Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Quecksilberseen
Gab oder gibt es auf der Erde Seen aus Quecksilber? Laut http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Quecksilber gibt es Gerüchte, daß sich in Sibirien ein derartiger See befinden soll.
Im Übrigen könnte es eigentlich unterirdische Quecksilberseen geben?
(Man sollte dort nicht nach Öl bohren!)
basti_79
17.12.2005, 10:49
Man erzählt sich, dass Quecksilber in der Tat gelegentlich "gediegen" (als reines Metall, im Gegensatz zu "als Sulfat" oder so) vorkommt.
Ob man das dann einen See nennen darf, wage ich zu bezweifeln, aber die eine oder andere kleine Pfütze dürfte durchaus vorgekommen sein. Meistens handelt es sich jedoch um Tröpfchen auf der Oberfläche von Gesteinen.
http://www.mii.org/Minerals/Minpics1/Cinnabar.jpg < wie hier etwa, ich rede von den kleinen weißen flecken
Llewellian
17.12.2005, 15:16
Jo. Den einzigen Quecksilbersee den ich mir vorstellen könnte wär der hier:
http://www.ics.uci.edu/~eppstein/pix/bar/miro/Almaden1.html
Das ist der Quecksilberbrunnen von Miro.
Aber ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, das Quecksilber in der Natur pur vorkommt, zumindest in grösseren Masstäben als Gramm.
Quecksilber kann durchaus in metallischer Form in der Natur vorkommen, allerdings kommt es weit häufiger als Quecksilbersulfid, besser bekannt als Zinnober vor.
Ob es größere Ansammlungen metallischen Quecksilbers geben kann, weiß ich nicht. Allerdings, wenn, dann höchstwahrscheinlich nur unter der Erde. Ein oberirdischer Quecksilbersee würde wegen der Flüchtigkeit des Quecksilbers binnen weniger Wochen verdampfen, sofern er nicht sich in extrem kalten Klima befindet.
Natürlich vorkommendes metallisches Quecksilber ist in Quecksilberminen sehr unerwünscht, denn es wirkt durch seine Dämpfe hochgradig giftig. Wegen der Quecksilberdämpfe in den Stollen starben früher die meisten Grubenarbeiter in den Quecksilberminen von Almadem schon nach 2 Jahren, weshalb häufig auch Sträflinge zur Arbeit in diesen Minen abkommandiert wurden.
Für alle, die spanisch verstehen, wäre die Seite http://www.dealmaden.com/lasminas.htm sehr lesenswert.
Ich hab leider keine Ahnung mehr wie es hieß aber es gibt ein chinesisches Kaisergrab in dem es einen sehr grossen Queksilbersee gibt.
Dieses Grab ist wie viele anderen grösstenteils unterirdisch angelegt und hebt sich nur durch eine Erdaufschüttung von der Landschaft ab wie es bei Chinesischen Gräbern vergangener Epochen der Fall ist.
Das besondere an diesem Grab ist das man mittels eines ganges zum Grabzentrum kommt und an einem Quecksilbersee ankommt in dessen Mitte sich das eigentliche Grab befindet, weiterhin ist die Höhlendecke mit Sternensymbolen verziert und man hat herausgefunden das diese Sternensymbole zu einer Konstelation passen wie sie vor tausenden von Jahren am Nachthimmel war.
Wenn mir jemand sagen kann wie dieses Grabmal hieß wäre es nett, weiß noch das ich diesen Artikel a in der Bild der Wissenschaft und b in der Tageszeitung gelesen habe es müsste also leicht sein etwas davon herauszufinden aber ohne Namen kann man sich schlecht durchgoogeln.
ich nehme an du meinst dieses hier:
http://www.china-guide.de/china/weltkulturerbe/terrakotta-Armee.html
Es ist noch nicht ganz ausgegraben, und es soll darin eine Modellkarte von China mit Flüssen und Seen aus Quecksilber geben. Gefunden bisher aber nicht.
http://www.lrz-muenchen.de/~arch/mitt/mitt061.htm
Glaube nicht das es sowas gibt, erst recht nicht bekannt.
Aus nem einfachen Grund: Quecksilber is ziemlich teuer, wenn da ein Grab mit See wäre, wär der schon längst leer ;)
Ach wo, das wäre dann ein chinesisches Nationalheiligtum und dürfte niemand anfassen.
Aber ein natürlicher See würde wohl kaum lange überleben.
Ja, aber wenns ein Nationalheiligtum wäre, würde mans wiederum besichtigen können und es wäre weltbekannt ;)
Darum schrieb ich dass das Grab noch nicht ganz ausgegraben ist und es so etwas darin geben soll.
Original von harry... wenn da ein Grab mit See wäre, wär der schon längst leer ;)
Das ist er wahrscheinlich auch. Man hat Bodenproben genommen und sehr hohen Quecksilbergehalt festgestellt. Umweltsäue waren das!
Ekelig ist auch die Geschichte von dem Chinesen, der sich selbst durch Trinken von Quecksilber mummifiziert hat.
Die Legende vom reinen Quecksilbersee im Altaigebrige (Südsibirien) brachte der Autor Iwan Jefremow auf. In seinem Buch "Raskasui" (Erzählungen) berichtet er vom "See der Berggeister". Die dort unter Sonneneinstrahlung freiwerdenden Dämpfe verursachen Halluzinationen und sollen schon unachtsame Besucher beseitigt haben. Der Autor ist Geologe und ein sehr bekannter Sience Fiction Autor gewesen. Eine interessante Kombination.
Mit Quecksilber stark verseuchte Seen beschreibt http://sibirien.csiewert.de/Sonstiges/SonstigeInfo/2003/Nina_Friedrichs_Sibirientagebuch.pdf 18. Tag S. 15. Im Altai gibt es reiche Zinnoberfelsen. Aber einen richtigen großen Quecksilbersee wird es nicht geben; wie schon beschrieben - verdampft zu schnell. In reiner Form (gediegen) findet man es nur als Tröpfchen im Gestein. Es wird vom Zusammenlaufen solcher Tröpfchen berichtet, was aber nur sehr winzige Seen erzeugen dürfte.
Sir Lazarus
20.11.2008, 01:20
Ist viele Jahre her, aber da habe ich mal Unterwasser Archäologen im Fernsehen gesehen, die in einem spanischen Schiffswrack (15Jhrd) tauchten. Die hatte ursprünglich auch Quecksilber geladen. Die Fässer waren geborsten und die Taucher fanden ganze Pfützen von dem Quecksilber. Also auch eine Art (Queck)silbersee.
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