

Jondalar
10.08.2009, 16:56
Tja, mal kurz das Bein gehoben, gestrullt, Schwanz eingezogen und weitergetrollt. Auch gut......

Wenn DU hier mit halbseidenen Argumenten kommst, wie "ich kenn wen, der wen kennt" und dann noch meinst beleidigend werden zu müssen, dann tu das bitte, aber wundere Dich nicht, wenn einem die Lust vergeht mir Dir zu "diskutieren".

Herzlicheste Grüße

Adrachin
10.08.2009, 17:24
Wie jetzt, ich dachte, Du wolltest gehen? Abgesehen davon, DU bist es doch, der hier jeden anmacht, der nicht mindestens einen Chinesen persoenlich kennt. Kennt man dann aber welche, wie ich z.B. ist es auch nicht recht. Also langsam solltest Du Dich entscheiden......

Jondalar
10.08.2009, 18:32
Nur für den Fall, dass Dein letzter Beitrag etwas über mich oder für mich enthält Adrachin - ich kann Deine Ergüsse nicht mehr lesen - weder hier noch sonst wo, ich mag mir das nicht antun. Schreib Du was Du willst, nur dek in Zukunft daran, ICH kann es nicht mehr lesen.

Danke und viel Spass noch

Adrachin
10.08.2009, 19:19
He, eine Ignore-Liste..... (:

Hatte ich noch gar nicht mitbekommen......