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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frau stirbt bei mutmaßlicher Teufelsaustreibung


basti_79
09.12.2015, 15:35
Ich dachte, sowas sei Vergangenheit...

http://www.abendblatt.de/vermischtes/article206806119/Frau-stirbt-bei-mutmasslicher-Teufelsaustreibung-in-Frankfurt.html

Sancho
10.12.2015, 21:22
Ich dachte, sowas sei Vergangenheit...

http://www.abendblatt.de/vermischtes/article206806119/Frau-stirbt-bei-mutmasslicher-Teufelsaustreibung-in-Frankfurt.html

Nein, nicht doch! Die F.A.Z. bringt es heute auf eine unnachahmlich objektive Art und Weise auf den Punkt:

Exorzismus, die Austreibung von Dämonen und Teufeln, ist ein in vielen Religionen traditionelles Ritual. In der katholischen Kirche war der Exorzismus von "Besessenen" im Mittelalter üblich. Heute unterliegt er strengen Auflagen, erlaubt sind etwa das Besprengen mit Weihwasser, die Anrufung Gottes und das Handauflegen. Nach den Kirchenvorschriften darf die Teufelsaustreibung nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Ortsbischofs durch einen Priester vorgenommen werden.

Das ist die letzte Chance für "Besessene". Vorher sollten aber medizinische und psychiatrische Behandlungsmöglichkeiten in Erwägung gezogen werden.

SchwarzerFuerst
11.12.2015, 08:09
Nein, nicht doch! Die F.A.Z. bringt es heute auf eine unnachahmlich objektive Art und Weise auf den Punkt:

Exorzismus, die Austreibung von Dämonen und Teufeln, ist ein in vielen Religionen traditionelles Ritual. In der katholischen Kirche war der Exorzismus von "Besessenen" im Mittelalter üblich. Heute unterliegt er strengen Auflagen, erlaubt sind etwa das Besprengen mit Weihwasser, die Anrufung Gottes und das Handauflegen. Nach den Kirchenvorschriften darf die Teufelsaustreibung nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Ortsbischofs durch einen Priester vorgenommen werden.

Das ist die letzte Chance für "Besessene". Vorher sollten aber medizinische und psychiatrische Behandlungsmöglichkeiten in Erwägung gezogen werden.
Vor allen Dingen sollten die psychiatrischen Möglichkeiten an denen ausgeübt werden. die glauben, kranken Mitmenschen mit solch archaischem HokusPokus helfen zu können.:et2::D
(Ganz abgesehen von der Frage, ob diese Art "Kirchlicher Hilfe" nicht strafbewehrt sein sollte bzw. ist)

Groschenjunge
11.12.2015, 08:39
(Ganz abgesehen von der Frage, ob diese Art "Kirchlicher Hilfe" nicht strafbewehrt sein sollte bzw. ist)
Wenn ich solche Seiten lese, dann kann ich gar nicht so viel ko**en, wie ich gegessen habe: http://www.gottliebtuns.com/exorzismus.htm

Ich habe zum Thema Strafbarkeit noch gefunden: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40617568.html
Das Gericht jedoch verurteilte alle Angeklagten am Freitag vergangener Woche zu je sechs Monaten Freiheitsstrafe, die es zur Bewährung aussetzte. Die von der Verteidigung bemühte Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1971 sei davon ausgegangen, daß eine Frau, die 1962 ihrer Glaubensüberzeugung wegen ärztlichen Beistand verweigerte und starb, anders als Anneliese Michel bis zuletzt entscheidungsfähig gewesen ist. Das Gericht habe nicht über Glaubensfragen zu entscheiden gehabt. Verurteilt worden seien vier Bürger, die hätten erkennen können, daß Anneliese Michel einen Arzt dringender benötigte als Gebete.

-> http://www.fr-online.de/frankfurt/strafrecht-voodoo-vor-gericht,1472798,32892682.html
-> http://www.jura.uni-wuerzburg.de/fileadmin/02150100/Publikationen_Vita/106.pdf

Es sollte genügend juristische Möglichkeiten geben, denjenigen, die kranken Menschen nicht helfen wollen, vor Gericht zu zerren.

Sancho
11.12.2015, 10:52
Exorzismus, die Austreibung von Dämonen und Teufeln, ist ein in vielen Religionen traditionelles Ritual. In der katholischen Kirche war der Exorzismus von "Besessenen" im Mittelalter üblich. Heute unterliegt er strengen Auflagen, erlaubt sind etwa das Besprengen mit Weihwasser, die Anrufung Gottes und das Handauflegen. Nach den Kirchenvorschriften darf die Teufelsaustreibung nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Ortsbischofs durch einen Priester vorgenommen werden.

Nicht nur die katholische Kirche weiß sich gegen die Gefährlichkeit des Teufels zu wehren, wie die F.A.Z. heute berichtet:

Die Staatsanwaltschaft sagt, die Ermittlungen legten es zur Zeit nahe, daß die Koreaner einer Sekte angehört haben können, die dem evangelischen Glauben nahesteht. Laut dem Journalisten Marcus Wegner, der seit 14 Jahren zu Exorzismus in Deutschland recherchiert, sind Teufelsaustreibungen in evangelischen Freikirchen an der Tagesordnung, sie seien aber nicht immer gewaltsam. Es sei falsch, bei Exorzismus automatisch an die katholische Kirche zu denken...

...Es sei üblich, die vermeintlich Besessenen in einen Raum einzusperren. Exorzismusexperte Wegner nimmt an, daß täglich in Deutschland zwischen fünf und sechs Teufelsaustreibungen stattfinden. Er zählt dabei alle Glaubensrichtungen mit - und auch jene, die keinen religiösen Hintergrund haben.