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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Himmelsscheibe von Nebra


ying-yang
19.10.2005, 19:24
Endlich auch in Wien zu sehen und zwar im Original, so wird es zumindest behauptet ;) DIE HIMMELSSCHEIBE VON NEBRA

und zwar vom 9. November 2005 bis 5. Februar 2006 im Naturhistorischem Museum in Wien.

Rathauskorrespondenz vom 19.10.2005:

Die Himmelsscheibe von Nebra in Wien

Utl.: Ausstellung im Naturhistorischen Museum - Kooperation mit dem Verband der Wiener Volksbildung

Wien (RK). Ab 9. November 2005 ist es soweit. Die 3.600 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra ist erstmals in Österreich zu sehen. Die Ausstellung "Der geschmiedete Himmel. Die Himmelsscheibe von Nebra" (9. November 2005 - 5. Februar 2006) im Naturhistorischen Museum präsentiert die Himmelsscheibe im Original. Archäologische Funde aus ganz Europa entführen den Besucher in die faszinierende Welt der Mythen und Riten der Bronzezeit.


Zwtl.: Den Himmel über Nebra live erleben!

Aus Anlass der Ausstellung sind Naturhistorisches Museum und die astronomischen Einrichtungen des Verbandes Wiener Volksbildung (Planetarium Wien, Urania-Sternwarte, Kuffner Sternwarte) eine Kooperation eingegangen. Sowohl der Generaldirektor des Naturhistorischen Museums, Prof. Dr. Bernd Lötsch, als auch LAbg. Dr. Michael Ludwig, Vorsitzender des Verbandes Wiener Volksbildung, begrüßten diese Verbindung aus einer einzigartigen Ausstellung und dem astronomischen Angebot der Erwachsenenbildung in Wien.****

Damit konnte für die Bevölkerung Wiens und alle Interessierten ein breites und attraktives Angebot geschaffen werden. Das gemeinsame Rahmenprogramm richtet sich bewusst an unterschiedliche Ziel- und Altersgruppen und macht damit die Ausstellung "Der geschmiedete Himmel. Die Himmelsscheibe von Nebra" zu einem einzigartigen Erlebnis. Führungen, Vorträge und Aktionstage in den Institutionen laden dazu ein, die astronomische, mythische und historische Dimension der Himmelsscheibe zu entdecken. Die Himmelsshow im Planetarium Wien lässt den Himmel über Nebra vor 3.600 Jahren wieder erstehen. Die "Reise durch die Nacht" versetzt den Besucher in die Zeit der Himmelsscheibe.

Quelle (http://www.magwien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink?SEITE=020051019024)

Mehr Infos von der Ausstellung mit Anfahrtsweg, Preise, Öffnungszeiten des Museums (http://www.nhm-wien.ac.at/D/besucherinformation.html) und der Himmelsscheibe von Nebra (http://www.nhm-wien.ac.at/D/aktuelles/sonderausstellung/nebra/index00.html)im Naturhistorischen Museum in Wien.

Diese Ausstellung werde ich mir nicht entgehen lassen ... so eine Gelegenheit darf man nicht versäumen ... die Scheibe aus *nächster Nähe* zu sehen ist schon etwas besonderes. :)

nane
19.10.2005, 19:54
Rechtsstreit um Echtheit

Im Berufungsprozess vor dem Landgericht in Halle gegen eine Frau und einen Mann wegen Hehlerei wird derzeit um die Echtheit der Himmelsscheibe gestritten. Die Verteidigung behauptet, die Himmelsscheibe sei eine Fälschung. (APA)

oder

http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E4115FE522E3C4CDD89890E5C3B4A9106~ATpl~Ecommon ~Scontent.html

ying-yang
19.10.2005, 22:19
Deswegen schrieb ich dochEndlich auch in Wien zu sehen und zwar im Original, so wird es zumindest behauptet
Der Rechtsstreit um Echtheit ist mir nicht unbekannt ... drang bis ins ösiland ;)

Acolina
16.02.2006, 15:23
Vortrag von Dr. Harald Meller am 7.3.2006 an der International University in Bruchsal

Am Dienstag, dem 7. März 2006, um 19.00 Uhr, lädt die International University in Bruchsal zu dem Vortrag "Die Himmelsscheibe von Nebra - ein sensationeller frühbronzezeitlicher Fund aus Sachsen-Anhalt" die interessierte Öffentlichkeit herzlich ein.

Die "Himmelsscheibe" wurde im Juli 1999 auf dem 252 Meter hohen Mittelberg im Ziegelrodaer Forst bei Nebra/Sachsen-Anhalt aus dem Boden geborgen und gelangte erst Jahre danach auf Umwegen über den Schwarzmarkt in staatlichen Besitz. Sie besteht aus Bronze und hat einen Durchmesser von etwas über dreißig Zentimetern. Die Masse beträgt rund zwei Kilogramm. Ihre tiefgrüne Farbe ist das Ergebnis der viertausendjährigen Lagerung im Boden. Ursprünglich war sie wohl schwarz, worauf sich die Goldapplikationen wundervoll abgehoben haben müssen. Metallurgische Untersuchungen haben ergeben, daß das Kupfer des Bronzekörpers mit ziemlicher Sicherheit aus der Gegend von Salzburg stammt, das Gold mit einiger Wahrscheinlichkeit aus Siebenbürgen.

Kein zweiter prähistorischer Fund weltweit zeigt wie diese Himmelsscheibe derart klare Belege für ein Interesse des vorgeschichtlichen Menschen an den kosmischen Vorgängen. Die ursprünglich 32 etwa einen Zentimeter großen Goldplättchen stellen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Sterne dar. Die Gruppe der sieben eng zusammenstehenden Plättchen repräsentiert astronomischen Analysen zufolge das Siebengestirn (die Plejaden). Statistische Untersuchungen erhärten die Ansicht, daß die verbleibenden 25 Goldplättchen keinen individuellen Sternbildern zuzuweisen sind, sondern allgemein den gestirnten Nachthimmel wiedergeben.

Die Himmelsscheibe von Nebra ist sicherlich der derzeit wohl bestuntersuchte archäologische Fund in Deutschland. Über die neuesten Forschungsergebnisse berichtet Dr. Harald Meller, Direktor des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachen-Anhalt und Direktor des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle/S, in seinem Vortrag. Als einer der Hauptakteure kann der Leiter des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle aus erster Hand von der spektakulären Sicherstellung des Schatzfundes erzählen. Die einzigartige Bronzescheibe aus der Zeit um 1600 v. Chr. gilt als Schlüsselfund für die europäische Vorgeschichte, die Astronomiegeschichte und frühe Religionsgeschichte. Sie ist der älteste Beleg für die erstaunlichen astronomischen Kenntnisse der Menschen in der frühen Bronzezeit.

Quelle: idw